Alle Artikel zum Schlagwort: CSR

CSR Berichtspflicht

EU-Richtlinie: Wie geht es weiter?


Von Andreas Severin
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Reporting-​​ und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­ant­wort­li­che deut­scher Unter­neh­men befin­den sich immer noch in War­te­stel­lung. Es ist 2017 und eigent­lich soll­ten sie ihr Reporting längst auf die Anfor­de­run­gen der seit drei Jah­ren vor­lie­gen­den EU-​​Richtlinie (2014/​95/​EU) zur nicht-​​finanziellen Bericht­er­stat­tung von Unter­neh­men aus­ge­rich­tet haben. Und eigent­lich hätte diese CSR-​​Richtlinie bis zum 6. Dezem­ber 2016 auch in deut­sches Recht umge­setzt wer­den müs­sen. Ab März 2017 soll das nun end­lich erfol­gen und damit erst­mals die Nach­hal­tig­keits­be­richt­er­stat­tung durch den Gesetz­ge­ber regu­liert sein. Große Unter­neh­men müs­sen dann künf­tig aus­führ­li­cher über nicht-​​finanzielle Aspekte berich­ten. Dazu zäh­len Anga­ben über Arbeitnehmer-​​, Sozial-​​ und Umwelt­be­lange, Ach­tung der Men­schen­rechte und die Bekämp­fung von Kor­rup­tion. Trotz der Ver­zö­ge­rung soll es dabei blei­ben, das neue Recht auf Geschäfts­jahre anzu­wen­den, die nach dem 31.12.2016 beginnen.

Aber sind nun alle Unklar­hei­ten besei­tigt? Lange beglei­te­ten Unsi­cher­hei­ten über den Gel­tungs­be­reich der Richt­li­nie die Vor­be­rei­tun­gen. Wel­che Unter­neh­men sind betrof­fen? Was ist mit den Unter­neh­men von „öffent­li­chem Inter­esse“ gemeint? Wieso wird zwi­schen kapi­tal­markt­ori­en­tier­ten und sons­ti­gen Unter­neh­men unter­schie­den? Bis zuletzt blie­ben viele Bestim­mun­gen des Gesetz­ent­wur­fes umstritten.

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Econ Awards 2015: Telekom im Edelmetallrausch


Von agenturadmin

Frei­tag­abend war es soweit. Die neun­ten Econ Awards sind ent­schie­den. Über 200 gela­dene Gäste wohn­ten in der ehe­ma­li­gen Bolle Meie­rei in Ber­lin der fest­li­chen Preis­ver­lei­hung bei. Die Jury des Econ Awards lüf­tete das Geheim­nis, wel­che Ein­rei­chun­gen es bei der Jury-​​Sitzung im Juni auf das Trepp­chen geschafft haben.
Mit den Econ Awards in Pla­tin, Gold, Sil­ber und Bronze sowie dem Spe­cial Award prä­miert der Econ Ver­lag in Zusam­men­ar­beit mit dem HANDELSBLATT seit 2007 her­aus­ra­gende Leis­tun­gen der Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion. „Unser Ziel ist es, weg­wei­sende Leis­tun­gen aus­zu­zeich­nen, die zei­gen, was in der Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion alles mög­lich ist“, so Klaus Rai­ner Kirch­hoff, Vor­sit­zen­der der Jury und Her­aus­ge­ber des „Jahr­buchs der Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion“.
Zum vier­ten Mal dabei auch crossrelations-​​Geschäftsführer Andreas Seve­rin. Als Jury­mit­glied ver­ant­wor­tet er die Kate­go­rie Nachhaltigkeits-​​/​CSR-​​Berichte. In die­sem Jahr kam ihm die ehren­volle Auf­gabe zu, neben sei­ner Kate­go­rie auch die Gewin­ner in der Kate­go­rie Geschäfts­be­richte zu prä­sen­tie­ren, da Freund und Jury­kol­lege Kae­van Gaz­dar ter­min­lich ver­hin­dert war.

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Das Imperium schlägt zurück!

Bericht vom deutschen GRI G4 Launch-Event in Frankfurt


Von Andreas Severin
Christine Koblun, GRI Launch Event G4

Chris­tine Kob­lun führte in die neuen Reporting-​​Guidelines ein

Groß war der Andrang beim deut­schen Launch-​​Event zur Ein­füh­rung in die vierte Gene­ra­tion (G4) der Gui­de­lines der Glo­bal Reporting Initia­tive (GRI). Über ein­hun­dert Teil­neh­mer waren der Ein­la­dung in den Esch­bor­ner „Cube“ der Deut­schen Börse AG gefolgt. Als am sel­ben Ort vor knapp drei Jah­ren eine Anhö­rung zur dama­li­gen Ent­wurfs­fas­sung der G4 statt­fand und noch kon­krete Ein­fluss­nahme auf die End­fas­sung mög­lich war, hat­ten sich gerade mal 30 Leute ein­ge­fun­den.
Der Wake-​​up Call erfolgte offen­bar am 22. Mai 2013 in Ams­ter­dam. Seit­dem an die­sem Tag die Vor­stel­lung der neuen Gui­de­lines erfolgte, ist es mit Ruhe und Ord­nung im deut­schen Reporting-​​Sprengel vor­bei. Wer­den wir uns im Ran­king hal­ten kön­nen? Müs­sen wir GRI viel­leicht auf­ge­ben? Reicht die Zeit, um uns auf den neuen Stan­dard aus­zu­rich­ten? Sol­che Fra­gen berei­ten man­chem Reporting-​​Verantwortlichen mitt­ler­weile schlaf­lose Nächte. Wei­ter­le­sen →

ECON Awards 2012


Von Andreas Severin
Mira Dahle

Mike Brau­ner und Mila Dahle von der TUI neh­men für den Nach­hal­tig­keits­be­richt 2011 den ECON Award in Sil­ber entgegen

Eine kleine Nach­be­trach­tung: Mein Debüt in der Jury des ECON-​​Awards hat rich­tig Spaß gemacht. War ich anfangs noch etwas skep­tisch, immer­hin sind neben dem Han­dels­blatt ein nam­haf­ter Ver­lag und das füh­rende Bera­tungs­un­ter­neh­men für Geschäfts­be­richte betei­ligt, hatte sich diese Sorge in der Jury­sit­zung im Juli schnell zer­streut. Dort fand ich mich in einer Runde wie­der, die sich nicht nur durch hohen Sach­ver­stand aus­zeich­nete, son­dern vor allem durch große Unab­hän­gig­keit und Offen­heit für andere Mei­nun­gen. Vor allem stimmte hier rundum die Che­mie. Pro­fes­sio­nelle Ernst­haf­tig­keit ging hier ein­her mit erfreu­lich kri­ti­scher Dis­tanz zu Effekt­ha­sche­rei und vor allem – einer guten Por­tion Humor.

Wer hier eine Ein­fluss­nahme des Jury-​​Vorsitzenden Kirch­hoff zuguns­ten eige­ner Pro­dukte erwar­tet, sei nach­hal­tig ent­täuscht. Nicht in einem ein­zi­gen Fall gab es einen Ver­such, das Jury-​​Votum zu „gestal­ten“. Klaus Rai­ner Kirch­hoff ist ohne Zwei­fel eine starke Per­sön­lich­keit, die sich nicht scheut – wie in der Gala zu ver­neh­men war – auch mal mit einem kan­ti­gen Stand­punkt zu pola­ri­sie­ren, sei es mit Kri­tik an der Regie­rungs­po­li­tik, an den Ban­ken oder ein­fach mit sei­ner Abnei­gung gegen den FC Bay­ern Mün­chen. Anders­herum hat der Mann eine Freude am fun­dier­ten Wider­spruch und dem inhalt­li­chen Dis­put. Nicht gerade der Typ, der sich mit Oppor­tu­nis­ten umgibt und in Har­mo­nie schwelgt. Da hieß es: Ring frei für die Argu­mente und Bewer­tun­gen der Juroren.

Es war schließ­lich ein gutes Gefühl, das „Line-​​up“ zur Preis­ver­lei­hung am Don­ners­tag­abend zu ver­fol­gen. In mei­ner Kate­go­rie der „CSR-​​ und Nach­hal­tig­keits­be­richte“ wur­den zu Recht alle ver­füg­ba­ren Preis­qua­li­tä­ten ver­ge­ben. (In fast allen Kate­go­rien hatte die Jury man­gels Qua­li­tät Mut zur Lücke bewie­sen und auf ein­zelne Preis­stu­fen ver­zich­tet.) Sogar bei Betrach­tung aller Ein­rei­chun­gen war fest­zu­stel­len, dass sich gut vier Fünf­tel der Berichte locker von den gän­gi­gen, an GRI ori­en­tier­ten Durch­schnitts­pro­duk­ten, nach oben abhe­ben konn­ten. Die Spit­zen­plat­zie­run­gen die­ser Kate­go­rie – Pla­tin für BMW, Gold für Bayer, Sil­ber für TUI, Bronze für den Flug­ha­fen Mün­chen und sogar einen Spe­cial Award für die Öster­rei­chi­schen Bun­des­bah­nen – mar­kie­ren sehr deut­lich, wohin die Reise geht: Volle Inte­gra­tion von Print-​​ und Onlin­ebe­richt­er­stat­tung las­sen für die Ziel­grup­pen kaum noch Wün­sche offen. Die Kon­tu­ren des Inte­gra­ted Reports, der Nachhaltigkeits-​​ und Geschäfts­be­richt­er­stat­tung zusam­men­führt, sind auch unter­halb eines welt­wei­ten Stan­dards schon gut erkenn­bar. Ansons­ten vor allem viel Sub­stanz. Nur bei den akti­ven Dia­log­an­ge­bo­ten und dem Umgang mit Rück­schlä­gen („Low­lights“) und kri­ti­schen The­men bleibt noch eini­ges Poten­zial für zuküns­tige Einreichungen.

In sei­nem Dank­wort sprach der Ver­tre­ter von Bayer sehr offen über das unge­liebte Baby der Kom­mu­ni­ka­tion, den Nach­hal­tig­keits­be­richt. Tat­säch­lich bie­tet ein sol­ches Pro­jekt für Kom­mu­ni­ka­to­ren in der Regel mehr Risi­ken und Umset­zungs­pro­bleme als echte Chan­cen, im Ergeb­nis für das Unter­neh­men mehr als einen Blu­men­topf zu gewin­nen. Umso erfreu­li­cher, dass sich immer wie­der Unter­neh­men mit Anspruch, neuen Kon­zep­ten und Res­sour­cen die­ser Her­aus­for­de­rung stel­len. Die­sen Mut hat der ECON Award am letz­ten Don­ners­tag weg­wei­send honoriert.

Und hier geht’s zu den Preis­trä­gern und Bil­dern des Abends.

Wer sich Preis­trä­ger und nomi­nierte Ein­rei­chun­gen näher anse­hen möchte, dem sei das kilo­schwere Jahr­buch Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion emp­foh­len. Neben einer anspruchs­vol­len Prä­sen­ta­tion aller Wett­be­werbs­bei­träge fin­det sich hier auch ein lesens­wer­ter Leit­ar­ti­kel der Jour­na­lis­tin und Nach­hal­tig­keits­ex­per­tin Susanne Ber­gius zur mög­li­chen Pflicht­be­richt­er­stat­tung im Bereich gesell­schaft­li­cher Verantwortung.

CSR – ein dehnbarer Begriff

UPJ-Jahrestagung 2012 in Berlin


Von agenturadmin

Podi­ums­dis­kus­sion mit Roman Mesciek, Prof. Dr. Gesine Schwan, Prof. Dr. Mein­hard Mie­gel, Andrea Fischer, Dr. Ger­hard Timm, Gün­ther Jün­ger (v.l.n.r.) (Foto: UPJ)

CSR und gesell­schaft­li­che Inno­va­tio­nen“  lau­tete das Thema der dies­jäh­ri­gen UPJ-​​ Jah­res­ta­gung, die am 12. März im Roten Rat­haus in Ber­lin statt­fand. Kein ein­fa­ches Thema, wie sich bald her­aus­stellte. Haupt­säch­lich des­we­gen, weil es kein ein­heit­li­ches Ver­ständ­nis der Begriffe geschweige denn eine ver­bind­li­che Defi­ni­tion gab.

Gleich zu Beginn arbei­tete sich eine hoch­ka­rä­tige Podi­ums­runde an dem Thema ab: Gün­ther Jün­ger (Direc­tor Cor­po­rate Affairs und Board of Direc­tors EMEA-​​Region Intel Corp.), Prof. Dr. Gesine Schwan (Prä­si­den­tin Humboldt-​​Viadrina School of Gover­nance), Prof. Dr. Mein­hard Mie­gel (Vor­sit­zen­der Denk­werk Zukunft), Dr. Ger­hard Timm (Geschäfts­füh­rer Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft der Freien Wohl­fahrts­pflege) und Andrea Fischer (Bünd­nis 90/​Die Grü­nen) brach­ten es dabei auf einen für sich rela­tiv ein­fa­chen Nen­ner: „Kei­ner ver­steht CSR.“ Wei­ter­le­sen →

CSR - Pflicht oder Kür?


Von agenturadmin

Das Nie­der­säch­si­sche PR-​​Forum ist eine von Stu­den­ten orga­ni­sierte Ver­an­stal­tung über Bezugs­grup­pen­wan­del, Ethno-​​PR, CSR, interne und poli­ti­sche Kom­mu­ni­ka­tion. 24 PR-​​Praktiker und Wis­sen­schaft­ler dis­ku­tier­ten am 24. Juni 2011 auf fünf Podien aktu­elle The­men der Bran­che. Dar­un­ter auch Andreas Seve­rin, Mana­ging Part­ner bei coss­re­la­ti­ons,  der sich mit Dr. Jörg Schil­lin­ger (Dr. Oet­ker), Dr. Annette Klein­feld (KU Eichstätt-​​Ingolstadt) und Diet­mar Oeli­ger(NABU) über die Bedeu­tung von Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity in der Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion austauschte.

Wei­tere Hin­ter­gründe und Clips gibt es auf der Web­site des Nie­der­säch­si­schen PR-​​Forums 2011.

Corporate Responsibility Reporting: Testierung


Von Andreas Severin

Die Tes­tie­rung von Nach­hal­tig­keits­be­rich­ten kann einen wich­ti­gen Bei­trag zur Akzep­tanz und Glaub­wür­dig­keit sei­ner Inhalte leis­ten. Auch wenn sol­che Berichte heute oft anspruchs­vol­len Richt­li­nien wie denen der GRI fol­gen, bleibt für ihre Nut­zer oft große Unsi­cher­heit über die Ver­läss­lich­keit der Anga­ben. Ein Tes­tat eines Wirt­schafts­prü­fers kann viel­leicht nicht die Repu­ta­tion eines Unter­neh­mens ret­ten, aber es kann ein wich­ti­ges Ele­ment für die „Ver­trau­ens­sta­tik“ der Bericht­er­stat­tung darstellen.

Wich­tigste Bezugs­sys­teme für eine Tes­tie­rung bil­den heute die GRI-​​Guidelines und die Prü­fungs­stan­dards AA1000 des Insti­tute of Social and Ethi­cal Accoun­tA­bi­lity sowie SA 8000 der Social Accoun­ta­bi­lity Inter­na­tio­nal. Die Kon­trol­len der Wirt­schafts­prü­fer haben ihren Fokus vor allem auf der Rich­tig­keit der Anga­ben und Zah­len­ge­rüste gelegt. Wäh­rend Prü­fer bei finan­zi­el­len Jah­res­ab­schlüs­sen in der Regel ent­lang aner­kann­ter Prü­fungs­stan­dards vor­ge­hen, fehlt es im Bereich der nicht-​​finanziellen Berichte bis­her an einer ver­bind­li­chen Nor­men­pra­xis. Mit GRI und AA1000 bzw. SA 8000 zeich­net sich nun eine Kon­ver­genz beste­hen­der Ansätze ab.

Um Unter­neh­men den Ein­stieg in die Berichts­pra­xis zu erleich­tern, hat cross­re­la­ti­ons einen Leit­fa­den zum Nach­hal­tig­keits­re­porting zusam­men­ge­stellt. Der Leit­fa­den kann kos­ten­los unter reporting(at)crossrelations.de bestellt werden.

Fazit

Die bes­ten Reports beste­hen nicht aus der Abar­bei­tung von Anfor­de­rungs­ka­ta­lo­gen der Gui­de­lines. Sie zeich­nen sich vor allem durch Sub­stanz aus und haben ein anspruchs­vol­les Maß­nah­men­pro­gramm. Sie las­sen hohe Trans­pa­renz bei Daten und Pro­zes­sen erken­nen, sind selbst­kri­tisch in ihrem Fort­schritt. Sie geben dem Dia­log auch mit kri­ti­schen Sta­ke­hol­dern (Chal­len­ger) Raum, haben im Vor­feld das Infor­ma­ti­ons­in­ter­esse der Sta­ke­hol­der auf­ge­klärt (ohne sich deren Agenda zu unter­wer­fen) und konn­ten über genü­gend Pro­jekt­zeit verfügen.

TitelseiteUm Unter­neh­men den Ein­stieg in die Berichts­pra­xis zu erleich­tern, hat cross­re­la­ti­ons einen Leit­fa­den zum Nach­hal­tig­keits­re­porting zusam­men­ge­stellt. Der Leit­fa­den kann kos­ten­los unter reporting(at)crossrelations.de bestellt werden.

Corporate Social Responsibility


Von Andreas Severin

Die wesent­li­che poli­ti­sche Grund­lage für die CSR-​​Debatte in Europa ist das Prin­zip der Nach­hal­tig­keit. Es basiert auf dem Brundtland-​​Report der UN-​​Weltkommission für Umwelt und Ent­wick­lung von 1987. Damals wurde für eine lang­fris­tig trag­fä­hige Ent­wick­lung der Welt­be­völ­ke­rung erst­mals das Leit­bild einer „nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung“ defi­niert: Nach­hal­tig ist eine Ent­wick­lung, die den Bedürf­nis­sen der heu­ti­gen Gene­ra­tion ent­spricht, ohne die Mög­lich­kei­ten künf­ti­ger Gene­ra­tio­nen zu gefähr­den, ihre eige­nen Bedürf­nisse zu befrie­di­gen und ihren Lebens­stil zu wählen.

In der Euro­päi­schen Union (EU) wurde das Nach­hal­tig­keits­prin­zip Anfang des 21. Jahr­hun­derts in die poli­ti­sche Stra­te­gie inte­griert. Das Prin­zip ist ein wich­ti­ger Bei­trag, „um die euro­päi­sche Wirt­schaft bis 2010 zum wett­be­werbs­fä­higs­ten und dyna­mischs­ten wis­sens­ba­sier­ten Wirt­schafts­raum der Welt zu machen“, und zählt seit letz­tem Jahr zu den poli­ti­schen Prioritäten.

Wich­tigste Grund­lage für die Ver­brei­tung des The­mas in der euro­päi­schen Öffent­lich­keit ist das 2001 von der EU-​​Kommission ver­öf­fent­lichte Grün­buch „Euro­päi­sche Rah­men­be­din­gun­gen für die soziale Ver­ant­wor­tung der Unter­neh­men“. Auf dem Nachhaltigkeits-​​Gipfel im Jahr 2002 wies die UN aber aus­drück­lich dar­auf hin, dass auch Unter­neh­men einen erheb­li­chen Bei­trag zur nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung leis­ten müs­sen. Um die­sem Anspruch gerecht zu wer­den, ent­wi­ckeln immer mehr Unter­neh­men Leit­li­nien und Stra­te­gien für die Umset­zung von Nachhaltigkeitszielen.

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