Alle Artikel zu Nachhaltigkeit und CSR

crossrelations fährt jetzt elektrisch


Von Andreas Severin

Action! Heu­te beginnt für uns eine neue Zeit­rech­nung. Aus den Hän­den von Andre­as Alle­brod von Dri­ve Car­sha­ring habe ich die Key­card für den super­schö­nen Opel Ampera ent­ge­gen­ge­nom­men, den ich ab heu­te für cross­re­la­ti­ons fah­ren wer­de. Gut, ich hät­te mir nach soo vie­len Jah­ren an der Sei­te von VW nicht träu­men kön­nen, je in einen Opel zu stei­gen. Seit so vie­len Jah­ren  beschäf­ti­gen wir uns mit Autos und Nach­hal­tig­keit made in Ger­ma­ny. Und dann sit­ze ich aus­ge­rech­net  in einem ame­ri­ka­ni­schen Elek­tro-Seri­en­au­to. Aber die­ses Auto ist ein Knal­ler. Ein Cock­pit wie im Raum­schiff und ein ech­tes Sport­de­sign - ein ech­ter Hin­gu­cker. Und doch ein lupen­rei­nes Elek­tro­mo­bil. Der ers­te Fah­rein­druck war über­ra­schend gut: hohe Fahr­dy­na­mik, anstän­di­ge Beschleu­ni­gung, gutes Fahr­werk und sehr über­sicht­lich zu fah­ren. Mor­gen geht’s zum ers­ten Mal an die Lade­säu­le. Mal sehen, wo die nächs­te ist. Wer­de in nächs­ter Zeit an die­ser Stel­le über mei­ne Fahr­erleb­nis­se berich­ten. Und wenn jemand mal eine Run­de dre­hen will - bit­te mel­den!

ECON Awards 2012


Von Andreas Severin
Mira Dahle

Mike Brau­ner und Mila Dah­le von der TUI neh­men für den Nach­hal­tig­keits­be­richt 2011 den ECON Award in Sil­ber ent­ge­gen

Eine klei­ne Nach­be­trach­tung: Mein Debüt in der Jury des ECON-Awards hat rich­tig Spaß gemacht. War ich anfangs noch etwas skep­tisch, immer­hin sind neben dem Han­dels­blatt ein nam­haf­ter Ver­lag und das füh­ren­de Bera­tungs­un­ter­neh­men für Geschäfts­be­rich­te betei­ligt, hat­te sich die­se Sor­ge in der Jury­sit­zung im Juli schnell zer­streut. Dort fand ich mich in einer Run­de wie­der, die sich nicht nur durch hohen Sach­ver­stand aus­zeich­ne­te, son­dern vor allem durch gro­ße Unab­hän­gig­keit und Offen­heit für ande­re Mei­nun­gen. Vor allem stimm­te hier rund­um die Che­mie. Pro­fes­sio­nel­le Ernst­haf­tig­keit ging hier ein­her mit erfreu­lich kri­ti­scher Distanz zu Effekt­ha­sche­rei und vor allem – einer guten Por­ti­on Humor.

Wer hier eine Ein­fluss­nah­me des Jury-Vor­sit­zen­den Kirch­hoff zuguns­ten eige­ner Pro­duk­te erwar­tet, sei nach­hal­tig ent­täuscht. Nicht in einem ein­zi­gen Fall gab es einen Ver­such, das Jury-Votum zu „gestal­ten“. Klaus Rai­ner Kirch­hoff ist ohne Zwei­fel eine star­ke Per­sön­lich­keit, die sich nicht scheut – wie in der Gala zu ver­neh­men war – auch mal mit einem kan­ti­gen Stand­punkt zu pola­ri­sie­ren, sei es mit Kri­tik an der Regie­rungs­po­li­tik, an den Ban­ken oder ein­fach mit sei­ner Abnei­gung gegen den FC Bay­ern Mün­chen. Anders­her­um hat der Mann eine Freu­de am fun­dier­ten Wider­spruch und dem inhalt­li­chen Dis­put. Nicht gera­de der Typ, der sich mit Oppor­tu­nis­ten umgibt und in Har­mo­nie schwelgt. Da hieß es: Ring frei für die Argu­men­te und Bewer­tun­gen der Juro­ren.

Es war schließ­lich ein gutes Gefühl, das „Line-up“ zur Preis­ver­lei­hung am Don­ners­tag­abend zu ver­fol­gen. In mei­ner Kate­go­rie der „CSR- und Nach­hal­tig­keits­be­rich­te“ wur­den zu Recht alle ver­füg­ba­ren Preis­qua­li­tä­ten ver­ge­ben. (In fast allen Kate­go­ri­en hat­te die Jury man­gels Qua­li­tät Mut zur Lücke bewie­sen und auf ein­zel­ne Preis­stu­fen ver­zich­tet.) Sogar bei Betrach­tung aller Ein­rei­chun­gen war fest­zu­stel­len, dass sich gut vier Fünf­tel der Berich­te locker von den gän­gi­gen, an GRI ori­en­tier­ten Durch­schnitts­pro­duk­ten, nach oben abhe­ben konn­ten. Die Spit­zen­plat­zie­run­gen die­ser Kate­go­rie – Pla­tin für BMW, Gold für Bay­er, Sil­ber für TUI, Bron­ze für den Flug­ha­fen Mün­chen und sogar einen Spe­cial Award für die Öster­rei­chi­schen Bun­des­bah­nen – mar­kie­ren sehr deut­lich, wohin die Rei­se geht: Vol­le Inte­gra­ti­on von Print- und Online­be­richt­erstat­tung las­sen für die Ziel­grup­pen kaum noch Wün­sche offen. Die Kon­tu­ren des Inte­gra­ted Reports, der Nach­hal­tig­keits- und Geschäfts­be­richt­erstat­tung zusam­men­führt, sind auch unter­halb eines welt­wei­ten Stan­dards schon gut erkenn­bar. Ansons­ten vor allem viel Sub­stanz. Nur bei den akti­ven Dia­log­an­ge­bo­ten und dem Umgang mit Rück­schlä­gen („Low­lights“) und kri­ti­schen The­men bleibt noch eini­ges Poten­zi­al für zuküns­ti­ge Ein­rei­chun­gen.

In sei­nem Dank­wort sprach der Ver­tre­ter von Bay­er sehr offen über das unge­lieb­te Baby der Kom­mu­ni­ka­ti­on, den Nach­hal­tig­keits­be­richt. Tat­säch­lich bie­tet ein sol­ches Pro­jekt für Kom­mu­ni­ka­to­ren in der Regel mehr Risi­ken und Umset­zungs­pro­ble­me als ech­te Chan­cen, im Ergeb­nis für das Unter­neh­men mehr als einen Blu­men­topf zu gewin­nen. Umso erfreu­li­cher, dass sich immer wie­der Unter­neh­men mit Anspruch, neu­en Kon­zep­ten und Res­sour­cen die­ser Her­aus­for­de­rung stel­len. Die­sen Mut hat der ECON Award am letz­ten Don­ners­tag weg­wei­send hono­riert.

Und hier geht’s zu den Preis­trä­gern und Bil­dern des Abends.

Wer sich Preis­trä­ger und nomi­nier­te Ein­rei­chun­gen näher anse­hen möch­te, dem sei das kilo­schwe­re Jahr­buch Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on emp­foh­len. Neben einer anspruchs­vol­len Prä­sen­ta­ti­on aller Wett­be­werbs­bei­trä­ge fin­det sich hier auch ein lesens­wer­ter Leit­ar­ti­kel der Jour­na­lis­tin und Nach­hal­tig­keits­ex­per­tin Susan­ne Ber­gius zur mög­li­chen Pflicht­be­richt­erstat­tung im Bereich gesell­schaft­li­cher Ver­ant­wor­tung.

Erfolgreiche Premiere der Dortmunder E-Mobilitätstage

Netzwerken und Nutzen standen im Mittelpunkt


Von agenturadmin
Dortmund will unter anderem mit dem Projekt „ELMO“ Vorreiter für Elektromobilität in Deutschland sein. (Foto: Stadt Dortmund/Stefanie Kleemann)

Dort­mund will unter ande­rem mit dem Pro­jekt „ELMO“ Vor­rei­ter für Elek­tro­mo­bi­li­tät in Deutsch­land sein.
(Foto: Stadt Dortmund/​Stefanie Klee­mann)

Zahl­rei­che Netz­werk­ver­an­stal­tun­gen und eine gro­ße E-Fahr­zeug­flot­te auf dem Frie­dens­platz, die zu Pro­be­fahr­ten ein­lud: die Dort­mun­der E-Mobi­li­täts­ta­ge fei­er­ten am 4. und 5. Sep­tem­ber erfolg­reich Pre­mie­re. Mit dem „Dia­log E“ hat­te die Wirt­schafts­för­de­rung Dort­mund gemein­sam mit den Initia­ti­ven „Der Inno­va­ti­ons­stand­ort“ und „InDie Regi­on­Ruhr“ Wirt­schaft und Wis­sen­schaft zum Aus­tausch ein­ge­la­den. „Nach einem etwas zähen Start macht Dort­mund einen guten Job“, hob Johan­nes Bau­er­dick, im NRW-Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um für Elek­tro­mo­bi­li­tät zustän­dig, in sei­ner Begrü­ßung her­vor. „Mitt­ler­wei­le ist Dort­mund eine Vor­zei­ge­stadt in Sachen E-Mobi­li­tät.“ Bau­er­dick beton­te, dass Elek­tro­mo­bi­li­tät ein zen­tra­les  Anlie­gen der NRW-Lan­des­re­gie­rung sei. „Im Rah­men des Mas­ter­plans Elek­tro­mo­bi­li­tät sind bis 2015 mehr als 100 Mil­lio­nen Euro im Haus­halt ein­ge­plant.“

Auch Tho­mas Eller­kamp, stell­ver­tre­ten­der Geschäfts­füh­rer der Wirt­schafts­för­de­rung, sieht Dort­mund wie auch das Ruhr­ge­biet ins­ge­samt auf einem guten Weg. „Wir sind mit erfolg­rei­chen Pro­duk­ten als Modell­re­gi­on erkenn­bar“, so Eller­kamp, der damit ins­be­son­de­re auf zwei Pro­jek­te abziel­te: ELMO, das für „Elek­tro­mo­bi­le Urba­ne Wirt­schafts­ver­keh­re“ steht und unter Feder­füh­rung des Fraun­ho­fer IML durch­ge­führt wird sowie „metro­po­le E“, das pra­xis­ori­en­tiert den groß­flä­chi­gen Ein­satz von Elek­tro­fahr­zeu­gen in der Metro­pol­re­gi­on Ruhr erprobt. Bei­des sind soge­nann­te „Leucht­turm­pro­jek­te“ des Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums und wer­den von dort geför­dert.

Wei­ter­hin ist Dort­mund Teil des „Green­Ci­ties“-Netz­werk, einer Initia­ti­ve des Net­work of Auto­mo­ti­ve Excel­lence (NoAE), die sich mit Mobi­li­täts­kon­zep­ten für den urba­nen Raum befasst. cross­re­la­ti­ons unter­stützt NoAE kom­mu­ni­ka­tiv und hat­te u.a. die Medi­en­ar­beit, einen Mar­ke­ting-Work­shop und die Erstel­lung von Vide­os für den Inter­na­tio­na­len Pro­jekt­tag im April über­nom­men.

Leuchtpol – Energie und Umwelt neu erleben!

crossrelations unterstützt Nachhaltigkeitsprojekt im Kita-Bereich


Von agenturadmin
NRW Wissenschaftsministerin Svenja Schulze besuchte den Leuchtpol-Stand im ThyssenKrupp Ideenpark 2012 (Foto: Leuchtpol/  bildwerkeins - Paul Walther)

NRW Wis­sen­schafts­mi­nis­te­rin Sven­ja Schul­ze besuch­te den Leucht­pol-Stand im Thys­sen­Krupp Ide­en­park 2012 (Foto: Leuchtpol/​ bild­werk­eins - Paul Walt­her)

Mit den Klei­nen Gro­ßes den­ken“ – so lau­tet das Mot­to von Leucht­pol. Als bun­des­weit größ­tes Bil­dungs­pro­jekt für Nach­hal­tig­keit hat Leucht­pol in den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren gezeigt, wie nach­hal­ti­ges Den­ken und Han­deln bereits bei den Jüngs­ten ver­an­kert wer­den kann. In rund 4.000 Kitas – das ent­spricht 10 Pro­zent aller deut­schen Kin­der­ta­ge­stät­ten – wur­den Erzie­he­rin­nen und Erzie­her fort­ge­bil­det und Mate­ri­al­kis­ten für die Arbeit bereit­ge­stellt. Geför­dert wird Leucht­pol von der E.ON AG. Allei­ni­ge Gesell­schaf­te­rin ist die Arbeits­ge­mein­schaft Natur- und Umwelt­bil­dung Bun­des­ver­band e. V. (ANU). Für das päd­ago­gi­sche Kon­zept ist Leucht­pol ver­ant­wort­lich. Jetzt gibt die Leucht­pol gGmbH ihren ers­ten Nach­hal­tig­keits­be­richt her­aus. Die Pro­jekt­ge­sell­schaft will damit zei­gen, dass Nach­hal­tig­keit, spe­zi­ell Ener­gie und Umwelt, nicht nur ein Kern­the­ma des Pro­jekts ist, son­dern auch zu den Grund­sät­zen des eige­nen Han­delns zählt. Die Redak­ti­on für den Bericht hat cross­re­la­ti­ons über­nom­men.

Dar­über hin­aus zeich­net die Agen­tur für einen The­men­bei­le­ger für die „ew – das Maga­zin der Ener­gie­wirt­schaft“ ver­ant­wort­lich. Da die E.ON-Förderung zum Ende des Jah­res plan­mä­ßig aus­läuft, sol­len damit poten­zi­el­le Spon­so­ren ange­spro­chen wer­den. Auch im Bereich Public Affairs wur­de cross­re­la­ti­ons zuletzt aktiv: Wis­sen­schafts­mi­nis­te­rin Sven­ja Schul­ze kam am Akti­ons­stand auf dem­Thys­sen­Krupp Ide­en­park mit Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter von Leucht­pol und der E.ON AG zusam­men und ließ sich über das Pro­jekt berich­ten.

Wei­te­re Infos zu Leucht­pol und den Mög­lich­kei­ten der För­de­rung unter www.leuchtpol.de oder zukunft@leuchtpol.de

Friends of Paragraph 47


Von Andreas Severin
Foto: Paul Bica/Flickr

Foto: Paul Bica/​Flickr

Über den Umwelt­gip­fel Rio+20 kann man wirk­lich nicht viel Gutes sagen. Zwan­zig Jah­re nach dem wirk­lich weg­wei­sen­den Auf­takt der UNCED-Kon­fe­renz zu Nach­hal­tig­keit und Ent­wick­lung haben sich die Regie­ren­den außer­stan­de gezeigt, ihre Absich­ten in ver­bind­li­che Zie­le und kon­kre­te Taten zu über­füh­ren. Viel­leicht waren die Erwar­tun­gen an die­se Kon­fe­renz durch das run­de Jubi­lä­um zu hoch gesteckt. Die Ent­täu­schung über die mage­ren Absichts­be­kun­dun­gen in der Erklä­rung „Die Zukunft, die wir wol­len“  ist bei allen, die hoffungs­voll nach Rio geblickt haben zum Grei­fen nahe. Wäre nur ein Bruch­teil der poli­ti­schen Ener­gie, die auf Ban­ken­ret­tung und Finanz­kri­se zum Ein­satz kommt, nach Rio geflos­sen, es hät­te ein Gip­fel neu­er Zuver­sicht wer­den kön­nen.

Wie schön, dass es nun immer noch Betei­lig­ten gelingt, die hei­ßen Fall­win­de des Gip­fel­sturms als Rücken­wind für die eige­ne Sache zu deu­ten. Bei der Glo­bal Repor­ting Initia­ti­ve (GRI) freut man sich wie Bol­le, dass in Para­graf 47 die welt­wei­te Bedeu­tung von Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung unter­stri­chen und Regie­run­gen, UN und alle Sta­ke­hol­der auf­ge­for­dert wur­den, deren Kun­de – mög­lichst auf Grund­la­ge bestehen­der Richt­li­ni­en – bis in den hin­ters­ten Win­kel des geplag­ten Erd­balls zu tra­gen. Um der Freu­de orga­ni­sa­to­ri­schen Nach­druck zu ver­lei­hen, hat sich spon­tan aus dem Kreis der Teil­neh­mer aus Bra­si­li­en, Däne­mark, Frank­reich und Süd­afri­ka eine „Grup­pe der Freun­de von Para­graf 47“ for­miert.

Was nach Blues Bro­thers meet Juris­ten­tag klingt, ist durch­aus ernst gemeint.  Ziel der Grup­pe ist es, Best Prac­ti­se im Sustai­na­bi­li­ty Repor­ting vor­an­zu­brin­gen, eine poli­ti­sche Road­map zu ent­wi­ckeln und Ent­wick­lungs­län­der mit den nöti­gen Repor­tin­gres­sour­cen zu ver­se­hen. Ange­sichts der ursprüng­li­chen Sta­ke­hol­der-Zie­le auf dem Weg nach Rio ist das eher beschei­den. Aber wie heißt es in der Poli­tik: Wenn du nicht mehr wei­ter weißt, grün­de einen Arbeits­kreis. Am Tag nach der Ent­de­ckung des Got­tes­teil­chens fällt mir dazu nur ein: Die letz­te Ant­wort auf alle Fra­gen ist 42 – nicht 47!

Globalisierung der Werte

Außenminister Westerwelle auf dem Global Media Forum der Deutschen Welle


Von agenturadmin
Bundesaußenminister Guido Westerwelle beim Global Media Forum

Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Gui­do Wes­ter­wel­le war einer der Red­ner beim Glo­bal Media Forum der Deut­schen Wel­le in Bonn (Foto: Deut­sche Welle/​K. Danetz­ki)

Wenn die deut­sche Wel­le gemein­sam mit der UNESCO zum Glo­bal Media Forum ein­lädt, wird es zwangs­läu­fig inter­na­tio­nal: Rund 1.800 Dele­gier­te aus mehr als 100 Län­dern waren der Ein­la­dung des Sen­ders gefolgt. Vom 25. bis 27. Juni dis­ku­tier­ten sie im World Con­gress Cen­ter, dem ehe­ma­li­gen Bun­des­haus in Bonn, zum The­ma „Cul­tu­re, Edu­ca­ti­on, Media – sha­ping as sustainab­le world“. In mehr als 50 Work­shops spra­chen Kul­tur- und Medi­en­schaf­fen­de aber auch Bil­dungs­ex­per­ten über The­men wie Spra­chen­viel­falt, Diver­si­ty, das Recht auf Bil­dung und poli­ti­sche Kul­tur sowohl in den Indus­trie­na­tio­nen wie auch in den Ent­wick­lungs- und Schwel­len­län­dern.

Zugang zu guter Bil­dung ist die zen­tra­le Her­aus­for­de­rung in der Glo­ba­li­sie­rung“, stell­te Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Gui­do Wes­ter­wel­le, Key Note Speaker des zwei­ten Kon­gress­ta­ges, klar. Sei­ne The­se: Glo­ba­li­sie­rung und die nach­hal­ti­ge Gestal­tung der Welt wer­den sich am Wett­be­werb der Bil­dungs­sys­te­me ent­schei­den. Denn, so Wes­ter­wel­le: „Der eigent­li­che Roh­stoff der Welt ist nicht mehr unter unse­ren Füßen, er ist zwi­schen unse­ren Ohren. Es ist Krea­ti­vi­tät, es ist Wis­sen – und sie sind das Ergeb­nis von Bil­dung und Aus­bil­dung.“ Und da sieht Wes­ter­wel­le die „jun­gen Gesell­schaf­ten“ spe­zi­ell in Schwel­len- und Ent­wick­lungs­län­dern im Vor­teil, da sie über eine Viel­zahl an krea­ti­vem Poten­zi­al ver­füg­ten (Anm.: Wer poli­tisch kor­rekt sein will spricht übri­gens nicht mehr von Ent­wick­lungs- oder sogar „Drit­te-Welt-Län­dern“, son­dern von „Majo­ri­ty coun­tries“ wie ein Teil­neh­mer aus Ban­gla­desch her­vor­hob). Aller­dings stün­den die­se auch vor gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen beim Zugang zu Bil­dung. „Es gilt, allen Talen­ten eine Chan­ce zu geben“, so der Außen­mi­nis­ter.

Mit Blick auf die Medi­en - auch die neu­en Medi­en - führ­te Wes­ter­wel­le aus: „Wir erle­ben dadurch eine Glo­ba­li­sie­rung nicht nur der Lebens­sti­le, son­dern auch der Wer­te.“ Gemeint waren damit die fried­li­che Revo­lu­ti­on und Demo­kra­ti­sie­rungs­ent­wick­lun­gen spe­zi­ell in der ara­bi­schen Welt. Dass sich die Welt ver­än­dert habe, müs­se sich aber auch in den inter­na­tio­na­len Gre­mi­en wie zum Bei­spiel dem UN Sicher­heits­rat nie­der­schla­gen, die sich auch für die­se Län­der öff­nen müss­ten. „Die inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen müs­sen die Welt von heu­te und mor­gen wider­spie­geln.“

Abschlie­ßend wünsch­te Wes­ter­wel­le allen Teil­neh­men­den „eine gute Zeit hier in Ber­lin“. Für die einen war das wohl ein freud’scher Ver­spre­cher, für die ande­ren wohl­mög­lich ein Zei­chen zuneh­men­der „Glo­ba­li­sie­rung“, war man doch schließ­lich in Bonn.

Mittelstand: Aufbruch beim Nachhaltigkeitstag


Von Andreas Severin

Folgt man der media­len Prä­senz schei­nen Groß­un­ter­neh­men das The­ma Nach­hal­tig­keit für sich gepach­tet zu haben. Hört man sich dann unter den Nach­hal­tig­keits-Ver­ant­wort­li­chen die­ser Unter­neh­men um, haben  die­se aller­dings ihre Vor­bil­der – im Mit­tel­stand.

Mit­tel­ständ­ler mögen es zwar gar nicht, wenn man sich von außen regu­lie­rend in ihr Geschäft ein­mischt. Anders­her­um haben sie häu­fig eine aus­ge­präg­te Tra­di­ti­on in sozia­ler Ver­ant­wor­tung und Nach­hal­tig­keit und wis­sen ihre Zie­le in den betrieb­li­chen All­tag zu über­füh­ren. Weni­ger erfolg­reich sind sie hin­ge­gen dar­in, ihre Erfol­ge medi­al zu ver­mit­teln oder gar mit ihrer Pro­dukt- und Mar­ken­kom­mu­ni­ka­ti­on zu ver­bin­den.

Unser Part­ner  con­cept m, Spe­zia­list für psy­cho­lo­gi­sche Markt­for­schung, hat nun mit dem „Nach­hal­tig­keits­tag“ ein inno­va­ti­ves Instru­ment ent­wi­ckelt, um Mit­tel­ständ­ler dar­in zu unter­stüt­zen, ihre Nach­hal­tig­keits­qua­li­tä­ten in trag­fä­hi­ge und mar­ken­prä­gen­de Kom­mu­ni­ka­ti­ons­lö­sun­gen zu ver­mit­teln.

 

Einsatz für Aktion Deutschland Hilft


Von Andreas Severin

© World Visi­on

Erd­be­ben in Hai­ti und Japan. Flut­ka­ta­stro­phen in Paki­stan und Sri Lan­ka. Hun­gers­nö­te auf dem afri­ka­ni­schen Kon­ti­nent. Immer wenn gro­ße Kata­stro­phen       und   mensch­li­ches Leid uns sprach­los zu machen dro­hen, schlägt die Stun­de der Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen. Beson­de­re Bedeu­tung kommt dabei dem Bünd­nis „Akti­on Deutsch­land Hilft“ zu.

Als Kon­fes­sio­nen, Reli­gio­nen und Kul­tu­ren über­grei­fen­der Zusam­men­schluss füh­ren­der Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen - dar­un­ter Arbei­ter-Sama­ri­ter-Bund, action mede­or, awo inter­na­tio­nal und Care Deutsch­land – kann das seit zehn Jah­ren bestehen­de Bünd­nis schnell und effek­tiv auf Not­la­gen reagie­ren. Mit ver­ein­ten Kräf­ten begeg­net man der zuneh­men­den Zahl welt­wei­ter Kri­sen, um das Leid von Flücht­lin­gen, Ver­trie­be­nen und Über­le­ben­den gro­ßer und grenz­über­schrei­ten­der Kata­stro­phen zu mil­dern. So wie die Hilfs­ein­sät­ze vor Ort koor­di­niert Akti­on Deutsch­land Hilft auch die Öffent­lich­keits­ar­beit und Spen­den­auf­ru­fe.

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Wenn schlechte Nachrichten das Vertrauen stärken


Von Andreas Severin

Bad News – sie sind das Salz in der Ver­trau­ens­sup­pe des Nach­hal­tig­keits­be­richts, wie ein Kun­de einst ver­merk­te.  Bericht­erstat­tung über Rück­schlä­ge – das Ver­feh­len von Zie­len, gar Ver­schlech­te­run­gen bei wesent­li­chen Kenn­zah­len – ist den Unter­neh­men zwei­fel­los unan­ge­nehm, ver­mag aber bei den Lesern der Berich­te ganz erheb­lich zum Ver­trau­en bei­tra­gen. Allein, es fehlt in vie­len Unter­neh­men am Mut zu sol­chen Dar­stel­lun­gen. Mag die Fach­ab­tei­lung noch bereit sein, selbst­kri­tisch zu infor­mie­ren, wer­den sol­che Aus­sa­gen in der wei­te­ren Frei­ga­be­ket­te (Kom­mu­ni­ka­ti­on – Rechts­ab­tei­lung – Vor­stand) dann doch ger­ne wie­der kas­siert oder ver­wäs­sert.

Nun kriegt die­se Bera­tungs­er­kennt­nis Rücken­wind aus dem fer­nen Aus­tra­li­en. Dort hat­te das Aus­tra­li­an Cent­re for Cor­po­ra­te Soci­al Respon­si­bi­li­ty (ACCSR) in einer Meta­stu­die eige­ne For­schun­gen zur Wahr­neh­mung von Nach­hal­tig­keits­be­rich­ten durch Sta­ke­hol­der aus­ge­wer­tet und Ende März auf der aus­tra­li­schen GRI-Kon­fe­renz vor­ge­stellt.

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Ernst & Young stellt die 6 wichtigsten Trends in der Nachhaltigkeitsberichterstattung vor.

Wir gleichen sie mit unseren Beobachtungen ab - Teil 2 der Blogserie


Von Andreas Severin

Die Unter­neh­mens­be­ra­tung Ernst & Young hat in den USA eine Stu­die zu den wich­tigs­ten Trends der Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung von Unter­neh­men vor­ge­stellt. Zusam­men mit dem US-ame­ri­ka­ni­schen Infor­ma­ti­ons­dienst Green­Biz hat sie 270 Füh­rungs­kräf­te von über­wie­gend nord­ame­ri­ka­ni­schen Unter­neh­men nach Ihren Beob­ach­tun­gen und Ein­schät­zun­gen gefragt.

Im Ergeb­nis zei­gen sich ein paar auch für die Ent­wick­lung in Deutsch­land zu beach­ten­de Trends. Im Fol­gen­den unter­zieht cross­re­la­ti­ons-Geschäfts­füh­rer Andre­as Seve­rin in einer drei­tei­li­gen Serie die Ergeb­nis­se einem Abgleich mit der Bera­tungs­per­spek­ti­ve.

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Non-Reporter: Nicht müssen, nicht wollen, nicht brauchen

Wer sind sie, warum verweigern sie sich


Von Andreas Severin

In den USA eilt ihre Ver­brei­tung in gro­ßen Schrit­ten vor­an. Im Ver­ant­wor­tungs­ge­rüst der euro­päi­schen Indus­trie­land­schaft neh­men Nach­hal­tig­keits- und CSR-Berich­te seit Jah­ren einen fes­ten Platz ein. Selbst in den Boom­re­gio­nen Bra­si­li­en und Indi­en wett­ei­fern Unter­neh­men heu­te um Aner­ken­nung im Cor­po­ra­te Respon­si­bi­li­ty Repor­ting. Kein Unter­neh­men scheint sich den Erwar­tun­gen auf den welt­wei­ten Kapi­tal-, Absatz- und Beschaf­fungs­märk­ten an die nach­voll­zieh­ba­re und glaub­wür­di­ge Doku­men­ta­ti­on sei­ner Ver­ant­wor­tungs­pra­xis ent­zie­hen zu kön­nen. Kein Unter­neh­men? Falsch! Und die Rede ist nicht von hals­star­ri­gen gal­li­schen Moder­ni­sie­rungs­ver­wei­ge­rern hin­ter dem Schutz­wall der Zivi­li­sa­ti­on. Es sind durch­aus erfolg­rei­che, respek­ta­ble Unter­neh­men, mit­un­ter sogar bör­sen­no­tiert, die dem Zug der Bericht­erstat­ter nicht fol­gen wol­len. Allein jedes vier­te der 150 größ­ten deut­schen Unter­neh­men gibt kei­ne geson­der­ten Infor­ma­tio­nen zu Nach­hal­tig­keits­the­men her­aus, stell­te das IÖW bei der Vor­stel­lung des jüngs­ten Ran­kings Ende Febru­ar klar. Ins­be­son­de­re in den Bran­chen Ver­si­che­run­gen, Logis­tik und Han­del schei­nen sozia­le und öko­lo­gi­sche The­men kei­ne Rol­le zu spie­len. Wenig Bewe­gung im Land der flei­ßi­gen Mus­ter­re­por­ter. Wei­ter­le­sen →

Vertrauen gibt’s nur beim Händler

Lebhafte Diskussion zur Elektromobilität beim 5. NoAE-Projekttag


Von Karsten Pohl

Mit gro­ßer Auf­merk­sam­keit und regem Inter­es­se wur­de am 18. April die Podi­ums­dis­kus­si­on im Rah­men des 5. NoAE-Pro­jekt­tags zur Mobi­li­tät der Zukunft in Düs­sel­dorf ver­folgt. cross­re­la­ti­ons hat­te als Medi­en­part­ner des Net­work of Auto­mo­ti­ve Excel­lence (NoAE) zu der Ver­an­stal­tung gela­den und mit der durch­aus auch pro­vo­kant gestell­ten Fra­ge „Elek­tro­mo­bi­li­tät: Will die Indus­trie nicht lie­fern oder der Kun­de nicht kau­fen?“ den Nerv des media­len Dau­er­the­mas „Wie fah­ren wir denn mor­gen?“ voll getrof­fen.

Den Auf­takt der gut ein­stün­di­gen Dis­kus­si­on, die cross­re­la­ti­ons-Geschäfts­füh­rer Andre­as Seve­rin mode­rier­te, besorg­te ein psy­cho­lo­gi­scher Markt­for­scher. Dirk Ziems von con­cept m war­te­te gleich mit einer Rei­he inter­es­san­ter Erkennt­nis­se zum Auto­kun­den­ver­hal­ten auf. Der Psy­cho­lo­ge ver­wies unter ande­rem auf zahl­rei­che Bei­spie­le aus ande­ren Berei­chen, wie die all­ge­gen­wär­ti­gen Smart­pho­nes, bei denen sich durch das Ver­ste­hen des Vor­teils neu­er Pro­duk­te das Ver­hal­ten der Kon­su­men­ten geän­dert habe. Anders dage­gen beim Auto. „Der Kun­de ist nicht wirk­lich bereit als Öko­pio­nier vor­weg­zu­ge­hen“, sag­te Ziems. Das sol­le doch bit­te­schön die Indus­trie machen. Denn: Auto ist Auto. „Der Kun­de war­tet lie­ber auf neue Pro­duk­te der Her­stel­ler“, so der Markt­for­scher. Nicht eben kun­den­freund­lich sind für Ziems auch man­che soge­nann­te Inno­va­tio­nen: „Vie­le neue ‚tech­ni­sche Hel­fer’ ent­mün­di­gen den Mensch am Lenk­rad auch ein Stück weit.“

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