Alle Artikel zum Schlagwort: Kommunikation

Erst in Gemeinschaft blüht das Gehirn so richtig auf“

Der Neurowissenschaftler Henning Beck zu den Erfolgsfaktoren präventiver Arbeitssicherheitskommunikation


Von Jörn Becker

Safety Days, Sicherheits-​​Parcours, Pla­kat­kam­pa­gnen oder sogar die Thea­ter­bühne in der Kan­tine – Unter­neh­men bespie­len ein brei­tes Reper­toire an Instru­men­ten, wenn es darum geht, Mit­ar­bei­ter zur Beach­tung von Arbeits­si­cher­heits­re­geln zu gewin­nen. Tat­säch­lich gel­ten an vie­len Arbeits­plät­zen orga­ni­sa­to­ri­sche und tech­no­lo­gi­sche Mit­tel als weit­ge­hend aus­ge­reizt. Im Mit­tel­punkt steht heute weit­hin die Her­aus­for­de­rung, mit prä­ven­ti­ven Ange­bo­ten auf das sicher­heits­be­zo­gene Ver­hal­ten von Mit­ar­bei­tern Ein­fluss zu neh­men. Das erweist sich aller­dings als harte Nuss. Denn beim Arbeits­schutz geht es um die Beach­tung von Regeln und das Ler­nen von Ver­hal­tens­wei­sen und damit um Ziele, die bei den meis­ten Men­schen nicht unbe­dingt auf ein lust­vol­les Feed­back sto­ßen. Wo also muss man anset­zen, um Men­schen zu moti­vie­ren, Neues zu ler­nen, Dinge anders zu sehen und sich schließ­lich anders zu ver­hal­ten? Klar ist immer­hin, dass Kom­mu­ni­ka­tion eine Schlüs­sel­rolle dabei spielt. Wir woll­ten es genauer wis­sen und haben uns von  dem Neu­ro­wis­sen­schaft­ler und Hirn­for­scher Hen­ning Beck ein­mal erklä­ren las­sen, wie unser Gehirn mit Kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­ge­bo­ten zum Thema Arbeits­si­cher­heit eigent­lich umgeht.

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Wir lieben Lebensmittel? Nein, wir fürchten sie!

Warum die Erzeuger von Lebensmitteln mutiger kommunizieren müssen.


Von Andreas Severin

 

© Pixabay

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Ein Plä­do­yer von Andreas Severin

Repor­ter des WDR bekom­men bri­san­tes Film­ma­te­rial zuge­spielt. Dar­auf ist zu sehen, wie Fleisch, das auf dem Boden liegt, auf­ge­nom­men und wie­der auf den Zer­le­ge­tisch gewor­fen wird. Die Jour­na­lis­ten wer­fen den Recher­cheap­pa­rat an und sto­ßen auf einen gro­ßen Geflü­gel­pro­du­zen­ten, der zu den Kun­den des Zer­le­ge­be­triebs gehört. Mit­ar­bei­ter bestä­ti­gen anonym die schmut­zige Pra­xis, ein Lebens­mit­tel­sach­ver­stän­di­ger bekräf­tigt deren Unzu­läs­sig­keit und schließ­lich fin­det sich noch ein Vete­ri­när­amt, das mit­teilt, dass diese Vor­würfe schon seit Mona­ten akten­kun­dig sind. Die Story ist jetzt rund, hält sich noch ein paar Tage in den Top-​​Nachrichten und die Repor­ter eilen zum nächs­ten Scoop. Zurück bleibt – Schaden.

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Menetekel Lebensmittelwarnung

Wie sich der Kommunikationsdruck auf die Produzenten von Lebensmitteln erhöht


Von Andreas Severin
© lebensmittelwarnung.eu

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148 Lebens­mit­tel wur­den 2016 zurück­ge­ru­fen - etwa 50 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Das geht aus Zah­len des Bun­des­amts für Ver­brau­cher­schutz und Lebens­mit­tel­si­cher­heit (BVL) her­vor, die Ende März von der Funke-​​Gruppe ver­öf­fent­licht wurde. Das wäre eine signi­fi­kante, gut 50-​​prozentige Stei­ge­rung gegen­über den knapp 100 in 2015 zurück­ge­ru­fe­nen Lebensmitteln.

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Wir dürfen die Betriebswirte nicht verlieren“

Ein Gespräch mit dem Unternehmensberater und Businessplan-Experten Christoph Nieberding darüber, warum Gründer mit guten Ideen an schlechten Businessplänen scheitern können.


Von Heike Malinowski
©Christoph Nieberding

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Chris­toph Nie­ber­ding hat als Finanz­chef eines Tech-​​Dax-​​Unternehmens viele Jahre Busi­ness­pläne gesich­tet. Er weiß, wel­che gro­ßen Hoff­nun­gen Grün­der in digi­ta­len Zei­ten daran knüp­fen und er kennt den nüch­ter­nen Blick der Investoren.

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Internationale Unternehmung, internationale Kommunikation


Von agenturadmin

Media Rela­ti­ons wan­deln sich. Sie wer­den zuneh­mend inter­na­tio­nal, weil Unter­neh­men zuneh­mend inter­na­tio­nal agie­ren. Sie ste­hen vor der Her­aus­for­de­rung welt­weit zu kom­mu­ni­zie­ren – doch das ist gar nicht so ein­fach. Schnell ent­ste­hen Miss­ver­ständ­nisse, die an dem posi­ti­ven Image eines Unter­neh­mens krat­zen. Hier ist pro­fes­sio­nelle Vor­be­rei­tung und ent­spre­chen­des Hand­ling gefragt.

90 Pro­zent der inter­na­tio­na­len Kom­mu­ni­ka­tion besteht aus deren Orga­ni­sa­tion. Sprach­bar­rie­ren, unter­schied­li­che Reli­gio­nen, Bil­dungs­grade und kul­tu­relle sowie indi­vi­du­elle Wahr­neh­mun­gen kön­nen große Hemm­nisse auf dem inter­na­tio­na­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­par­kett sein. Wei­ter­le­sen →

Warum rufen die mich nie an?“


Von agenturadmin

Hans Ley­en­de­cker von der Süd­deut­schen Zei­tung dis­ku­tierte am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag in der Uni­ver­si­tät Düs­sel­dorf mit crossrelations-​​Chef Andreas Seve­rin über das Thema „Wie viel Öffent­lich­keit braucht/​verträgt ein Unter­neh­men?“ Mit die­ser pro­mi­nent besetz­ten Ver­an­stal­tung machte die Düs­sel­dor­fer Aka­de­mie für Mar­ke­ting­kom­mu­ni­ka­tion (DAMK) den Auf­takt zum berufs­be­glei­ten­den Pra­xis­stu­dium Fach­wirt Public Relations.

Ley­en­de­cker, Deutsch­lands pro­fi­lier­tes­ter inves­ti­ga­ti­ver Jour­na­list, gab span­nende Ein­bli­cke in seine Recher­che­pra­xis und das Ver­hal­ten von Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­to­ren. Der Jour­na­list betonte die Not­wen­dig­keit einer fai­ren Vor­ge­hens­weise unter Beach­tung der jour­na­lis­ti­schen Sorg­falts­pflich­ten. So sei es von grund­le­gen­der Bedeu­tung, dass betrof­fene Unter­neh­men hin­rei­chend Gele­gen­heit zur Prü­fung und Beant­wor­tung einer Anfrage erhal­ten. Bei Unter­neh­men, die rund um die Uhr erreich­bar seien, könne man sehr kurze Fris­ten von nur weni­gen Stun­den set­zen. Seine Redak­tion gebe in der Regel gut andert­halb Tage für eine Rück­mel­dung auf einen Vorhalt.

Andreas Seve­rin wies auf die beson­dere Rolle des Fak­tors Zeit hin, der den Unter­neh­men in der Bear­bei­tung kri­ti­scher The­men zu schaf­fen mache. Ein­mal kon­fron­tiert mit einem kri­ti­schen Vor­halt, sei es auch für Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­ant­wort­li­che in Unter­neh­men oft schwie­rig, intern hin­rei­chend zur Auf­klä­rung von Sach­ver­hal­ten zu gelan­gen oder auch nur Stel­lung­nah­men zu orga­ni­sie­ren. Dabei sei den Kom­mu­ni­ka­to­ren völ­lig klar, wie schwer es sei, einen fal­schen Vor­halt, wenn er erst von einem Leit­me­dium in Umlauf gebracht wurde, wie­der aus der Welt zu schaf­fen. Wei­ter­le­sen →

Nachhaltigkeit ist auch Verhandlungssache


Von Andreas Severin

Nach­hal­tige Ent­wick­lung gilt als eine der gro­ßen poli­ti­schen, öko­no­mi­schen, öko­lo­gi­sche und sozia­len Her­aus­for­de­run­gen für das 21. Jahr­hun­dert. Das glo­bale Ziel, in der Welt­ge­mein­schaft zu einem neuen Ver­hält­nis in der Nut­zung begrenz­ter Res­sour­cen zu gelan­gen, soziale Teil­habe und Beach­tung der Men­schen­rechte durch­zu­set­zen, all das stellt heute nie­mand mehr in Frage. Allein die daran anschlie­ßen­den Ana­ly­sen und Kon­zepte sind heute Gegen­stand viel­ge­stal­ti­ger Kontroversen.

Wel­che Regeln bzw. Hand­lungs­leit­li­nien kön­nen auf­ge­stellt wer­den? Wie soll mit Ziel­kon­flik­ten umge­gan­gen wer­den? Rei­chen Anreize oder soll Fehl­ver­hal­ten sank­tio­niert wer­den? Für Regie­run­gen rund um den Glo­bus eine echte Her­aus­for­de­rung. Erklär­bar sind die ent­stan­de­nen Kon­tro­ver­sen durch­aus, han­delt es sich bei der Idee nach­hal­ti­ger Ent­wick­lung um ein in wei­ten Tei­len nor­ma­ti­ves Leit­bild, das im Wesent­li­chen von Inter­es­sen, Wert­vor­stel­lun­gen und ethi­schen Grund­hal­tun­gen der gesell­schaft­li­chen Akteure zu Ent­wick­lungs­fra­gen bestimmt ist. Anders gesagt: So viel­fäl­tig wie mensch­li­ches Leben und Anschau­un­gen sich dar­bie­ten, so schwie­rig ist es, in der Frage der nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung einem an objek­ti­ven Tat­sa­chen ori­en­tier­ten, all­ge­mein­gül­ti­gen Kurs zu ver­ein­ba­ren. Nach­hal­tig­keit, das ist immer auch Verhandlungssache.

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