Menetekel Lebensmittelwarnung

Wie sich der Kommunikationsdruck auf die Produzenten von Lebensmitteln erhöht


Von Andreas Severin
© lebensmittelwarnung.eu

© lebensmittelwarnung.eu

148 Lebens­mit­tel wur­den 2016 zurück­ge­ru­fen - etwa 50 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Das geht aus Zah­len des Bun­des­amts für Ver­brau­cher­schutz und Lebens­mit­tel­si­cher­heit (BVL) her­vor, die Ende März von der Fun­ke-Grup­pe ver­öf­fent­licht wur­de. Das wäre eine signi­fi­kan­te, gut 50-pro­zen­ti­ge Stei­ge­rung gegen­über den knapp 100 in 2015 zurück­ge­ru­fe­nen Lebens­mit­teln.

Wei­ter­le­sen →

CSR Berichtspflicht

EU-Richtlinie: Wie geht es weiter?


Von Andreas Severin
© pixabay

© pixabay

Repor­ting- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­ant­wort­li­che deut­scher Unter­neh­men befin­den sich immer noch in War­te­stel­lung. Es ist 2017 und eigent­lich soll­ten sie ihr Repor­ting längst auf die Anfor­de­run­gen der seit drei Jah­ren vor­lie­gen­den EU-Richt­li­nie (2014/​95/​EU) zur nicht-finan­zi­el­len Bericht­erstat­tung von Unter­neh­men aus­ge­rich­tet haben. Und eigent­lich hät­te die­se CSR-Richt­li­nie bis zum 6. Dezem­ber 2016 auch in deut­sches Recht umge­setzt wer­den müs­sen. Ab März 2017 soll das nun end­lich erfol­gen und damit erst­mals die Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung durch den Gesetz­ge­ber regu­liert sein. Gro­ße Unter­neh­men müs­sen dann künf­tig aus­führ­li­cher über nicht-finan­zi­el­le Aspek­te berich­ten. Dazu zäh­len Anga­ben über Arbeit­neh­mer-, Sozi­al- und Umwelt­be­lan­ge, Ach­tung der Men­schen­rech­te und die Bekämp­fung von Kor­rup­ti­on. Trotz der Ver­zö­ge­rung soll es dabei blei­ben, das neue Recht auf Geschäfts­jah­re anzu­wen­den, die nach dem 31.12.2016 begin­nen.

Aber sind nun alle Unklar­hei­ten besei­tigt? Lan­ge beglei­te­ten Unsi­cher­hei­ten über den Gel­tungs­be­reich der Richt­li­nie die Vor­be­rei­tun­gen. Wel­che Unter­neh­men sind betrof­fen? Was ist mit den Unter­neh­men von „öffent­li­chem Inter­es­se“ gemeint? Wie­so wird zwi­schen kapi­tal­markt­ori­en­tier­ten und sons­ti­gen Unter­neh­men unter­schie­den? Bis zuletzt blie­ben vie­le Bestim­mun­gen des Gesetz­ent­wur­fes umstrit­ten.

Wei­ter­le­sen →

Integrated Reporting

Der Durchbruch lässt auf sich warten


Von Andreas Severin
IIRC

© http://integratedreporting.org

Fast drei Jah­re ist es her, dass das Inter­na­tio­nal Repor­ting Coun­cil (IIRC) mit einem Rah­men­kon­zept den Weg frei mach­te für eine inte­grier­te Unter­neh­mens-bericht­erstat­tung. Doch bis heu­te ist die Reso­nanz bei Unter­neh­men eher ver­hal­ten geblie­ben. Wir haben uns die Grün­de dafür näher ange­se­hen.

Tat­säch­lich schien die Zeit gekom­men zu sein, um das bestehen­de Den­ken in „Repor­ting-Silos“ – Geschäfts­be­richt, Umwelt­be­richt, Nach­hal­tig­keits­be­richt – auf­zu­bre­chen und die Zusam­men­hän­ge zwi­schen finan­zi­el­lem Kapi­tal und den ande­ren Kapi­tal­for­men neu zu betrach­ten, als das IIRC im Jah­re 2014 nach nicht weni­ger als sie­ben Jah­ren die Eck­punk­te für ein Rah­men­kon­zept ver­ab­schie­de­te. Nichts Gerin­ge­res als die Finanz- und Wirt­schafts­kri­se hat­te zuletzt die Ein­sicht vor­an­ge­trie­ben, dass die übli­chen betriebs­wirt­schaft­li­chen Kenn­zah­len nicht mehr aus­rei­chen und finan­zi­el­les und nicht-finan­zi­el­les Repor­ting nur zusam­men hin­rei­chend aus­sa­ge­kräf­tig sind.

Wei­ter­le­sen →

Same same but different

Von G4 zu den GRI Sustainability Standards


Von Andreas Severin
GRI Standards

© https://www.globalreporting.org

Wenn im Juni 2018 die aktu­ell vier­te Genera­ti­on der von der Glo­bal Repor­ting Initia­ti­ve (GRI) her­aus­ge­ge­be­nen Richt­li­ni­en für Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung ihre Gül­tig­keit ver­liert, wird die Trau­er­ge­mein­de über­schau­bar blei­ben. Deren Ein­füh­rung 2013 war schon von erheb­li­chem Unmut beglei­tet. Hat­te man in den Jah­ren zuvor erst mit gro­ßen Mühen die Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung auf die Anfor­de­run­gen von G3 aus­ge­rich­tet, stell­te G4 die Bericht­erstat­tungs­pro­zes­se vor erheb­li­che neue Her­aus­for­de­run­gen in punk­to Detail­tie­fe und Sta­ke­hol­der­ori­en­tie­rung. Mit dem Weg­fall der Anwen­dungs­stu­fen (app­li­ca­ti­on levels) ent­fiel außer­dem ein wich­ti­ger Anreiz, der es Unter­neh­men ermög­lich­te, sich mit ihrer Repor­ting­leis­tung zu pro­fi­lie­ren. „Die gestei­ger­te Kom­ple­xi­tät der Bericht­erstat­tung nach GRI G4 wird neue Unter­neh­men eher davor abschre­cken als sie ermun­tern, Nach­hal­tig­keits­in­for­ma­tio­nen zu ver­öf­fent­li­chen“, warn­te sei­ner­zeit econ­sen­se in einer Stel­lung­nah­me. Die Zurück­hal­tung der Unter­neh­men soll­te die­se Ein­schät­zung bestä­ti­gen. Erst 2015 über­stieg die Zahl der G4-Berich­te die bis dahin noch an G3 ori­en­tier­ten Berich­te. Und dabei fällt auf, dass die gro­ße Mehr­heit der Unter­neh­men sich dar­auf beschränk­te, nach der neu­en Über­ein­stim­mungs­op­ti­on „Core“ zu berich­ten und sich noch nicht an das auf­wän­di­ge­re Level „Com­pre­hen­si­ve“ her­an­trau­te.

Wei­ter­le­sen →

Wir sind einigermaßen optimistisch“

Sabine Content, Deputy Director Corporate & Stakeholder Relations bei der Global Reporting Initiative (GRI) zur Einführung der neuen "GRI Standards"


Von Andreas Severin

 

© Sabine Content

© Sabi­ne Con­tent

  1. Seit dem 19. Okto­ber 2016 gel­ten die GRI Stan­dards und kön­nen ange­wen­det wer­den. GRI hat eine Rei­he von Dienst­leis­tun­gen ent­wi­ckelt, um die Anwen­der mit dem neu­en Rah­men­werk ver­traut zu machen. Was ist Ihr ers­ter Ein­druck? Wer­den die neu­en Stan­dards von berich­ten­den Unter­neh­men ange­nom­men oder ist es nötig, wei­te­re Über­zeu­gungs­ar­beit zu leis­ten?

Wir wis­sen, dass wir unse­ren Sta­ke­hol­dern immer erklä­ren müs­sen, war­um wir die­se oder jene Ände­rung vor­ge­nom­men haben und wor­in der Nut­zen die­ser Ände­run­gen für ihr Repor­ting liegt. Wir neh­men das bei GRI sehr ernst. Ich freue mich sagen zu kön­nen, dass die neu­en GRI Sustai­na­bi­li­ty Stan­dards (GRI Stan­dards) bis­her sehr gut ange­nom­men wur­den. Seit wir die GRI Stan­dards am 19. Okto­ber ein­ge­führt haben, wur­den die­se bereits mehr als 26.000 Mal über den GRI Stan­dards Hub her­un­ter­ge­la­den. Außer­dem haben mehr als 1.200 Men­schen an einem der welt­weit durch­ge­führ­ten 13 Stan­dards-Ein­füh­rungs­events teil­ge­nom­men. Dar­über hin­aus sind für die­ses Jahr eini­ge wei­te­re Ein­füh­rungs­events geplant. Zusätz­lich haben mehr als 1.100 Men­schen bis­her an Webi­nars zu den neu­en Ände­run­gen teil­ge­nom­men. Die über­wäl­ti­gen­de Mehr­heit des bis­he­ri­gen Feed­backs war posi­tiv.

Wei­ter­le­sen →

Global Reporting Initiative: G4 ante portas


Von Andreas Severin

Glo­bal Repor­ting Angst

Etwa 11.000 Unter­neh­men welt­weit ver­öf­fent­li­chen Nach­hal­tig­keits­be­rich­te, die sich am Bericht­erstat­tungs­rah­men der Glo­bal Repor­ting Initia­ti­ve (GRI) ori­en­tie­ren. Wir bei cross­re­la­ti­ons gehö­ren sogar zu den ers­ten, die schon im Jahr 2000 zusam­men mit dem Kun­den VAW alu­mi­ni­um den ers­ten an die­sem Stan­dard ange­lehn­ten Bericht in Deutsch­land ent­wi­ckelt hat­ten. Die anfäng­li­che Skep­sis der Unter­neh­men gegen­über  den „Gui­de­li­nes“ schlug bald schon um in eine gera­de­zu selbst­ver­ständ­li­che Akzep­tanz. Hat­ten bis dahin die IÖW-Kri­te­ri­en zur Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung noch gro­ßen Ein­fluss auf das Repor­ting (auch wenn das ungern ein­ge­stan­den wur­de), schien es den Unter­neh­men leich­ter zu fal­len, die in einem welt­wei­ten Kon­sul­ta­ti­ons­pro­zess aus­ge­men­del­ten Indi­ka­to­ren­ka­ta­lo­ge der GRI zu erfül­len. Vor allem fan­den die­se welt­weit Aner­ken­nung. Und selbst wenn man sich die exter­ne Vali­die­rung durch ein Prüf­in­sti­tut spar­te, konn­te man immer noch zumin­dest eine „Assurance“-Bestätigung der GRI hin­ten in den Bericht pap­pen. Sah  irgend­wie auch aus wie ein Prüf­sie­gel.

Wenn am 22. Mai 2013 die Repor­ting-Com­mu­ni­ty in Ams­ter­dam zusam­men­kommt, könn­te die har­mo­ni­sier­te Welt der Glo­bal Repor­ters ein paar Ris­se bekom­men. In einem zwei Jah­re dau­ern­den Kon­sul­ta­ti­ons­pro­zess hat GRI welt­weit Ansät­ze für die Reform der Gui­de­li­nes dis­ku­tie­ren las­sen. Bis­her sind von der vier­ten Genera­ti­on des Bericht­erstat­tungs­rah­mens (G4) nur Eck­punk­te bekannt, die als „G4 Expo­sure Draft“ in die „Public Com­ment Peri­ods“ als Dis­kus­si­ons­grund­la­ge ein­ge­bracht wur­den. Erst in Ams­ter­dam wird offen­ge­legt wer­den, wel­che kon­kre­ten Ände­run­gen sich in den Richt­li­ni­en nie­der­schla­gen wer­den. Die Dis­kus­sio­nen, auch bei dem Mee­ting in Deutsch­land, an dem wir betei­ligt waren, las­sen Ände­run­gen in fol­gen­den Punk­ten erwar­ten:

  • G4 wird vor­aus­sicht­lich die “App­li­ca­ti­on Levels”  (A, B, C und Plus-For­men) abschaf­fen. Zu oft wur­den die­se Levels in Berich­ten als eine Art Vali­die­rung insze­niert. Hin­zu kommt, dass die­se Selbst­ein­stu­fun­gen immer wie­der als Grad der Nach­hal­tig­keits­leis­tung inter­pre­tiert wur­den. Tat­säch­lich geben die­se drei Buch­sta­ben nur einen Hin­weis auf den Umfang des dem Repor­ting zugrun­de geleg­ten Indi­ka­to­ren­rah­mens. Der Nut­zen der Levels indes scheint bei nähe­rer Betrach­tung frag­wür­dig. Bis heu­te hat mir nie­mand plau­si­bel machen kön­nen, wel­chen Vor­teil ein nicht-vali­dier­tes „A“ gegen­über einem vali­dier­ten „B“ abseits einer Hand­voll von Nach­hal­tig­keits­ana­lys­ten brin­gen soll. Und für die Kos­ten einer Vali­die­rung las­sen sich locker zwei unva­li­dier­te Berich­te erstel­len… Soll­ten die App­li­ca­ti­on Levels jedoch tat­säch­lich abge­schafft wer­den, darf man gespannt sein, was den Unter­neh­men als Kom­pen­sa­ti­on für Ihre Kom­mu­ni­ka­ti­on ange­bo­ten wer­den wird.
  • G4 wird  den Fokus in Rich­tung Wert­schöp­fungs­ket­te ver­la­gern. Die mate­ri­el­le Suche nach den wich­tigs­ten Aus­wir­kun­gen ent­lang die­ser Ket­te könn­te sich bei kom­ple­xen Pro­duk­tio­nen als sys­te­ma­tisch schwie­ri­ges Unter­fan­gen erwei­sen.
  • G4 wird die Anzahl der Indi­ka­to­ren und Kenn­zah­len erhö­hen – von der­zeit maxi­mal 79 auf mehr als ein­hun­dert. In einer Pha­se, in der vie­le Unter­neh­men schon an ihre Gren­zen gera­ten, das GRI-Excel-Sheet mit die­sen Daten ein­mal im Jahr zu füt­tern, wird eine Aus­wei­tung des Daten­vo­lu­mens die Res­sour­cen man­cher­orts an ihre Gren­zen füh­ren.
  • G4 ist zu sehr von dem Anspruch gelei­tet, auf dem Weg zur Inte­grier­ten Bericht­erstat­tung (Geschäfts­be­richt plus Nach­hal­tig­keits­be­richt) mög­lichst vie­le eta­blier­te Stan­dards ein­zu­be­zie­hen. Hier droht ein neu­es Tech­no­kra­ten­mons­trum zu ent­ste­hen. Völ­lig außer Blick gerät dabei der Leser, der (abseits der knapp 20 Ana­lys­ten), viel­leicht tat­säch­lich ein­fach nur ein Bild von der ethi­schen Ori­en­tie­rung, der Ver­ant­wor­tungs­pra­xis und Kul­tur des Unter­neh­mens erhal­ten möch­te. Für die Kom­mu­ni­ka­ti­on der Unter­neh­men könn­te ein sol­cher Bericht damit an Wert ein­bü­ßen.
  • Was einst das Ziel von GRI war, durch mehr Sub­stanz und Ver­gleich­bar­keit den Wert und die Aus­sa­ge­kraft der Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung zu ver­bes­sern und den Berich­ten zu mehr Ver­brei­tung und Akzep­tanz zu ver­hel­fen, könn­te mit G4 emp­find­lich aus­ge­bremst wer­den. In der Ver­gan­gen­heit hat sich GRI bei Updates aller­dings sehr umsich­tig und prag­ma­tisch ver­hal­ten. Es bleibt für uns die Hoff­nung, dass den bis­he­ri­gen Stan­dards 3 bzw. 3.1 ein mög­lichst groß­zü­gi­ges Mora­to­ri­um ein­ge­räumt wird. In der Zeit könn­ten dann auch die Ambi­tio­nen von G4 an die Rea­li­tät ange­passt wer­den.

GRI: Auf dem Weg zur vierten Generation der Reporting-Guidelines


Von Andreas Severin

 2013 ist ein wich­ti­ges Jahr für die Glo­bal Repor­ting Initia­ti­ve (GRI) und alle Anwen­der des wich­tigs­ten Repor­ting­stan­dards für Nach­hal­tig­keits­be­rich­te. Im Mai näm­lich wird GRI im Rah­men der  Glo­bal Con­fe­rence on Sustai­na­bi­li­ty and Repor­ting die vier­te Genera­ti­on der Gui­de­li­nes vor­stel­len. Zwei Jah­re welt­wei­ter Kon­sul­ta­tio­nen im Rah­men eines Mul­ti-Sta­ke­hol­der-Pro­zes­ses sind in die Über­ar­bei­tung des Richt­li­ni­en­ka­ta­logs ein­ge­flos­sen. Auch wir von cross­re­la­ti­ons haben uns als Orga­ni­za­tio­nal Sta­ke­hol­der (OS) im letz­ten deut­schen Public Com­ment Mee­ting in Frank­furt inten­siv an der Dis­kus­si­on betei­ligt. Jetzt sind wir gespannt, wie die GRI-Gre­mi­en das Feed­back ver­ar­bei­ten. Wenig Wider­spruch in der Com­mu­ni­ty dürf­ten die Bemü­hun­gen fin­den, in der Neu­fas­sung der Gui­de­li­nes Gover­nan­ce-Aspek­te stär­ker zu berück­sich­ti­gen und die Aus­künf­te zu den Aspek­ten der Manage­men­t­an­sät­ze zu ver­tie­fen. Auch die ins­ge­samt unüber­seh­ba­ren Bestre­bun­gen GRI mit ande­ren Sys­te­men zu ver­knüp­fen, tra­gen nicht nur der Rea­li­tät in den Unter­neh­men Rech­nung, son­dern sind unver­zicht­ba­re Schrit­te auf dem Weg zum Inte­grier­ten Bericht. Mehr kri­ti­sche Auf­merk­sam­keit wird die Dis­kus­si­on zur mög­li­chen Abschaf­fung des App­li­ca­ti­on Level Labels erzeu­gen, nach­dem es hier eini­gen Miss­brauch gege­ben hat. Hier steht der Vor­schlag im Raum, nur noch „in accordance“-Bestätigungen kom­mu­ni­ka­tiv ver­wert­bar zu machen.

Immer wie­der erreicht uns die Fra­ge, ob mit Ein­füh­rung von G4 sofort die neu­en Anfor­de­run­gen in Kraft tre­ten. Dies ist nicht zu erwar­ten. Allei­ne für den Über­gang von Ver­si­on 3 auf die heu­te gül­ti­ge 3.1. wur­de ein Über­gangs­zeit­raum von zwei Jah­ren ein­ge­räumt. Es wird erwar­tet, dass man im Rah­men des anste­hen­den appro­val pro­cess eine eben­so groß­zü­gi­ge Rege­lung zur Ein­füh­rung von G4 tref­fen wird. Eine Rei­he von Doku­men­ten gibt Ein­blick in den der­zei­ti­gen Stand der Vor­be­rei­tun­gen von G4. GRI Chief Exe­cu­ti­ve Ernst Lig­te­rin­gen hat vor ein paar Tagen in einem Video­state­ment noch ein­mal die Bedeu­tung von G4 unter­stri­chen. Haben Sie Fra­gen zu den Gui­de­li­nes? Ger­ne dis­ku­tie­ren wir mit Ihnen die neu­en Per­spek­ti­ven für Ihr Repor­ting.

Update 26.03.14: Link zu G4 Deve­lop­ments aktua­li­siert.

Das VIG stellt hohe Ansprüche an die Kommunikation


Von Andreas Severin

In Zei­ten des neu­en Ver­brau­cher­infor­ma­ti­ons­ge­set­zes (VIG) wird Unter­neh­men dazu gera­ten, recht­zei­tig eine Kri­sen­kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gie zu ent­wi­ckeln. Teil 3 der Blog-Rei­he von cross­re­la­ti­ons gibt die Mei­nung von Ver­brau­cher­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen bezüg­lich der Geset­zes­än­de­rung wie­der und bie­tet Unter­neh­men Hin­wei­se zu mög­li­chen Kon­se­quen­zen für die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pra­xis.  

Man könn­te anneh­men, dass Ver­brau­cher­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen sich ange­sichts der neu­en Rechts­la­ge und Besorg­nis­se bei Behör­den und Indus­trie die Hän­de rei­ben. Dem ist ganz offen­sicht­lich nicht so. So haben die Deut­sche Umwelt­hil­fe e.V. (DUH) und die Ver­brau­cher­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on food­watch e. V. den Ände­rungs­ent­wurf des Ver­brau­cher­infor­ma­ti­ons­ge­set­zes (VIG) der Bun­des­re­gie­rung umge­hend als unzu­rei­chend kri­ti­siert. Die Ver­brau­cher­schüt­zer bemän­geln eine Bestim­mung, die es den ver­ant­wort­li­chen Behör­den ermög­licht, Anträ­ge von Ver­brau­chern und Orga­ni­sa­tio­nen ohne grö­ße­re Begrün­dung abzu­leh­nen. Tat­säch­lich sieht das Gesetz vor, dass ein Antrag abge­lehnt wer­den kann, falls die Behör­de durch des­sen Bear­bei­tung die ord­nungs­ge­mä­ße Erfül­lung ihrer Auf­ga­ben beein­träch­tigt sieht. Sei­tens der kla­ge­be­rech­tig­ten Orga­ni­sa­tio­nen sieht man offen­bar die­se Bedin­gun­gen schon in naher Zukunft erfüllt und fürch­tet, das neue Recht könn­te ein hoh­les Ver­spre­chen wer­den.

Kom­mu­ni­ka­ti­ve Prä­ven­ti­on ist gefragt

Nimmt man die Reak­tio­nen von Unter­neh­men, Behör­den und selbst der Ver­brau­cher­schutz­ver­bän­de zum Maß­stab, wird das neue Recht die Ver­spre­chun­gen der Poli­tik kaum ein­lö­sen kön­nen. Dem beab­sich­tig­ten „Mehr an Infor­ma­ti­on“ könn­te zunächst ein „Mehr an Kon­fu­si­on“ fol­gen. Und dies – des­halb befasst sich cross­re­la­ti­ons an die­ser Stel­le mit dem The­ma – hät­te ernst zu neh­men­de Aus­wir­kun­gen auf die Markt­be­zie­hun­gen und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­er­for­der­nis­se von Unter­neh­men.

In den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ab­tei­lun­gen, vor allem der Lebens­mit­tel­er­zeu­ger, wird es nicht mehr aus­rei­chen, das Kri­sen­hand­buch in der Schub­la­de zu haben. Gefragt sind jetzt prä­ven­ti­ve Kon­zep­te: das Durch­spie­len von Sze­na­ri­en, die Iden­ti­fi­ka­ti­on kom­mu­ni­ka­ti­ver Schwach­stel­len und das Schär­fen der Moni­to­ring-Instru­men­te. Dabei ist noch nicht ein­mal die Fra­ge, ob die Kri­se ihren Aus­gangs­punkt im eige­nen Pro­dukt haben wird. Wie die Skan­da­li­sie­run­gen der letz­ten Zeit zei­gen, reicht eine punk­tu­el­le Pro­dukt­kri­se aus, um eine gan­ze Bran­che unter Ver­dacht zu stel­len.

Stel­len wir uns ein­fach ein Unter­neh­men vor, das im Ver­dacht steht, sein Pro­dukt mit gesund­heits­ge­fähr­den­den Stof­fen ver­un­rei­nigt zu haben. Ein stark ver­kürz­ter Anhö­rungs­zeit­raum durch das VIG lässt es nicht zu, dass die Fir­ma den eigent­li­chen Ver­ur­sa­cher in der Lie­fer­ket­te iden­ti­fi­ziert, so dass sie sich des­halb nach Ver­öf­fent­li­chung durch die zustän­di­ge Behör­de in der öffent­li­chen Äch­tung wie­der­fin­det. Die beson­de­ren Umstän­de, wie lau­fen­des behörd­li­ches Ver­fah­ren, unter­neh­mens­in­ter­ne Klä­rungs­pro­zes­se und ein­set­zen­der öffent­li­cher Druck, las­sen kei­ne ange­mes­se­ne kom­mu­ni­ka­ti­ve Bear­bei­tung des Sach­ver­halts zu. Des­halb ist es wich­tig, dass sich Unter­neh­men vor dem Inkraft­tre­ten des VIG zu einer Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gie, die ange­wen­det wer­den kann, soll­te der worst case tat­säch­lich ein­tre­ten, bera­ten las­sen.

Was bedeu­tet es aber, wenn die zustän­di­gen Behör­den ohne Ermes­sens­spiel­raum ver­pflich­tet wer­den, die vor­lie­gen­den Ergeb­nis­se der amt­li­chen Lebens- und Fut­ter­mit­tel­über­wa­chung über alle Rechts­ver­stö­ße durch Grenz­wert­über­schrei­tun­gen umge­hend und gege­be­nen­falls auch ohne Anhö­rung zu ver­öf­fent­li­chen?

Für Unter­neh­men war die bis­he­ri­ge Pra­xis eines ordent­li­chen Anhö­rungs­ver­fah­rens unver­zicht­bar in der Wah­rung ihrer Inter­es­sen. Vie­le Unter­neh­men haben erst durch eine Anhö­rung von einem gegen sie vor­lie­gen­den Ver­dacht erfah­ren.

Was pas­siert nun nach dem 1. Sep­tem­ber? Mög­li­cher­wei­se wer­den Behör­den wie Unter­neh­men einen prag­ma­ti­schen Modus fin­den. Aber der nächs­te Lebens­mit­tel­skan­dal wird nicht lan­ge auf sich war­ten las­sen. Dann soll­te man in der Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on nicht allein auf Prag­ma­tis­mus ver­trau­en.

Das VIG birgt Risiken für Unternehmen und Behörden


Von Andreas Severin

Das neue Ver­brau­cher­infor­ma­ti­ons­ge­setz (VIG) stößt auf Kri­tik, sowohl aus Rei­hen von Unter­neh­men wie auch Behör­den. Teil 2 der Blog-Rei­he von cross­re­la­ti­ons infor­miert über die Risi­ken des Geset­zes für bei­de.

Das Infor­ma­ti­ons­in­ter­es­se der Ver­brau­cher hat durch das VIG kla­ren Vor­rang vor dem Inter­es­se der betrof­fe­nen Unter­neh­men erhal­ten, ihre Betriebs- und Geschäfts­ge­heim­nis­se geschützt zu sehen. Für die­se eröff­nen sich viel­mehr unkal­ku­lier­ba­re Risi­ken, denn: Die von einer Behör­de her­aus­ge­ge­be­nen Infor­ma­tio­nen müs­sen von die­ser nicht auf inhalt­li­che Rich­tig­keit hin abge­si­chert sein. Die Behör­de muss ledig­lich „bekann­te Hin­wei­se auf Zwei­fel an der Rich­tig­keit“ der Infor­ma­tio­nen mit­tei­len. Dadurch, dass künf­tig auch die Namen von Her­stel­lern öffent­lich bekannt­ge­ge­ben wer­den kön­nen, wenn das Ver­wal­tungs­ver­fah­ren noch nicht abge­schlos­sen ist, erhöht sich die Gefahr von Fehl­in­for­ma­tio­nen.

So zum Bei­spiel, wenn eine abschlie­ßen­de Labor­pro­be und deren Bewer­tung noch aus­ste­hen. „Behör­den müs­sen von sich aus über Rechts­ver­stö­ße berich­ten. Da gibt es kein Ermes­sen“, stellt Dr. Mar­kus Gru­be von Krell Wey­land Gru­be klar. „Ohne Wenn und Aber müs­sen bestimm­te Tat­sa­chen, wie sie sich aus Sicht der Behör­de dar­stel­len, ver­öf­fent­licht wer­den.“ Zwar wer­den Ver­brau­cher so einer­seits schnel­ler infor­miert, doch wer die Eigen­dy­na­mik von Skan­da­li­sie­run­gen und media­ler Ein­ord­nung kennt, weiß um die außer­or­dent­li­chen wirt­schaft­li­chen Risi­ken für Unter­neh­men, die mit einer sol­chen Pra­xis ver­bun­den sein kön­nen.

Unter­neh­men sind sich der Risi­ken, Opfer von Falsch­mel­dun­gen zu wer­den, durch­aus bewusst. Fäl­le wie „Bir­kel“ und „Cop­pen­rath & Wie­se“ mar­kie­ren hier den worst case. Das neue Ver­brau­cher­infor­ma­ti­ons­recht erhöht signi­fi­kant die Gefahr, eige­ne Pro­duk­te oder den Unter­neh­mens­na­men kurz­fris­tig und ohne gro­ße Vor­war­nung öffent­lich unter Ver­dacht gestellt zu sehen. Unter­neh­men sind gut bera­ten, fort­an die Nähe und den regel­mä­ßi­gen Aus­tausch mit Behör­den zu suchen.

Auch der Druck auf Behör­den erhöht sich

Was bedeu­ten die gesetz­li­chen Ände­run­gen des VIG für die betrof­fe­nen Behör­den? Es wird unver­meid­lich sein, dass in das behörd­li­che Han­deln eini­ges an Unsi­cher­heit und Ner­vo­si­tät ein­zie­hen wird. Die zustän­di­gen Behör­den wer­den vor­aus­sicht­lich einem zuneh­men­den Res­sour­cen- und Offen­le­gungs­druck aus­ge­setzt:

  • Ver­brau­cher­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen und ande­re NGOs gehö­ren heu­te schon zu den Haupt­nut­zern des VIG. Sie wer­den Behör­den im gan­zen Land sys­te­ma­tisch unter Ver­öf­fent­li­chungs­druck set­zen. Glo­ba­le Anfra­gen und brei­te Pro­dukt­sor­ti­men­te erzeu­gen heu­te schon eine hohe Kom­ple­xi­tät der betrof­fe­nen Ver­wal­tungs­ver­fah­ren.
  • Medi­en wer­den dar­um kon­kur­rie­ren, früh­zei­tig an behörd­li­che Erkennt­nis­se zu gelan­gen. Inves­ti­ga­ti­ve For­ma­te und Pro­du­zen­ten wer­den auf der Suche nach „Skan­da­len“ zuneh­mend im Behör­den­um­feld Wit­te­rung auf­neh­men.
  • Die Neue­rung, bei mut­maß­li­chen Ver­stö­ßen gegen Hygie­ne­vor­schrif­ten oder Täu­schungs­schutz Behör­den zur Ver­öf­fent­li­chung zu ver­pflich­ten, sofern das zu erwar­ten­de Buß­geld 350 Euro über­steigt, wird vor­aus­sicht­lich einer ange­mes­se­nen Abwä­gung der Fol­gen ent­ge­gen­ste­hen.

Im drit­ten und letz­ten Teil unse­rer Rei­he zei­gen wir auf, wor­auf sich die Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on mit Inkraft­tre­ten des neu­en Rechts ein­zu­stel­len hat.

Da hauen wir doch besser mal ne Warnung raus!“

Wie das neue Verbraucherinformationsgesetz die Kommunikation von Unternehmen und Behörden auf die Probe stellt


Von Andreas Severin

Schnel­le und umfas­sen­de Infor­ma­ti­ons­mög­lich­kei­ten über Pro­duk­te und Sach­ver­hal­te – das ver­spricht das neue Ver­brau­cher­infor­ma­ti­ons­ge­setz. Doch Behör­den, Ver­brau­cher­schutz­ver­bän­de und Unter­neh­men bli­cken mit Besorg­nis auf die Geset­zes­än­de­run­gen. cross­re­la­ti­ons infor­miert über die wich­tigs­ten Neue­run­gen, Risi­ken und Anfor­de­run­gen an die Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on in einer Blog-Rei­he.

Man­geln­de Trans­pa­renz: Die Poli­tik hat nun mit einer Stär­kung der Ver­brau­cher­infor­ma­ti­on auf die jüngs­ten Lebens­mit­tel­skan­da­le reagiert.
(Foto: Flickr/​Mr. iMaax, cc)

Nach­dem am 1. Sep­tem­ber 2012 das neue Ver­brau­cher­infor­ma­ti­ons­ge­setz (VIG) in Kraft getre­ten ist, sol­len sich Bür­ger noch schnel­ler und noch umfas­sen­der über Pro­duk­te und Sach­ver­hal­te infor­mie­ren kön­nen als bis­lang. Bis­her hat­te das Gesetz Ver­brau­chern Zugang zu behörd­li­chen Infor­ma­tio­nen über Lebens­mit­tel ermög­licht. Mit dem neu­en Gesetz wird die­ser Zugang auf so gut wie alle Kon­sum­gü­ter aus­ge­wei­tet. Außer­dem sol­len Ver­brau­cher bei Behör­den künf­tig leich­ter in Erfah­rung brin­gen kön­nen, wenn bei­spiels­wei­se ein Lebens­mit­tel­her­stel­ler in der Ver­gan­gen­heit gegen Geset­ze ver­sto­ßen hat oder die Hygie­ne­vor­schrif­ten nicht ein­ge­hal­ten wur­den. Auch wur­den im Zuge der Novel­lie­rung Kon­se­quen­zen aus den jüngs­ten Dioxin-Skan­da­len ver­ar­bei­tet, indem Behör­den nun ver­pflich­tet wer­den, Erkennt­nis­se über Ver­stö­ße gegen Vor­schrif­ten und selbst vor­läu­fi­ge Unter­su­chungs­er­geb­nis­se zeit­nah zu ver­öf­fent­li­chen. Das angel­säch­si­sche Prin­zip des public right to know hält damit auch hier­zu­lan­de Ein­zug ins Ver­wal­tungs­recht.

Auf den ers­ten Blick erscheint das neue VIG wie gute Nach­rich­ten für den Ver­brau­cher­schutz. Aber auch ein Ver­brau­cher­schutz­ge­setz kann sich als Mogel­pa­ckung erwei­sen. Vor allem dann, wenn es die Stär­kung des einen Grund­rechts mit der Beschnei­dung eines ande­ren erkauft. Doch dazu spä­ter mehr.

Die wich­tigs­ten Neue­run­gen im Über­blick

Wer­fen wir kurz einen Blick auf die wich­tigs­ten Neue­run­gen:

  • Durch eine Ergän­zung des Lebens­mit­tel- und Fut­ter­mit­tel­ge­setz­bu­ches wer­den die Behör­den in Zukunft ver­pflich­tet sein, alle Rechts­ver­stö­ße durch Grenz­wert­über­schrei­tun­gen zu ver­öf­fent­li­chen. Auch sons­ti­ge Ver­stö­ße – z.B. gegen Hygie­ne­vor­schrif­ten oder den Täu­schungs­schutz – müs­sen in Zukunft ver­öf­fent­licht wer­den, wenn ein Buß­geld von min­des­tens 350 Euro zu erwar­ten ist.
  • Die Anhö­rungs­ver­fah­ren bei der Betei­li­gung betrof­fe­ner Wirt­schafts­un­ter­neh­men und die Rege­lun­gen über Betriebs- und Geschäfts­ge­heim­nis­se wer­den „gestrafft“. In bestimm­ten Fäl­len kann von den zustän­di­gen Behör­den nun ganz von einer Anhö­rung abge­se­hen wer­den. Künf­tig gibt es einen form­lo­sen Infor­ma­ti­ons­an­spruch – auch eine Antrag­stel­lung per E-Mail oder Tele­fon ist mög­lich.
  • Der Geheim­nis­schutz der Betrie­be wird wei­ter ein­ge­schränkt, so dass mehr Daten mit spe­zi­fi­schem Unter­neh­mens­be­zug ver­öf­fent­licht wer­den kön­nen.

 

Auch der Rechts­ex­per­te Prof. Gerd Wey­land von Krell Wey­land Gru­be (KWG), einer der füh­ren­den auf Lebens­mit­tel­recht spe­zia­li­sier­ten Kanz­lei­en Deutsch­lands, bezwei­felt, dass das neue Gesetz mit dem euro­päi­schen- und dem Ver­fas­sungs­recht kon­form ist: „Es ist bei Anfra­gen nach dem neu­en Recht nicht mehr gewähr­leis­tet, dass die betrof­fe­nen Unter­neh­men ange­hört wer­den. Das kann zur Fol­ge haben, dass völ­lig an dem Unter­neh­men vor­bei Infor­ma­tio­nen ins Inter­net oder in sons­ti­ge Medi­en gelan­gen, die dann zu erheb­li­chen Schä­den bis hin zum Kon­kurs eines Unter­neh­mens füh­ren kön­nen.“

War­um das neue Ver­brau­cher­infor­ma­ti­ons­recht auch Behör­den in eine schwie­ri­ge Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­ant­wor­tung bringt, erfah­ren Sie im nächs­ten Teil unse­rer Rei­he.

Leuchtpol – Energie und Umwelt neu erleben!

crossrelations unterstützt Nachhaltigkeitsprojekt im Kita-Bereich


Von agenturadmin
NRW Wissenschaftsministerin Svenja Schulze besuchte den Leuchtpol-Stand im ThyssenKrupp Ideenpark 2012 (Foto: Leuchtpol/  bildwerkeins - Paul Walther)

NRW Wis­sen­schafts­mi­nis­te­rin Sven­ja Schul­ze besuch­te den Leucht­pol-Stand im Thys­sen­Krupp Ide­en­park 2012 (Foto: Leuchtpol/​ bild­werk­eins - Paul Walt­her)

Mit den Klei­nen Gro­ßes den­ken“ – so lau­tet das Mot­to von Leucht­pol. Als bun­des­weit größ­tes Bil­dungs­pro­jekt für Nach­hal­tig­keit hat Leucht­pol in den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren gezeigt, wie nach­hal­ti­ges Den­ken und Han­deln bereits bei den Jüngs­ten ver­an­kert wer­den kann. In rund 4.000 Kitas – das ent­spricht 10 Pro­zent aller deut­schen Kin­der­ta­ge­stät­ten – wur­den Erzie­he­rin­nen und Erzie­her fort­ge­bil­det und Mate­ri­al­kis­ten für die Arbeit bereit­ge­stellt. Geför­dert wird Leucht­pol von der E.ON AG. Allei­ni­ge Gesell­schaf­te­rin ist die Arbeits­ge­mein­schaft Natur- und Umwelt­bil­dung Bun­des­ver­band e. V. (ANU). Für das päd­ago­gi­sche Kon­zept ist Leucht­pol ver­ant­wort­lich. Jetzt gibt die Leucht­pol gGmbH ihren ers­ten Nach­hal­tig­keits­be­richt her­aus. Die Pro­jekt­ge­sell­schaft will damit zei­gen, dass Nach­hal­tig­keit, spe­zi­ell Ener­gie und Umwelt, nicht nur ein Kern­the­ma des Pro­jekts ist, son­dern auch zu den Grund­sät­zen des eige­nen Han­delns zählt. Die Redak­ti­on für den Bericht hat cross­re­la­ti­ons über­nom­men.

Dar­über hin­aus zeich­net die Agen­tur für einen The­men­bei­le­ger für die „ew – das Maga­zin der Ener­gie­wirt­schaft“ ver­ant­wort­lich. Da die E.ON-Förderung zum Ende des Jah­res plan­mä­ßig aus­läuft, sol­len damit poten­zi­el­le Spon­so­ren ange­spro­chen wer­den. Auch im Bereich Public Affairs wur­de cross­re­la­ti­ons zuletzt aktiv: Wis­sen­schafts­mi­nis­te­rin Sven­ja Schul­ze kam am Akti­ons­stand auf dem­Thys­sen­Krupp Ide­en­park mit Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter von Leucht­pol und der E.ON AG zusam­men und ließ sich über das Pro­jekt berich­ten.

Wei­te­re Infos zu Leucht­pol und den Mög­lich­kei­ten der För­de­rung unter www.leuchtpol.de oder zukunft@leuchtpol.de

Wenn schlechte Nachrichten das Vertrauen stärken


Von Andreas Severin

Bad News – sie sind das Salz in der Ver­trau­ens­sup­pe des Nach­hal­tig­keits­be­richts, wie ein Kun­de einst ver­merk­te.  Bericht­erstat­tung über Rück­schlä­ge – das Ver­feh­len von Zie­len, gar Ver­schlech­te­run­gen bei wesent­li­chen Kenn­zah­len – ist den Unter­neh­men zwei­fel­los unan­ge­nehm, ver­mag aber bei den Lesern der Berich­te ganz erheb­lich zum Ver­trau­en bei­tra­gen. Allein, es fehlt in vie­len Unter­neh­men am Mut zu sol­chen Dar­stel­lun­gen. Mag die Fach­ab­tei­lung noch bereit sein, selbst­kri­tisch zu infor­mie­ren, wer­den sol­che Aus­sa­gen in der wei­te­ren Frei­ga­be­ket­te (Kom­mu­ni­ka­ti­on – Rechts­ab­tei­lung – Vor­stand) dann doch ger­ne wie­der kas­siert oder ver­wäs­sert.

Nun kriegt die­se Bera­tungs­er­kennt­nis Rücken­wind aus dem fer­nen Aus­tra­li­en. Dort hat­te das Aus­tra­li­an Cent­re for Cor­po­ra­te Soci­al Respon­si­bi­li­ty (ACCSR) in einer Meta­stu­die eige­ne For­schun­gen zur Wahr­neh­mung von Nach­hal­tig­keits­be­rich­ten durch Sta­ke­hol­der aus­ge­wer­tet und Ende März auf der aus­tra­li­schen GRI-Kon­fe­renz vor­ge­stellt.

Wei­ter­le­sen →