Alle Artikel zum Schlagwort: Nachhaltigkeit

Verbraucher müssen wieder Vertrauen gewinnen

Die CleanSmoke Coalition lud Hersteller und Händler der Lebensmittelbranche zu ihrem ersten Kongress nach Frankfurt.


Von Karsten Pohl
©crossrelations brandworks

Andreas Seve­rin beim Cle­anS­moke Coali­tion Con­gress in Frank­furt am Main

Ein umwelt­scho­nen­des Räu­cher­ver­fah­ren soll in Europa bekannt gemacht wer­den. Obwohl es schon seit 60 Jah­ren exis­tiert, ken­nen es immer noch nur wenige. Das muss sich ändern.

Die Ver­brau­cher – also wir alle – gal­ten für die Indus­trie lange Zeit als rela­tive Kon­stante. Anspruchs­voll zwar, aber zuver­läs­sig und aus­re­chen­bar. Kein Wun­der, müs­sen wir doch alle kau­fen. Zumin­dest, wenn es ums Essen und Trin­ken geht. Doch mitt­ler­weile, das bele­gen Stu­dien, ste­hen die Kon­su­men­ten dem Ange­bot vie­ler Lebens­mit­tel zuneh­mend skep­tisch gegen­über. Zu oft ist ihr Ver­trauen in den letz­ten Jah­ren miss­braucht wor­den: Gam­mel­fleisch, EHEC, Sal­mo­nel­len, Lis­te­rien… die Liste der Lebens­mit­tel­skan­dale ließe sich belie­big fort­set­zen. Doch auch wenn die Bran­che mit Trans­pa­renz und Dialog-​​Offensiven dage­gen hält – die Ver­brau­cher wol­len lie­ber klare Bot­schaf­ten oder Sie­gel. Zudem spielt die Mei­nung Drit­ter eine immer wich­ti­gere Rolle, weil die von Indus­trie und Han­del ange­bo­te­nen Infor­ma­tio­nen vom Kun­den nur schwer auf ihren Wahr­heits­ge­halt zu prü­fen sind.

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Layman’s Report: Garantiert frei von Fachchinesisch

Für unseren Kunden Red Arrow haben wir das „CleanSmoke“-Verfahren in einem Laienbericht leicht verständlich aufbereitet. Der Bericht ist Vorgabe der EU, wenn Fördermittel zur Verfügung gestellt werden.


Von Andreas Severin

Wir alle ken­nen das: Wenn Exper­ten über ihr Fach spre­chen oder schrei­ben, stei­gen Laien schnell aus. Ist es eigent­lich ein Kul­tur­ge­setz, dass man tech­ni­sche Zusam­men­hänge oder Inno­va­tio­nen kaum noch beschrei­ben kann, ohne in unver­ständ­li­ches Fach­kau­der­welsch oder Techno-​​Sprech zu ver­fal­len? Paul Valéry wusste schon im 19. Jahr­hun­dert: „Was ein­fach ist, ist falsch, was kom­plex ist, ist nicht brauch­bar.“ Aber muss das für immer so blei­ben? Oder soll­ten wir bei allen tech­no­lo­gi­schen Fort­schrit­ten nicht auch in der Lage sein, die ver­mit­telnde Qua­li­tät unse­rer Spra­che wei­ter­zu­ent­wi­ckeln?
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crossrelations fährt jetzt elektrisch


Von Andreas Severin

Action! Heute beginnt für uns eine neue Zeit­rech­nung. Aus den Hän­den von Andreas Alle­brod von Drive Car­sha­ring habe ich die Key­card für den super­schö­nen Opel Ampera ent­ge­gen­ge­nom­men, den ich ab heute für cross­re­la­ti­ons fah­ren werde. Gut, ich hätte mir nach soo vie­len Jah­ren an der Seite von VW nicht träu­men kön­nen, je in einen Opel zu stei­gen. Seit so vie­len Jah­ren  beschäf­ti­gen wir uns mit Autos und Nach­hal­tig­keit made in Ger­many. Und dann sitze ich aus­ge­rech­net  in einem ame­ri­ka­ni­schen Elektro-​​Serienauto. Aber die­ses Auto ist ein Knal­ler. Ein Cock­pit wie im Raum­schiff und ein ech­tes Sport­de­sign - ein ech­ter Hin­gu­cker. Und doch ein lupen­rei­nes Elek­tro­mo­bil. Der erste Fahrein­druck war über­ra­schend gut: hohe Fahr­dy­na­mik, anstän­dige Beschleu­ni­gung, gutes Fahr­werk und sehr über­sicht­lich zu fah­ren. Mor­gen geht’s zum ers­ten Mal an die Lade­säule. Mal sehen, wo die nächste ist. Werde in nächs­ter Zeit an die­ser Stelle über meine Fahr­er­leb­nisse berich­ten. Und wenn jemand mal eine Runde dre­hen will - bitte melden!

Mittelstand: Aufbruch beim Nachhaltigkeitstag


Von Andreas Severin

Folgt man der media­len Prä­senz schei­nen Groß­un­ter­neh­men das Thema Nach­hal­tig­keit für sich gepach­tet zu haben. Hört man sich dann unter den Nachhaltigkeits-​​Verantwortlichen die­ser Unter­neh­men um, haben  diese aller­dings ihre Vor­bil­der – im Mittelstand.

Mit­tel­ständ­ler mögen es zwar gar nicht, wenn man sich von außen regu­lie­rend in ihr Geschäft ein­mischt. Anders­herum haben sie häu­fig eine aus­ge­prägte Tra­di­tion in sozia­ler Ver­ant­wor­tung und Nach­hal­tig­keit und wis­sen ihre Ziele in den betrieb­li­chen All­tag zu über­füh­ren. Weni­ger erfolg­reich sind sie hin­ge­gen darin, ihre Erfolge medial zu ver­mit­teln oder gar mit ihrer Produkt-​​ und Mar­ken­kom­mu­ni­ka­tion zu verbinden.

Unser Part­ner  con­cept m, Spe­zia­list für psy­cho­lo­gi­sche Markt­for­schung, hat nun mit dem „Nach­hal­tig­keits­tag“ ein inno­va­ti­ves Instru­ment ent­wi­ckelt, um Mit­tel­ständ­ler darin zu unter­stüt­zen, ihre Nach­hal­tig­keits­qua­li­tä­ten in trag­fä­hige und mar­ken­prä­gende Kom­mu­ni­ka­ti­ons­lö­sun­gen zu vermitteln.

 

Ernst & Young stellt die sechs wichtigsten Trends in der Nachhaltigkeitsberichterstattung vor

Wir gleichen sie mit unseren Beobachtungen ab - Teil 1 der Blogserie


Von Andreas Severin

Die Unter­neh­mens­be­ra­tung Ernst & Young hat in den USA eine Stu­die zu den wich­tigs­ten Trends der Nach­hal­tig­keits­be­richt­er­stat­tung von Unter­neh­men vor­ge­stellt. Zusam­men mit dem US-​​amerikanischen Infor­ma­ti­ons­dienst Green­Biz hat sie 270 Füh­rungs­kräfte von über­wie­gend nord­ame­ri­ka­ni­schen Unter­neh­men nach ihren Beob­ach­tun­gen und Ein­schät­zun­gen gefragt.

Im Ergeb­nis zei­gen sich ein paar auch für die Ent­wick­lung in Deutsch­land zu beach­tende Trends. Im Fol­gen­den unter­zieht crossrelations-​​Geschäftsführer Andreas Seve­rin in einer drei­tei­li­gen Serie die Ergeb­nisse einem Abgleich mit der Bera­tungs­per­spek­tive. Wei­ter­le­sen →

Forsa: Deutsche kapieren Nachhaltigkeit nicht


Von Andreas Severin

So so, die bil­dungs­wü­ti­gen Deut­schen kön­nen mit dem Begriff Nach­hal­tig­keit nichts anfan­gen. Sie ken­nen sich mit der Abseits­re­gel aus (die eine Hälfte wenigs­tens), sie ken­nen Mary Janes (die andere Hälfte jeden­falls) und alle ken­nen den Auk­ti­ons­pro­zess bei eBay. Und jetzt dies: 36 Pro­zent kön­nen spon­tan nicht sagen, was sie mit „Nach­hal­tig­keit“ ver­bin­den. Ist das einen Auf­re­ger wert?

Nicht wirk­lich, meine ich. Das Kon­zept von der nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung ist bis heute im Wesent­li­chen Fach­krei­sen und über­durch­schnitt­lich infor­mier­ten Bil­dungs­eli­ten ver­traut. Als Leit­mo­tiv welt­wei­ter poli­ti­scher Pro­gramme dürfte den­noch nur ein klei­ner Aus­schnitt betei­lig­ter Poli­tik­ver­tre­ter in der Lage sein, die­sen Begriff zu erklä­ren. Auch das ist nicht wei­ter schlimm. Den Begriff Ehegatten-​​Splitting ver­ste­hen schließ­lich auch nur die­je­ni­gen die ihn ver­wal­ten oder unmit­tel­bar von ihm betrof­fen sind. Apro­pos, liebe Forsa: Es könnte noch mal rich­tig inter­es­sant wer­den, in Unter­neh­men (die Nach­hal­tig­keits­be­richte ver­öf­fent­li­chen) und unter Poli­ti­kern (die Umwelt­res­sorts ver­ant­wor­ten) nach die­sem Begriff zu fragen.

Nach­hal­tig­keit ist ein kom­ple­xes Kon­strukt und auch die damit befass­ten Exper­ten haben zuwei­len Mühe, des­sen neu­es­ten Ver­wen­dun­gen zu fol­gen. Warum muss ein anstän­di­ger Citoyen mit die­sem Kom­plex ver­traut sein? Reicht es nicht, wenn die Men­schen ein gutes Bil­dungs­sys­tem wün­schen (99 Pro­zent), den Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien gut fin­den (94 Pro­zent) und das Gemüse bevor­zugt aus der Region bezie­hen (79 Pro­zent)? Ist doch egal, wie Natur­wis­sen­schaft­ler und Poli­ti­ker das nen­nen. Ent­schei­dend ist, in der Kom­mu­ni­ka­tion The­men und Wege zu fin­den, die die­sen Begriff in den All­tag der Adres­sa­ten übersetzen.

Forsa-​​Umfrage zum Thema Nachhaltigkeit

E-​​Mobility: Zwischen Prognosen und Kaffeesatz

Internationaler Kongress in Brüssel brachte Forschung, Industrie und Politik zusammen


Von agenturadmin

Knapp 300 Dele­gierte aus 31 Län­dern befass­ten sich vom 26. bis 28. Okto­ber  auf dem Euro­pean Elec­tric Vehi­cle Con­gress (EEVC) in Brüs­sel mit den Her­aus­for­de­run­gen und Chan­cen der Elek­tro­mo­bi­li­tät. Im Zen­trum stan­den Fra­gen der Stan­dar­di­sie­rung, Spei­che­rung und Antriebs­sys­teme ebenso wie sol­che der öffent­li­chen För­de­rung, poli­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen sowie des wei­te­ren Forschungsbedarfs.

Der Kon­gress bie­tet Poli­tik, Wis­sen­schaft und Wirt­schaft eine Platt­form zur Bestands­auf­nahme, aber auch dafür, Bedürf­nisse der ein­zel­nen Akteure zu erken­nen“, beschrieb Frédé­ric Ver­gels vom Ver­an­stal­ter electri-city.mobi das Ziel des Kon­gress. „Die Tech­nik ist da, wir müs­sen sie nur auf den Markt bringen“.

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Nachhaltige Lebensmittelverpackungen: Round Table in Wien


Von Nicole Grohs

Wie sehen aktu­elle Lösungs­an­sätze in Sachen nach­hal­tige Lebens­mit­tel­ver­pa­ckun­gen aus – und wel­che Rück­schlüsse las­sen sich dar­aus für Kon­su­men­ten zie­hen? Diese Frage dis­ku­tie­ren Exper­ten aus der Ver­pa­ckungs­bran­che am 21. Juni 2011 beim 7. Round Table des Cofresco Forums in Wien. „Sus­tainable Food Packa­ging: Inno­va­tions and Trends“ lau­tet das Thema der dies­jäh­ri­gen Ver­an­stal­tung. Auch die Pra­xis kommt dabei nicht zu kurz: Eine gemein­same Tour durch das Labor des Öster­rei­chi­schen For­schungs­in­sti­tuts für Che­mie und Tech­nik (ofi) bie­tet Ein­bli­cke in den Forschungsalltag.

cross­re­la­ti­ons orga­ni­siert die Ver­an­stal­tung – vom Abste­cken des The­mas und der Inhalte über die Aus­wahl von Ver­an­stal­tungs­ort, Part­ner und Red­ner bis hin zur Durch­füh­rung vor Ort. Und das nicht zum ers­ten Mal: Die Agen­tur arbei­tet seit 2001 für das Cofresco Forum und betreut seit­her die Veranstaltungen.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zum 7. Round Table fin­den Sie auf der Web­site des Cofresco Forums.

Serie: Corporate Responsibility Reporting


Von Andreas Severin

Die Ent­schei­dung, einen Report zum Thema Nach­hal­tig­keit zu ver­öf­fent­li­chen, will gut durch­dacht und umsich­tig geplant wer­den. Denn wer heute mit Bericht­er­stat­tung beginnt, sieht sich einer hoch ent­wi­ckel­ten Pra­xis gegen­über. Dabei sein bedeu­tet hier nicht alles. Immer­hin berich­ten heute gut vier Fünf­tel der 150 größ­ten deut­schen Unter­neh­men regel­mä­ßig über Umwelt­schutz und soziale Ver­ant­wor­tung. Die wich­tigs­ten Aspekte des Nach­hal­tig­keits­re­porting  stel­len wir hier ab Mon­tag in einer Serie vor.

Nachhaltigkeit ist auch Verhandlungssache


Von Andreas Severin

Nach­hal­tige Ent­wick­lung gilt als eine der gro­ßen poli­ti­schen, öko­no­mi­schen, öko­lo­gi­sche und sozia­len Her­aus­for­de­run­gen für das 21. Jahr­hun­dert. Das glo­bale Ziel, in der Welt­ge­mein­schaft zu einem neuen Ver­hält­nis in der Nut­zung begrenz­ter Res­sour­cen zu gelan­gen, soziale Teil­habe und Beach­tung der Men­schen­rechte durch­zu­set­zen, all das stellt heute nie­mand mehr in Frage. Allein die daran anschlie­ßen­den Ana­ly­sen und Kon­zepte sind heute Gegen­stand viel­ge­stal­ti­ger Kontroversen.

Wel­che Regeln bzw. Hand­lungs­leit­li­nien kön­nen auf­ge­stellt wer­den? Wie soll mit Ziel­kon­flik­ten umge­gan­gen wer­den? Rei­chen Anreize oder soll Fehl­ver­hal­ten sank­tio­niert wer­den? Für Regie­run­gen rund um den Glo­bus eine echte Her­aus­for­de­rung. Erklär­bar sind die ent­stan­de­nen Kon­tro­ver­sen durch­aus, han­delt es sich bei der Idee nach­hal­ti­ger Ent­wick­lung um ein in wei­ten Tei­len nor­ma­ti­ves Leit­bild, das im Wesent­li­chen von Inter­es­sen, Wert­vor­stel­lun­gen und ethi­schen Grund­hal­tun­gen der gesell­schaft­li­chen Akteure zu Ent­wick­lungs­fra­gen bestimmt ist. Anders gesagt: So viel­fäl­tig wie mensch­li­ches Leben und Anschau­un­gen sich dar­bie­ten, so schwie­rig ist es, in der Frage der nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung einem an objek­ti­ven Tat­sa­chen ori­en­tier­ten, all­ge­mein­gül­ti­gen Kurs zu ver­ein­ba­ren. Nach­hal­tig­keit, das ist immer auch Verhandlungssache.

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Corporate Social Responsibility


Von Andreas Severin

Die wesent­li­che poli­ti­sche Grund­lage für die CSR-​​Debatte in Europa ist das Prin­zip der Nach­hal­tig­keit. Es basiert auf dem Brundtland-​​Report der UN-​​Weltkommission für Umwelt und Ent­wick­lung von 1987. Damals wurde für eine lang­fris­tig trag­fä­hige Ent­wick­lung der Welt­be­völ­ke­rung erst­mals das Leit­bild einer „nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung“ defi­niert: Nach­hal­tig ist eine Ent­wick­lung, die den Bedürf­nis­sen der heu­ti­gen Gene­ra­tion ent­spricht, ohne die Mög­lich­kei­ten künf­ti­ger Gene­ra­tio­nen zu gefähr­den, ihre eige­nen Bedürf­nisse zu befrie­di­gen und ihren Lebens­stil zu wählen.

In der Euro­päi­schen Union (EU) wurde das Nach­hal­tig­keits­prin­zip Anfang des 21. Jahr­hun­derts in die poli­ti­sche Stra­te­gie inte­griert. Das Prin­zip ist ein wich­ti­ger Bei­trag, „um die euro­päi­sche Wirt­schaft bis 2010 zum wett­be­werbs­fä­higs­ten und dyna­mischs­ten wis­sens­ba­sier­ten Wirt­schafts­raum der Welt zu machen“, und zählt seit letz­tem Jahr zu den poli­ti­schen Prioritäten.

Wich­tigste Grund­lage für die Ver­brei­tung des The­mas in der euro­päi­schen Öffent­lich­keit ist das 2001 von der EU-​​Kommission ver­öf­fent­lichte Grün­buch „Euro­päi­sche Rah­men­be­din­gun­gen für die soziale Ver­ant­wor­tung der Unter­neh­men“. Auf dem Nachhaltigkeits-​​Gipfel im Jahr 2002 wies die UN aber aus­drück­lich dar­auf hin, dass auch Unter­neh­men einen erheb­li­chen Bei­trag zur nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung leis­ten müs­sen. Um die­sem Anspruch gerecht zu wer­den, ent­wi­ckeln immer mehr Unter­neh­men Leit­li­nien und Stra­te­gien für die Umset­zung von Nachhaltigkeitszielen.

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