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Keine leeren Hüllen“

Was PR in der Verpackungsbranche leisten muss


Von agenturadmin
Thomas Röhl

Tho­mas Röhl ist Redak­ti­ons­lei­ter der Maga­zi­ne Pack­Re­port und Pack­Mit­tel

cross­re­la­ti­ons sprach mit Tho­mas Röhl, Redak­ti­ons­lei­ter der Maga­zi­ne Pack­Re­port und Pack­Mit­tel, über die Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on in der Ver­pa­ckungs­bran­che. Der 48-Jäh­ri­ge ist seit 2008 lei­ten­der Redak­teur der bei­den Ver­pa­ckungs­ti­tel, die im Deut­schen Fach­ver­lag, Frank­furt am Main, erschei­nen.

Was sind für Sie aktu­ell die wich­tigs­ten The­men in der Ver­pa­ckungs­bran­che?

Das sind einer­seits Nach­hal­tig­keits­the­men wie Ener­gie- und Roh­stoff­ef­fi­zi­enz, ande­rer­seits der Klas­si­ker Sicher­heit: bei­spiels­wei­se die Migra­ti­on von gesund­heits­schäd­li­chen Stof­fen aus der Ver­pa­ckung in Lebens­mit­tel. Im Ver­pa­ckungs­ma­schi­nen­bau sind es die The­men Auto­ma­ti­sie­rung und Pro­duk­ti­ons­kos­ten­op­ti­mie­rung.

Was erwar­ten Sie inhalt­lich von einer Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on /​ einer Agen­tur aus der Ver­pa­ckungs­in­dus­trie?

Hilf­reich sind die Infor­ma­tio­nen, bei denen ich auf einen Blick sehen kann, ob die auch für unse­re Leser inter­es­sant sind. Auf einen Blick mei­ne ich dabei durch­aus wört­lich. Mel­dun­gen die nur noch Super­la­ti­ve und Plat­ti­tü­den ent­hal­ten, sind ein­sei­tig und als Infor­ma­ti­on für unse­re Leser kaum geeig­net. Lei­der ist dies in der heu­ti­gen Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on weit ver­brei­te­te Pra­xis. Schlimm sind auch Infor­ma­tio­nen, die nicht unse­re Leser betref­fen. Im Pack­Re­port will kei­ner lesen, dass ein Trak­tor­her­stel­ler ein neu­es Brems­sys­tem auf den Markt gebracht hat. War­um schickt man uns sol­che Infor­ma­tio­nen? Wei­ter­le­sen →

Community-Stammtisch Ruhr goes Düsseldorf


Von agenturadmin

Community Stammtisch März 2012Was machen Com­mu­ni­ty - und Soci­al-Media-Mana­ger? Wel­che Erfah­run­gen machen sie in ihren Unter­neh­men? Wie set­zen sie die Zie­le durch und wel­che Kenn­zah­len hel­fen dabei? Der Bun­des­ver­band Com­mu­ni­ty Manage­ment (BVCM) hat das Ziel, die­se Fra­gen zu beant­wor­ten und so das jun­ge Berufs­bild wei­ter zu pro­fes­sio­na­li­sie­ren. Bei regio­na­len Stamm­ti­schen kön­nen sich Soci­al Media Mana­ger und Com­mu­ni­ty Mana­ger über ihre Arbeit an der Schnitt­stel­le von PR, Mar­ke­ting und Wer­bung aus­tau­schen. Der Com­mu­ni­ty-Stamm­tisch Ruhr traf sich am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag in der Voda­fone Fir­men­zen­tra­le. Mit dabei war dies­mal die Soci­al Media Unit von cross­re­la­ti­ons: Brit­ta Priet, Nils Kro­ne­berg und Ben­ja­min Wal­ter. Neben einem Impuls­vor­trag zum The­ma „Gami­fi­ca­ti­on“ – wohin­ter sich stark ver­ein­facht aus­ge­drückt nichts ande­res als ein Beloh­nungs­sys­tem ver­birgt – gab es jede Men­ge span­nen­de Dis­kus­sio­nen rund um die Pro­ble­me und Anfor­de­run­gen im Bereich Soci­al Media. Mit dabei waren zahl­rei­che hoch­ka­rä­ti­ge Teil­neh­mer wie Car­men Hil­le­brand, Abtei­lungs­lei­te­rin Soci­al Media bei METRO Cash & Car­ry Deutsch­land, oder Kevin Dame­row, Mana­ger Soci­al Media & Digi­tal Stra­te­gy bei der E-Plus Grup­pe. Wir bedan­ken uns für vie­le inter­es­san­te Gesprä­che und net­te Kon­tak­te und freu­en uns schon auf den nächs­ten Stamm­tisch.
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Über den BVCM
Der Bun­des­ver­band Com­mu­ni­ty Manage­ment e.V. (BVCM) wur­de 2008 gegrün­det und ver­folgt den Zweck, das The­ma Com­mu­ni­ty und Soci­al Media Manage­ment, die Berufs­grup­pe der Online Com­mu­ni­ty und Soci­al Media Mana­ger sowie deren Inter­es­sen wir­kungs­voll in der Öffent­lich­keit zu ver­tre­ten. Der BVCM rich­tet sich vor allem an haupt­be­ruf­li­che Com­mu­ni­ty und Soci­al Media Mana­ger oder Bera­ter mit Schwer­punkt Com­mu­ni­ty Manage­ment /​ Soci­al Media Manage­ment. Wei­ter­hin sind auch Unter­neh­men und For­schungs­ein­rich­tun­gen ange­spro­chen, die sich mit dem The­ma Com­mu­ni­ty /​ Soci­al Media Manage­ment aus­ein­an­der­set­zen.

Social Media sind die moderne Form der Mundpropaganda“


Von agenturadmin

Von den Brü­dern Wil­liam und Charles Mayo im Jahr 1889 gegrün­det, hat sich die Mayo Cli­nic zu einer der welt­weit renom­mier­tes­ten und größ­ten Kli­ni­ken ent­wi­ckelt. Am Haupt­sitz Roches­ter in Min­ne­so­ta sowie in den Nie­der­las­sun­gen in Flo­ri­da und Ari­zo­na behan­deln rund 55.000 Mit­ar­bei­ter jähr­lich mehr als 500.000 Pati­en­ten. Für Lee Aase, Direk­tor des „Cen­ter for Soci­al Media“ an der Mayo Cli­nic, sind Soci­al Media wich­ti­ge Erfolgs­fak­to­ren für die Pati­en­ten­an­spra­che und -bin­dung.

War­um ent­schei­den sich Pati­en­ten für die Mayo­Cli­nic?

Wir haben uns in den ver­gan­ge­nen mehr als 100 Jah­ren einen her­vor­ra­gen­den Ruf erar­bei­tet. Des­halb kom­men die meis­ten Pati­en­ten auf Emp­feh­lung. Wir haben kaum Anzei­gen geschal­tet oder Mas­sen­me­di­en genutzt. Unse­re Pati­en­ten gehen mit den Erfah­run­gen, die sie hier machen, nach Hau­se und berich­ten ihrer Fami­lie oder Freun­den davon.

War­um set­zen Sie so sehr auf Soci­al Media?

Für mich ist das eine logi­sche Kon­se­quenz. Soci­al Media sind die moder­ne Form der Mund­pro­pa­gan­da. Etwa ein Vier­tel unse­rer Pati­en­ten kommt von weit her – sie rei­sen rund 800 Kilo­me­ter oder mehr zu uns. Fünf Pro­zent kom­men aus dem Aus­land. Wenn wir die alle mit Anzei­gen errei­chen woll­ten, wäre das unglaub­lich teu­er. Die Soci­al Media dage­gen geben uns die Mög­lich­keit, ihnen detail­lier­te Infor­ma­tio­nen anzu­bie­ten – und das zu sehr gerin­gen Kos­ten. Wei­ter­le­sen →

Ägypten: Facebook allein macht noch keine Revolution


Von agenturadmin

Philip Rizk (Foto: Chris­tina Rizk)

Blog­ger, Fil­me­ma­cher und Demons­trant in Kai­ro: Phil­ip Rizk ist aktiv bei den Pro­tes­ten auf dem Tahr­ir-Platz dabei und berich­tet dar­über. Er wider­spricht der Medi­en­dar­stel­lung einer „Face­book-Revo­lu­ti­on“ und spricht eher von „Inti­fa­da“ anstel­le von „Ara­bi­schem Früh­ling“. Chris­ti­na Marx sprach am Ran­de der Medi­en­ta­gung des Deutsch­land­funks „Der Ort des Poli­ti­schen in der digi­ta­len Medi­en­welt“ Anfang Janu­ar mit ihm.

Ara­bi­scher Früh­ling“, „Demo­kra­ti­scher Wan­del“ oder „Ara­bel­li­on“: so wer­den die Ver­än­de­run­gen in Ägyp­ten und der ara­bi­schen Welt beschrie­ben. Wel­chen Begriff ver­wen­den Sie?

Ich spre­che sehr ger­ne von einer „Inti­fa­da“ – das ist dem sehr ähn­lich, was in Paläs­ti­na pas­siert ist: Die Leu­te sind auf­ge­stan­den und haben ange­fan­gen zu demons­trie­ren. Das ist kein kurz­fris­ti­ger Pro­zess, der einen genau­en Anfang und ein Ende hat. Mei­ner Mei­nung nach hat es schon im Jahr 2000 ange­fan­gen, dass sich in den Stra­ßen von Ägyp­ten etwas getan hat.

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Die moderne Form der Mundpropaganda


Von agenturadmin

Sicher, alles längst Rou­ti­ne. Hun­der­te Pati­en­ten wer­den täg­lich in Ope­ra­ti­ons­sä­len der gan­zen Repu­blik z.B. mit künst­li­chen Hüft- und Knie­ge­len­ken  oder auch Bypäs­sen ver­sorgt. Und natür­lich wirkt der Hin­weis auf einen medi­zi­ni­schen Stan­dard­ein­griff auch beru­hi­gend. Aller­dings, in der kon­kre­ten Situa­ti­on wird dem Betrof­fe­nen die Ent­schei­dung für oder gegen ein bestimm­tes Kran­ken­haus nicht abge­nom­men. Und auf die Emp­feh­lung des eige­nen Arz­tes will man als eman­zi­pier­ter Pati­ent ohne­hin nicht mehr allei­ne ver­trau­en. Also erst mal den Nach­barn fra­gen, den Kol­le­gen und den bes­ten Freund –  oder ein­fach mal ins Inter­net gehen und gucken, was ande­re so sagen. Die Zei­ten haben sich eben geän­dert – zwei, drei Clicks und der infor­ma­ti­ons­hung­ri­ge Pati­ent kann an den per­sön­li­chen Erfah­run­gen wild­frem­der Men­schen jen­seits des eige­nen Freun­des- und Bekann­ten­krei­ses teil­ha­ben.

Für Lee Aase, Direk­tor des Cen­ter of Soci­al Media an der US-ame­ri­ka­ni­schen Mayo Cli­nic sind Twit­ter, Face­book und Co. die „moder­ne Form der Mund­pro­pa­gan­da“. Weil man von deren gro­ßer Bedeu­tung für die Repu­ta­ti­on des Unter­neh­mens über­zeugt ist, fokus­siert eine der welt­weit renom­mier­tes­ten Kli­ni­ken ihre  Infor­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­po­li­tik auch kon­se­quent auf Soci­al Media – auf Anzei­gen oder ande­re mas­sen­me­dia­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men ver­zich­tet man nahe­zu völ­lig.

Lesen sie das kom­plet­te Inter­view mit Lee Aase im „Leit­fa­den Kli­nik­mar­ke­ting“, der aktu­el­len Publi­ka­ti­on aus der cross­a­ca­de­my-Rei­he. Sie kön­nen die Bro­schü­re kos­ten­los unter klinikmarketing@crossrelations.de bestel­len.

Die Kommunikationskultur muss passen


Von agenturadmin

Wir haben mit Prof. Dr. Ralph Sonn­tag dar­über gespro­chen, wel­che Bedeu­tung das Inter­net heu­te bei Bewer­bungs­pro­zes­sen spielt - und was er Bewer­bern sowie Unter­neh­men emp­fiehlt.

Herr Pro­fes­sor Dr. Sonn­tag, was erwar­ten Bewer­ber von Unter­neh­men im Inter­net?

Ralph Sonn­tag: „Vor allem eines: Dia­log, Dia­log, Dia­log. Den meis­ten Nut­zern geht es nicht haupt­säch­lich dar­um, sich im Inter­net bloß zu infor­mie­ren. Son­dern sie möch­ten viel­mehr in den direk­ten Kon­takt mit Unter­neh­men tre­ten - und mit die­sen auf Augen­hö­he kom­mu­ni­zie­ren. Umso wich­ti­ger ist es daher, dass Unter­neh­men auch auf spe­zi­fi­sche Anfra­gen kom­pe­tent reagie­ren. Die­ses kann durch eine indi­rek­te oder auch direk­te Ein­bin­dung der Fach­ab­tei­lun­gen gesche­hen.“

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Verändert das Internet die Demokratie?


Von agenturadmin

Dr. Peter Tauber (MdB) Dr. Peter Tauber (MdB)

eGo­vernment-Dienst­leis­tun­gen und Open-Data-Stra­te­gi­en, neue For­men der Bür­ger­be­tei­li­gung und Aus­wir­kun­gen auf das Wer­te­sys­tem durch das Netz – es gibt kaum ein The­ma, das die 2010 ein­ge­setz­te Enquete-Kom­mis­si­on des Bun­des­ta­ges „Inter­net und digi­ta­le Gesell­schaft“ aus­lässt. 2012 sol­len Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für die Poli­tik vor­lie­gen . Die aber lan­den oft in der Schub­la­de. Dass sie Berück­sich­tung fin­den, dafür will sich Kom­mis­si­ons­mit­glied Dr. Peter Tau­ber (MdB), stark machen. Im Inter­view, das Chris­ti­na Marx für den Bun­des­aus­schuss Poli­ti­sche Bil­dung (bap) führ­te, äußert er sich zu Mög­lich­kei­ten der Betei­li­gung und erklärt, war­um vie­le Soci­al Media Platt­for­men sei­ner Ansicht nach nicht funk­tio­nie­ren.

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crossrelations veröffentlicht Leitfaden zum Klinikmarketing


Von agenturadmin

Mit dem Unter­ti­tel „Chan­cen im Wan­del nut­zen“ ver­öf­fent­licht cross­re­la­ti­ons heu­te einen Leit­fa­den zum The­ma Kli­nik­mar­ke­ting. Weil Fra­gen der stra­te­gi­schen Posi­tio­nie­rung und des Mar­ke­tings im Kran­ken­haus­be­reich viel­fach noch ein Schat­ten­da­sein füh­ren, soll die neu erschie­ne­ne Publi­ka­ti­on Füh­rungs­kräf­ten und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­ant­wort­li­chen von Kli­ni­ken den Blick für mög­li­che Schwach­stel­len öff­nen und Anre­gun­gen für das Kli­nik­mar­ke­ting, den Mar­ken­auf­bau und eine ziel­ge­rich­te­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ar­beit geben.

In der Bro­schü­re kom­men außer­dem aus­ge­wie­se­ne Exper­ten und Bera­tungs­part­ner der Agen­tur zu Wort. So macht der lang­jäh­ri­ge Kli­nik­ma­na­ger Prof. Dr. Otto Foit klar, wor­auf sich Kran­ken­häu­ser in der Neu­ori­en­tie­rung ein­stel­len müs­sen und emp­fiehlt einen „Stress­test“ für Kli­ni­ken. Lee Aase von der renom­mier­ten Mayo Cli­nic berich­tet über die radi­ka­le Ver­la­ge­rung des Mar­ke­tings auf Soci­al Media und Her­mann-Josef Arentz (Bera­ter, Ex-Sozi­al­po­li­ti­ker und ehe­ma­li­ger Vor­sit­zen­der des Bun­des­fach­aus­schus­ses Gesund­heit der CDU) erklärt, war­um die Unter­neh­mens­kul­tur zum Erfolgs­fak­tor wird.

Die Bro­schü­re kann kos­ten­los unter klinikmarketing@crossrelations.de bestellt wer­den.

Titelseite Klinikmarketing-Broschüre

Facebook und Burson-Marsteller: Ein Verhängnis


Von agenturadmin

Die Schmutz­kam­pa­gne von Face­book gegen den Riva­len Goog­le geht einst­wei­len nach hin­ten los. Sie könn­te aber auch Aus­gangs­punkt für ein neu­es Selbst­ver­ständ­nis sein - für Face­book wie für die PR-Bran­che. Andre­as Seve­rin, Geschäfts­füh­rer von cross­re­la­ti­ons, ana­ly­siert auf pr-journal.de den Fall. Sein Fazit: In Zei­ten von Leak-Platt­for­men, Soci­al Net­works und Echt­zeit-Kom­mu­ni­ka­ti­on sind ver­deck­te PR-Ope­ra­tio­nen kaum noch (lan­ge) ver­deckt zu hal­ten. „Die poten­zi­el­len Repu­ta­ti­ons­schä­den ste­hen für Unter­neh­men wie Face­book, deren Markt­wert von geschätz­ten 50 Mil­li­ar­den Dol­lar vor allem auf imma­te­ri­el­len Wer­ten beruht, in kei­nem Ver­hält­nis zum schmut­zi­gen Etap­pen­ziel.“

Den gan­zen Bei­trag fin­den Sie auf pr-journal.de.

Die Schmutz­kam­pa­gne von Face­book gegen den Riva­len Goog­le geht einst­wei­len nach hin­ten los. Sie könn­te aber auch Aus­gangs­punkt für ein neu­es Selbst­ver­ständ­nis sein.

Die kommerzielle Seite von Social Media


Von agenturadmin

Lag es am The­men­schwer­punkt oder ist Soci­al Media inzwi­schen in der Nor­ma­li­tät von PR, Wer­bung und Mar­ke­ting ange­kom­men? Im Ver­gleich zum Vor­jahr fan­den jeden­falls deut­lich weni­ger Besu­cher den Weg zur Soci­al-Media-Kon­fe­renz INFECT 2011. Hat­ten die Ver­an­stal­ter im letz­ten Jahr unter dem Mot­to „Soci­al Media NOW“ noch zahl­rei­che PR-Kol­le­gen ange­spro­chen, waren wir in die­sem Jahr gefühlt allein unter Mar­ke­tern - durch­aus beab­sich­tigt, wie Tors­ten Hein­son vom Ver­an­stal­ter Wun­der­kna­ben in sei­ner Key­note beton­te: „Wir küm­mern uns hier nicht um die gesell­schaft­li­che Rele­vanz von Soci­al Media, son­dern um die kom­mer­zi­el­le Sei­te.“

Wir küm­mern uns hier nicht um die gesell­schaft­li­che Rele­vanz von Soci­al Media.“

Ent­spre­chend dreh­ten sich die Vor­trä­ge größ­ten­teils um den Return on Invest­ment (ROI) und die Mess­bar­keit von Soci­al Media-Akti­vi­tä­ten. Die Beschrän­kung auf nur 20 Minu­ten Rede­zeit sorg­te dabei zwar für einen straf­fen und kom­pak­ten Tages­ab­lauf, führ­te aber vor allem am Vor­mit­tag dazu, dass eini­ge Refe­ren­ten, etwa Dr. Alex­an­der Ross­mann von der Uni­ver­si­tät St. Gal­len oder Dirk Stef­fen von TNS Infra­test, durch die Charts het­zen muss­ten und Inhal­te kaum den Weg ins Audi­to­ri­um fan­den.

Die INFECT war so in die­sem Jahr vor allem ein Rat­ge­ber für Mar­ke­ter. Aus PR-Sicht ange­neh­me Aus­nah­men waren die Bei­trä­ge von Roland Fie­ge über Soci­al-Media-Manage­ment-Sys­te­me und Tim Rin­gel von meta­peop­le mit kon­kre­ten Hin­wei­sen zum Zusam­men­hang von Face­book-Posts und Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen.

Fazit: Soci­al Media ist in den ver­gan­ge­nen Mona­ten end­gül­tig aus der Nische aus­ge­bro­chen und zu einer rele­van­ten Grös­se für die Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on gewor­den. Die Fra­ge lau­tet heu­te nicht mehr ob, son­dern wie Unter­neh­men in den ent­spre­chen­den Kanä­len ver­tre­ten sind.

Grafik Twitter-Studie Uni Wien

Wie individuell ist Twitter wirklich?


Von agenturadmin

Micro­blog­ging-Diens­te wie Twit­ter gel­ten vie­len als Aus­druck größt­mög­li­chen Online-Ego­zen­tris­mus. Wen inter­es­siert schon, was ich heu­te mor­gen auf dem Weg zur Arbeit gese­hen habe? Wer will wis­sen, auf wel­chem Kon­gress ich gera­de bin oder wel­ches lus­ti­ge Ver­kehrs­schild ich in der Pau­se sah? Nach einer aktu­el­len Stu­die der Uni­ver­si­tät Wien scheint Twit­ter aber weit weni­ger indi­vi­dua­lis­tisch zu sein, als vie­le den­ken.

Die For­scher um Mag. Axel Mai­re­der haben die Inhal­te von 3221 deutsch­spra­chi­gen Tweets ana­ly­siert. Mit inter­es­san­ten Ergeb­nis­sen: Twit­ter wird offen­bar im deutsch­spra­chi­gen Raum vor allem von redak­tio­nel­len Medi­en sowie Orga­ni­sa­tio­nen und Unter­neh­men genutzt. Nur 27 Pro­zent der deutsch­spra­chi­gen Tweets stam­men von als Indi­vi­du­en auf­tre­ten­den Usern. Auch die Tweets selbst ver­wei­sen in hohem Maße auf Medi­en­in­hal­te, die aus redak­tio­nel­len Medi­en stam­men.

Grafik Twitter-Studie Uni Wien

Die Stu­die kommt daher zu dem Schluss, dass die Gate­kee­per-Funk­ti­on der klas­si­schen Medi­en­un­ter­neh­men auch in der Twit­ter-Sphe­re von hoher Bedeu­tung ist. Ander­seits wer­de bei spe­zi­fi­schen Nach­rich­ten für Fach-, Inter­es­sens- oder Hob­by­öf­fent­lich­kei­ten in hohem Maße auf Blog­tex­te, Pod­casts und ande­ren „ech­ten“ User Gene­ra­ted Con­tent ver­wie­sen. Auch bei unter­hal­ten­den Inhal­ten spiel­ten klas­si­sche Medi­en­un­ter­neh­men eine gerin­ge­re Rol­le - vor allem, weil sie der­ar­ti­ge Infor­ma­tio­nen nicht anbie­ten.

Infor­ma­tio­nen wer­den im deutsch­spra­chi­gen Twit­ter aber nicht nur ver­teilt. 55 Pro­zent der Links wer­den von indi­vi­du­el­len Kom­men­ta­ren beglei­tet, die den Inhalt bewer­ten oder der eige­nen Lebens­si­tua­ti­on zuord­nen. Twit­ter schaf­fe so einen indi­vi­du­ell struk­tu­rier­ten Dis­kurs­raum für The­men öffent­li­cher und tei­löf­fent­li­cher Rele­vanz.

 

PR hält Versprechen, die Werbung formuliert, aber nur selten einlösen kann


Von agenturadmin

Kri­ti­sche, bes­tens infor­mier­te und her­vor­ra­gend ver­netz­te Ver­brau­cher, eine EU-Kom­mis­si­on, die immer genau­er auf fal­sche Wer­be­ver­spre­chen ach­tet, und Ver­triebs­part­ner, die selbst­be­wusst mit gro­ßer Markt­macht agie­ren – Mar­ke­ting­ver­ant­wort­li­che leben im zwei­ten Jahr­zehnt des drit­ten Jahr­tau­sends in einer kom­ple­xen Welt. Es ist eine Welt mit einem glo­ba­len Markt für Dienst­leis­tun­gen und Pro­duk­te aller Art, der sich natür­lich immer noch offen zeigt für emo­tio­na­le Anspra­chen und „must-have“ Gad­gets wie das jeweils neu­es­te iPho­ne, dass all­jähr­lich kurz­fris­tig mal eben Mil­lio­nen Kun­den in Ver­zweif­lung stürzt: „iPho­ne 4? So 2010!“. Im Kern ist der Markt 2011 aber ein trans­pa­ren­ter und bes­tens infor­mier­ter – egal ob es um Qua­li­tät von Lebens­mit­teln, oder um Unter­hal­tungs­elek­tro­nik geht. Konn­te Pro­dukt­mar­ke­ting frü­her unge­prüft Ver­spre­chen for­mu­lie­ren, wer­den die­se nun rasch ent­zau­bert und manch­mal sogar als Lügen ent­larvt. Vor allem über Soci­al Net­works wie face­book wer­den eben die­se Mel­dun­gen dann in Licht­ge­schwin­dig­keit ein­mal rund um den Glo­bus geschickt.

Die Zei­ten des Bull­shit-Bin­go sind vor­bei: in der Wer­bung und erst recht in der Mar­ke­ting-Kom­mu­ni­ka­ti­on.“

Mar­ke­ting muss sich daher in der Gegen­wart deut­lich stär­ker an Fak­ten ori­en­tie­ren, die beleg­bar sind und einer kri­ti­schen Über­prü­fung stand­hal­ten. Dies ist das Fun­da­ment der Kom­mu­ni­ka­ti­on, die Emo­tio­na­li­sie­rung tritt – falls inten­diert – an die zwei­te Stel­le. Die Zei­ten des Bull­shit-Bin­go sind vor­bei: in der Wer­bung und erst recht in der Mar­ke­ting-Kom­mu­ni­ka­ti­on. PR Agen­tu­ren sind für die­se neue Welt der Kom­mu­ni­ka­ti­on opti­mal auf­ge­stellt. Sie sind es von jeher gewohnt Allein­stel­lungs­merk­ma­le, Inno­va­ti­ons­ge­halt und Vor­tei­le neu­er Pro­duk­te über­zeu­gend und trans­pa­rent zu kom­mu­ni­zie­ren. Wo eine Anzei­ge tra­di­tio­nell mit Fik­tio­nen um Kun­den wer­ben konn­te, muss­te der PR-Exper­te stets für sei­ne Ziel­grup­pe der Jour­na­lis­ten den­ken und schrei­ben. Wol­ki­ge Ver­spre­chen ohne Beleg lan­de­ten dort wohl schon zu Zei­ten des PR-Pleis­to­zäns in den roaring Twen­ties in der Abla­ge P. Wei­ter­le­sen →