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European Dairy Award und PriMax 2012 in Berlin verliehen


Von agenturadmin

Zufrie­dene Preis­trä­ger 2012

Für die Milch­wirt­schaft war der 22. Januar 2013 ein wich­ti­ger Tag. Im Rah­men der Ber­li­ner Grü­nen Woche wur­den die in der Bran­che begehr­ten jähr­li­chen Spit­zen­preise der DLG ver­ge­ben. Der Euro­pean Dairy Award und der Pri­Max gehö­ren zu den füh­ren­den Unter­neh­mens­aus­zeich­nun­gen der euro­päi­schen Milch­wirt­schaft. Die bei­den Preise wer­den nur an aus­ge­wählte Qua­li­täts­her­stel­ler von Milch­er­zeug­nis­sen ver­ge­ben, die in den jähr­lich statt­fin­den­den DLG-​​Lebensmitteltests mit her­vor­ra­gen­den Ergeb­nis­sen über­zeu­gen konnten.

crossrelations-​​Geschäftsführer Andreas Seve­rin war in die­sem Jahr ein­ge­la­den wor­den, vor der Preis­ver­lei­hung zu den aktu­el­len kom­mu­ni­ka­ti­ven Her­aus­for­de­run­gen der Lebens­mit­tel­bran­che zu spre­chen. Klar wurde auch hier­bei: Offen­heit, Trans­pa­renz und ein kla­res Bekennt­nis zur Pro­dukt­qua­li­tät sind die bes­ten Vor­aus­set­zun­gen, Ver­trau­ens­kri­sen vorzubeugen.

Für die beste Gesamt­leis­tung in allen DLG-​​Qualitätsprüfungen für Milch­er­zeug­nisse wurde in die­sem Jahr das DMK Deut­sches Milch­kon­tor aus Ever­swin­kel mit dem Euro­pean Dairy Award aus­ge­zeich­net. Das her­vor­ra­gende Abschnei­den des Unter­neh­mens wird durch je einen Pri­Max für her­vor­ra­gende Qua­li­täts­pro­dukte im Gel­ben Sor­ti­ment (Käse und Frisch­käse) und im Wei­ßen Sor­ti­ment (Milch­er­zeug­nisse) unterstrichen.

Mit dem Pri­Max zeich­net das DLG-​​Testzentrum Lebens­mit­tel seit 1998 jähr­lich ins­ge­samt zehn deut­sche und aus­län­di­sche Unter­neh­men der Milch­bran­che aus. Die Fir­men­aus­zeich­nung wird an Spe­zia­lis­ten der Wei­ßen Linie (Milch­pro­dukte) und der Gel­ben Linie (Käse­pro­dukte) ver­ge­ben. Für ihre über­zeu­gende Pro­dukt­qua­li­tät im Wei­ßen Sor­ti­ment zeich­nete die DLG fol­gende Unter­neh­men aus: DMK Deut­sches Milch­kon­tor (Ever­swin­kel), Friesland-​​Campina Ger­many (Heil­bronn), Zott (Mer­tin­gen) sowie die öster­rei­chi­sche Mol­ke­rei Kärt­ner­milch und das däni­sche Unter­neh­men Arla Foods. Für ihren Qua­li­täts­auf­tritt in den DLG-​​Prüfungen der Gel­ben Linie erhiel­ten neben dem DMK Deut­sches Milch­kon­tor (Ever­swin­kel), die Kar­wen­del Werke (Buch­loe), Hoch­land (Hei­men­kir­chen) sowie Arla Foods (Däne­mark) und das nie­der­län­di­sche Unter­neh­men Fries­land­Cam­pina Cheese den renom­mier­ten Preis.

ECON Awards 2012


Von Andreas Severin
Mira Dahle

Mike Brau­ner und Mila Dahle von der TUI neh­men für den Nach­hal­tig­keits­be­richt 2011 den ECON Award in Sil­ber entgegen

Eine kleine Nach­be­trach­tung: Mein Debüt in der Jury des ECON-​​Awards hat rich­tig Spaß gemacht. War ich anfangs noch etwas skep­tisch, immer­hin sind neben dem Han­dels­blatt ein nam­haf­ter Ver­lag und das füh­rende Bera­tungs­un­ter­neh­men für Geschäfts­be­richte betei­ligt, hatte sich diese Sorge in der Jury­sit­zung im Juli schnell zer­streut. Dort fand ich mich in einer Runde wie­der, die sich nicht nur durch hohen Sach­ver­stand aus­zeich­nete, son­dern vor allem durch große Unab­hän­gig­keit und Offen­heit für andere Mei­nun­gen. Vor allem stimmte hier rundum die Che­mie. Pro­fes­sio­nelle Ernst­haf­tig­keit ging hier ein­her mit erfreu­lich kri­ti­scher Dis­tanz zu Effekt­ha­sche­rei und vor allem – einer guten Por­tion Humor.

Wer hier eine Ein­fluss­nahme des Jury-​​Vorsitzenden Kirch­hoff zuguns­ten eige­ner Pro­dukte erwar­tet, sei nach­hal­tig ent­täuscht. Nicht in einem ein­zi­gen Fall gab es einen Ver­such, das Jury-​​Votum zu „gestal­ten“. Klaus Rai­ner Kirch­hoff ist ohne Zwei­fel eine starke Per­sön­lich­keit, die sich nicht scheut – wie in der Gala zu ver­neh­men war – auch mal mit einem kan­ti­gen Stand­punkt zu pola­ri­sie­ren, sei es mit Kri­tik an der Regie­rungs­po­li­tik, an den Ban­ken oder ein­fach mit sei­ner Abnei­gung gegen den FC Bay­ern Mün­chen. Anders­herum hat der Mann eine Freude am fun­dier­ten Wider­spruch und dem inhalt­li­chen Dis­put. Nicht gerade der Typ, der sich mit Oppor­tu­nis­ten umgibt und in Har­mo­nie schwelgt. Da hieß es: Ring frei für die Argu­mente und Bewer­tun­gen der Juroren.

Es war schließ­lich ein gutes Gefühl, das „Line-​​up“ zur Preis­ver­lei­hung am Don­ners­tag­abend zu ver­fol­gen. In mei­ner Kate­go­rie der „CSR-​​ und Nach­hal­tig­keits­be­richte“ wur­den zu Recht alle ver­füg­ba­ren Preis­qua­li­tä­ten ver­ge­ben. (In fast allen Kate­go­rien hatte die Jury man­gels Qua­li­tät Mut zur Lücke bewie­sen und auf ein­zelne Preis­stu­fen ver­zich­tet.) Sogar bei Betrach­tung aller Ein­rei­chun­gen war fest­zu­stel­len, dass sich gut vier Fünf­tel der Berichte locker von den gän­gi­gen, an GRI ori­en­tier­ten Durch­schnitts­pro­duk­ten, nach oben abhe­ben konn­ten. Die Spit­zen­plat­zie­run­gen die­ser Kate­go­rie – Pla­tin für BMW, Gold für Bayer, Sil­ber für TUI, Bronze für den Flug­ha­fen Mün­chen und sogar einen Spe­cial Award für die Öster­rei­chi­schen Bun­des­bah­nen – mar­kie­ren sehr deut­lich, wohin die Reise geht: Volle Inte­gra­tion von Print-​​ und Onlin­ebe­richt­er­stat­tung las­sen für die Ziel­grup­pen kaum noch Wün­sche offen. Die Kon­tu­ren des Inte­gra­ted Reports, der Nachhaltigkeits-​​ und Geschäfts­be­richt­er­stat­tung zusam­men­führt, sind auch unter­halb eines welt­wei­ten Stan­dards schon gut erkenn­bar. Ansons­ten vor allem viel Sub­stanz. Nur bei den akti­ven Dia­log­an­ge­bo­ten und dem Umgang mit Rück­schlä­gen („Low­lights“) und kri­ti­schen The­men bleibt noch eini­ges Poten­zial für zuküns­tige Einreichungen.

In sei­nem Dank­wort sprach der Ver­tre­ter von Bayer sehr offen über das unge­liebte Baby der Kom­mu­ni­ka­tion, den Nach­hal­tig­keits­be­richt. Tat­säch­lich bie­tet ein sol­ches Pro­jekt für Kom­mu­ni­ka­to­ren in der Regel mehr Risi­ken und Umset­zungs­pro­bleme als echte Chan­cen, im Ergeb­nis für das Unter­neh­men mehr als einen Blu­men­topf zu gewin­nen. Umso erfreu­li­cher, dass sich immer wie­der Unter­neh­men mit Anspruch, neuen Kon­zep­ten und Res­sour­cen die­ser Her­aus­for­de­rung stel­len. Die­sen Mut hat der ECON Award am letz­ten Don­ners­tag weg­wei­send honoriert.

Und hier geht’s zu den Preis­trä­gern und Bil­dern des Abends.

Wer sich Preis­trä­ger und nomi­nierte Ein­rei­chun­gen näher anse­hen möchte, dem sei das kilo­schwere Jahr­buch Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion emp­foh­len. Neben einer anspruchs­vol­len Prä­sen­ta­tion aller Wett­be­werbs­bei­träge fin­det sich hier auch ein lesens­wer­ter Leit­ar­ti­kel der Jour­na­lis­tin und Nach­hal­tig­keits­ex­per­tin Susanne Ber­gius zur mög­li­chen Pflicht­be­richt­er­stat­tung im Bereich gesell­schaft­li­cher Verantwortung.