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Keine leeren Hüllen“

Was PR in der Verpackungsbranche leisten muss


Von agenturadmin
Thomas Röhl

Tho­mas Röhl ist Redak­ti­ons­lei­ter der Maga­zine Pack­Re­port und PackMittel

cross­re­la­ti­ons sprach mit Tho­mas Röhl, Redak­ti­ons­lei­ter der Maga­zine Pack­Re­port und Pack­Mit­tel, über die Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion in der Ver­pa­ckungs­bran­che. Der 48-​​Jährige ist seit 2008 lei­ten­der Redak­teur der bei­den Ver­pa­ckungs­ti­tel, die im Deut­schen Fach­ver­lag, Frank­furt am Main, erscheinen.

Was sind für Sie aktu­ell die wich­tigs­ten The­men in der Verpackungsbranche?

Das sind einer­seits Nach­hal­tig­keits­the­men wie Energie-​​ und Roh­stoff­ef­fi­zi­enz, ande­rer­seits der Klas­si­ker Sicher­heit: bei­spiels­weise die Migra­tion von gesund­heits­schäd­li­chen Stof­fen aus der Ver­pa­ckung in Lebens­mit­tel. Im Ver­pa­ckungs­ma­schi­nen­bau sind es die The­men Auto­ma­ti­sie­rung und Produktionskostenoptimierung.

Was erwar­ten Sie inhalt­lich von einer Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion /​ einer Agen­tur aus der Verpackungsindustrie?

Hilf­reich sind die Infor­ma­tio­nen, bei denen ich auf einen Blick sehen kann, ob die auch für unsere Leser inter­es­sant sind. Auf einen Blick meine ich dabei durch­aus wört­lich. Mel­dun­gen die nur noch Super­la­tive und Plat­ti­tü­den ent­hal­ten, sind ein­sei­tig und als Infor­ma­tion für unsere Leser kaum geeig­net. Lei­der ist dies in der heu­ti­gen Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion weit ver­brei­tete Pra­xis. Schlimm sind auch Infor­ma­tio­nen, die nicht unsere Leser betref­fen. Im Pack­Re­port will kei­ner lesen, dass ein Trak­tor­her­stel­ler ein neues Brems­sys­tem auf den Markt gebracht hat. Warum schickt man uns sol­che Infor­ma­tio­nen? Wei­ter­le­sen →

Community-​​Stammtisch Ruhr goes Düsseldorf


Von agenturadmin

Community Stammtisch März 2012Was machen Com­mu­nity - und Social-​​Media-​​Manager? Wel­che Erfah­run­gen machen sie in ihren Unter­neh­men? Wie set­zen sie die Ziele durch und wel­che Kenn­zah­len hel­fen dabei? Der Bun­des­ver­band Com­mu­nity Manage­ment (BVCM) hat das Ziel, diese Fra­gen zu beant­wor­ten und so das junge Berufs­bild wei­ter zu pro­fes­sio­na­li­sie­ren. Bei regio­na­len Stamm­ti­schen kön­nen sich Social Media Mana­ger und Com­mu­nity Mana­ger über ihre Arbeit an der Schnitt­stelle von PR, Mar­ke­ting und Wer­bung aus­tau­schen. Der Community-​​Stammtisch Ruhr traf sich am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag in der Vod­a­fone Fir­men­zen­trale. Mit dabei war dies­mal die Social Media Unit von cross­re­la­ti­ons: Britta Priet, Nils Kro­ne­berg und Ben­ja­min Wal­ter. Neben einem Impuls­vor­trag zum Thema „Gami­fi­ca­tion“ – wohin­ter sich stark ver­ein­facht aus­ge­drückt nichts ande­res als ein Beloh­nungs­sys­tem ver­birgt – gab es jede Menge span­nende Dis­kus­sio­nen rund um die Pro­bleme und Anfor­de­run­gen im Bereich Social Media. Mit dabei waren zahl­rei­che hoch­ka­rä­tige Teil­neh­mer wie Car­men Hil­le­brand, Abtei­lungs­lei­te­rin Social Media bei METRO Cash & Carry Deutsch­land, oder Kevin Dame­row, Mana­ger Social Media & Digi­tal Stra­tegy bei der E-​​Plus Gruppe. Wir bedan­ken uns für viele inter­es­sante Gesprä­che und nette Kon­takte und freuen uns schon auf den nächs­ten Stamm­tisch.
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Über den BVCM
Der Bun­des­ver­band Com­mu­nity Manage­ment e.V. (BVCM) wurde 2008 gegrün­det und ver­folgt den Zweck, das Thema Com­mu­nity und Social Media Manage­ment, die Berufs­gruppe der Online Com­mu­nity und Social Media Mana­ger sowie deren Inter­es­sen wir­kungs­voll in der Öffent­lich­keit zu ver­tre­ten. Der BVCM rich­tet sich vor allem an haupt­be­ruf­li­che Com­mu­nity und Social Media Mana­ger oder Bera­ter mit Schwer­punkt Com­mu­nity Manage­ment /​ Social Media Manage­ment. Wei­ter­hin sind auch Unter­neh­men und For­schungs­ein­rich­tun­gen ange­spro­chen, die sich mit dem Thema Com­mu­nity /​ Social Media Manage­ment auseinandersetzen.

Social Media sind die moderne Form der Mundpropaganda“


Von agenturadmin

Von den Brü­dern Wil­liam und Charles Mayo im Jahr 1889 gegrün­det, hat sich die Mayo Cli­nic zu einer der welt­weit renom­mier­tes­ten und größ­ten Kli­ni­ken ent­wi­ckelt. Am Haupt­sitz Roches­ter in Min­ne­sota sowie in den Nie­der­las­sun­gen in Flo­rida und Ari­zona behan­deln rund 55.000 Mit­ar­bei­ter jähr­lich mehr als 500.000 Pati­en­ten. Für Lee Aase, Direk­tor des „Cen­ter for Social Media“ an der Mayo Cli­nic, sind Social Media wich­tige Erfolgs­fak­to­ren für die Pati­en­ten­an­spra­che und -bindung.

Warum ent­schei­den sich Pati­en­ten für die MayoClinic?

Wir haben uns in den ver­gan­ge­nen mehr als 100 Jah­ren einen her­vor­ra­gen­den Ruf erar­bei­tet. Des­halb kom­men die meis­ten Pati­en­ten auf Emp­feh­lung. Wir haben kaum Anzei­gen geschal­tet oder Mas­sen­me­dien genutzt. Unsere Pati­en­ten gehen mit den Erfah­run­gen, die sie hier machen, nach Hause und berich­ten ihrer Fami­lie oder Freun­den davon.

Warum set­zen Sie so sehr auf Social Media?

Für mich ist das eine logi­sche Kon­se­quenz. Social Media sind die moderne Form der Mund­pro­pa­ganda. Etwa ein Vier­tel unse­rer Pati­en­ten kommt von weit her – sie rei­sen rund 800 Kilo­me­ter oder mehr zu uns. Fünf Pro­zent kom­men aus dem Aus­land. Wenn wir die alle mit Anzei­gen errei­chen woll­ten, wäre das unglaub­lich teuer. Die Social Media dage­gen geben uns die Mög­lich­keit, ihnen detail­lierte Infor­ma­tio­nen anzu­bie­ten – und das zu sehr gerin­gen Kos­ten. Wei­ter­le­sen →

Ägypten: Facebook allein macht noch keine Revolution


Von agenturadmin

Philip Rizk (Foto: Chris­tina Rizk)

Blog­ger, Fil­me­ma­cher und Demons­trant in Kairo: Phi­lip Rizk ist aktiv bei den Pro­tes­ten auf dem Tahrir-​​Platz dabei und berich­tet dar­über. Er wider­spricht der Medi­en­dar­stel­lung einer „Facebook-​​Revolution“ und spricht eher von „Inti­fada“ anstelle von „Ara­bi­schem Früh­ling“. Chris­tina Marx sprach am Rande der Medi­en­ta­gung des Deutsch­land­funks „Der Ort des Poli­ti­schen in der digi­ta­len Medi­en­welt“ Anfang Januar mit ihm.

„Ara­bi­scher Früh­ling“, „Demo­kra­ti­scher Wan­del“ oder „Ara­bel­lion“: so wer­den die Ver­än­de­run­gen in Ägyp­ten und der ara­bi­schen Welt beschrie­ben. Wel­chen Begriff ver­wen­den Sie?

Ich spre­che sehr gerne von einer „Inti­fada“ – das ist dem sehr ähn­lich, was in Paläs­tina pas­siert ist: Die Leute sind auf­ge­stan­den und haben ange­fan­gen zu demons­trie­ren. Das ist kein kurz­fris­ti­ger Pro­zess, der einen genauen Anfang und ein Ende hat. Mei­ner Mei­nung nach hat es schon im Jahr 2000 ange­fan­gen, dass sich in den Stra­ßen von Ägyp­ten etwas getan hat.

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Die moderne Form der Mundpropaganda


Von agenturadmin

Sicher, alles längst Rou­tine. Hun­derte Pati­en­ten wer­den täg­lich in Ope­ra­ti­ons­sä­len der gan­zen Repu­blik z.B. mit künst­li­chen Hüft-​​ und Knie­ge­len­ken  oder auch Bypäs­sen ver­sorgt. Und natür­lich wirkt der Hin­weis auf einen medi­zi­ni­schen Stan­dard­ein­griff auch beru­hi­gend. Aller­dings, in der kon­kre­ten Situa­tion wird dem Betrof­fe­nen die Ent­schei­dung für oder gegen ein bestimm­tes Kran­ken­haus nicht abge­nom­men. Und auf die Emp­feh­lung des eige­nen Arz­tes will man als eman­zi­pier­ter Pati­ent ohne­hin nicht mehr alleine ver­trauen. Also erst mal den Nach­barn fra­gen, den Kol­le­gen und den bes­ten Freund –  oder ein­fach mal ins Inter­net gehen und gucken, was andere so sagen. Die Zei­ten haben sich eben geän­dert – zwei, drei Clicks und der infor­ma­ti­ons­hung­rige Pati­ent kann an den per­sön­li­chen Erfah­run­gen wild­frem­der Men­schen jen­seits des eige­nen Freundes-​​ und Bekann­ten­krei­ses teilhaben.

Für Lee Aase, Direk­tor des Cen­ter of Social Media an der US-​​amerikanischen Mayo Cli­nic sind Twit­ter, Face­book und Co. die „moderne Form der Mund­pro­pa­ganda“. Weil man von deren gro­ßer Bedeu­tung für die Repu­ta­tion des Unter­neh­mens über­zeugt ist, fokus­siert eine der welt­weit renom­mier­tes­ten Kli­ni­ken ihre  Informations-​​ und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­po­li­tik auch kon­se­quent auf Social Media – auf Anzei­gen oder andere mas­sen­me­diale Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men ver­zich­tet man nahezu völlig.

Lesen sie das kom­plette Inter­view mit Lee Aase im „Leit­fa­den Kli­nik­mar­ke­ting“, der aktu­el­len Publi­ka­tion aus der crossacademy-​​Reihe. Sie kön­nen die Bro­schüre kos­ten­los unter klinikmarketing@crossrelations.de bestellen.

Die Kommunikationskultur muss passen


Von agenturadmin

Wir haben mit Prof. Dr. Ralph Sonn­tag dar­über gespro­chen, wel­che Bedeu­tung das Inter­net heute bei Bewer­bungs­pro­zes­sen spielt - und was er Bewer­bern sowie Unter­neh­men empfiehlt.

Herr Pro­fes­sor Dr. Sonn­tag, was erwar­ten Bewer­ber von Unter­neh­men im Internet?

Ralph Sonn­tag: „Vor allem eines: Dia­log, Dia­log, Dia­log. Den meis­ten Nut­zern geht es nicht haupt­säch­lich darum, sich im Inter­net bloß zu infor­mie­ren. Son­dern sie möch­ten viel­mehr in den direk­ten Kon­takt mit Unter­neh­men tre­ten - und mit die­sen auf Augen­höhe kom­mu­ni­zie­ren. Umso wich­ti­ger ist es daher, dass Unter­neh­men auch auf spe­zi­fi­sche Anfra­gen kom­pe­tent rea­gie­ren. Die­ses kann durch eine indi­rekte oder auch direkte Ein­bin­dung der Fach­ab­tei­lun­gen geschehen.“

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Verändert das Internet die Demokratie?


Von agenturadmin

Dr. Peter Tauber (MdB) Dr. Peter Tauber (MdB)

eGovernment-​​Dienstleistungen und Open-​​Data-​​Strategien, neue For­men der Bür­ger­be­tei­li­gung und Aus­wir­kun­gen auf das Wer­te­sys­tem durch das Netz – es gibt kaum ein Thema, das die 2010 ein­ge­setzte Enquete-​​Kommission des Bun­des­ta­ges „Inter­net und digi­tale Gesell­schaft“ aus­lässt. 2012 sol­len Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für die Poli­tik vor­lie­gen . Die aber lan­den oft in der Schub­lade. Dass sie Berück­sich­tung fin­den, dafür will sich Kom­mis­si­ons­mit­glied Dr. Peter Tau­ber (MdB), stark machen. Im Inter­view, das Chris­tina Marx für den Bun­des­aus­schuss Poli­ti­sche Bil­dung (bap) führte, äußert er sich zu Mög­lich­kei­ten der Betei­li­gung und erklärt, warum viele Social Media Platt­for­men sei­ner Ansicht nach nicht funktionieren.

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crossrelations veröffentlicht Leitfaden zum Klinikmarketing


Von agenturadmin

Mit dem Unter­ti­tel „Chan­cen im Wan­del nut­zen“ ver­öf­fent­licht cross­re­la­ti­ons heute einen Leit­fa­den zum Thema Kli­nik­mar­ke­ting. Weil Fra­gen der stra­te­gi­schen Posi­tio­nie­rung und des Mar­ke­tings im Kran­ken­haus­be­reich viel­fach noch ein Schat­ten­da­sein füh­ren, soll die neu erschie­nene Publi­ka­tion Füh­rungs­kräf­ten und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­ant­wort­li­chen von Kli­ni­ken den Blick für mög­li­che Schwach­stel­len öff­nen und Anre­gun­gen für das Kli­nik­mar­ke­ting, den Mar­ken­auf­bau und eine ziel­ge­rich­tete Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ar­beit geben.

In der Bro­schüre kom­men außer­dem aus­ge­wie­sene Exper­ten und Bera­tungs­part­ner der Agen­tur zu Wort. So macht der lang­jäh­rige Kli­nik­ma­na­ger Prof. Dr. Otto Foit klar, wor­auf sich Kran­ken­häu­ser in der Neu­ori­en­tie­rung ein­stel­len müs­sen und emp­fiehlt einen „Stress­test“ für Kli­ni­ken. Lee Aase von der renom­mier­ten Mayo Cli­nic berich­tet über die radi­kale Ver­la­ge­rung des Mar­ke­tings auf Social Media und Hermann-​​Josef Arentz (Bera­ter, Ex-​​Sozialpolitiker und ehe­ma­li­ger Vor­sit­zen­der des Bun­des­fach­aus­schus­ses Gesund­heit der CDU) erklärt, warum die Unter­neh­mens­kul­tur zum Erfolgs­fak­tor wird.

Die Bro­schüre kann kos­ten­los unter klinikmarketing@crossrelations.de bestellt werden.

Titelseite Klinikmarketing-Broschüre

Facebook und Burson-​​Marsteller: Ein Verhängnis


Von agenturadmin

Die Schmutz­kam­pa­gne von Face­book gegen den Riva­len Google geht einst­wei­len nach hin­ten los. Sie könnte aber auch Aus­gangs­punkt für ein neues Selbst­ver­ständ­nis sein - für Face­book wie für die PR-​​Branche. Andreas Seve­rin, Geschäfts­füh­rer von cross­re­la­ti­ons, ana­ly­siert auf pr-journal.de den Fall. Sein Fazit: In Zei­ten von Leak-​​Plattformen, Social Net­works und Echtzeit-​​Kommunikation sind ver­deckte PR-​​Operationen kaum noch (lange) ver­deckt zu hal­ten. „Die poten­zi­el­len Repu­ta­ti­ons­schä­den ste­hen für Unter­neh­men wie Face­book, deren Markt­wert von geschätz­ten 50 Mil­li­ar­den Dol­lar vor allem auf imma­te­ri­el­len Wer­ten beruht, in kei­nem Ver­hält­nis zum schmut­zi­gen Etappenziel.“

Den gan­zen Bei­trag fin­den Sie auf pr-journal.de.

Die Schmutz­kam­pa­gne von Face­book gegen den Riva­len Google geht einst­wei­len nach hin­ten los. Sie könnte aber auch Aus­gangs­punkt für ein neues Selbst­ver­ständ­nis sein.

Die kommerzielle Seite von Social Media


Von agenturadmin

Lag es am The­men­schwer­punkt oder ist Social Media inzwi­schen in der Nor­ma­li­tät von PR, Wer­bung und Mar­ke­ting ange­kom­men? Im Ver­gleich zum Vor­jahr fan­den jeden­falls deut­lich weni­ger Besu­cher den Weg zur Social-​​Media-​​Konferenz INFECT 2011. Hat­ten die Ver­an­stal­ter im letz­ten Jahr unter dem Motto „Social Media NOW“ noch zahl­rei­che PR-​​Kollegen ange­spro­chen, waren wir in die­sem Jahr gefühlt allein unter Mar­ke­tern - durch­aus beab­sich­tigt, wie Tors­ten Hein­son vom Ver­an­stal­ter Wun­der­kna­ben in sei­ner Keynote betonte: „Wir küm­mern uns hier nicht um die gesell­schaft­li­che Rele­vanz von Social Media, son­dern um die kom­mer­zi­elle Seite.“

Wir küm­mern uns hier nicht um die gesell­schaft­li­che Rele­vanz von Social Media.“

Ent­spre­chend dreh­ten sich die Vor­träge größ­ten­teils um den Return on Invest­ment (ROI) und die Mess­bar­keit von Social Media-​​Aktivitäten. Die Beschrän­kung auf nur 20 Minu­ten Rede­zeit sorgte dabei zwar für einen straf­fen und kom­pak­ten Tages­ab­lauf, führte aber vor allem am Vor­mit­tag dazu, dass einige Refe­ren­ten, etwa Dr. Alex­an­der Ross­mann von der Uni­ver­si­tät St. Gal­len oder Dirk Stef­fen von TNS Infra­test, durch die Charts het­zen muss­ten und Inhalte kaum den Weg ins Audi­to­rium fanden.

Die INFECT war so in die­sem Jahr vor allem ein Rat­ge­ber für Mar­ke­ter. Aus PR-​​Sicht ange­nehme Aus­nah­men waren die Bei­träge von Roland Fiege über Social-​​Media-​​Management-​​Systeme und Tim Rin­gel von meta­people mit kon­kre­ten Hin­wei­sen zum Zusam­men­hang von Facebook-​​Posts und Suchmaschinenergebnissen.

Fazit: Social Media ist in den ver­gan­ge­nen Mona­ten end­gül­tig aus der Nische aus­ge­bro­chen und zu einer rele­van­ten Grösse für die Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion gewor­den. Die Frage lau­tet heute nicht mehr ob, son­dern wie Unter­neh­men in den ent­spre­chen­den Kanä­len ver­tre­ten sind.

Grafik Twitter-Studie Uni Wien

Wie individuell ist Twitter wirklich?


Von agenturadmin

Microblogging-​​Dienste wie Twit­ter gel­ten vie­len als Aus­druck größt­mög­li­chen Online-​​Egozentrismus. Wen inter­es­siert schon, was ich heute mor­gen auf dem Weg zur Arbeit gese­hen habe? Wer will wis­sen, auf wel­chem Kon­gress ich gerade bin oder wel­ches lus­tige Ver­kehrs­schild ich in der Pause sah? Nach einer aktu­el­len Stu­die der Uni­ver­si­tät Wien scheint Twit­ter aber weit weni­ger indi­vi­dua­lis­tisch zu sein, als viele denken.

Die For­scher um Mag. Axel Mai­re­der haben die Inhalte von 3221 deutsch­spra­chi­gen Tweets ana­ly­siert. Mit inter­es­san­ten Ergeb­nis­sen: Twit­ter wird offen­bar im deutsch­spra­chi­gen Raum vor allem von redak­tio­nel­len Medien sowie Orga­ni­sa­tio­nen und Unter­neh­men genutzt. Nur 27 Pro­zent der deutsch­spra­chi­gen Tweets stam­men von als Indi­vi­duen auf­tre­ten­den Usern. Auch die Tweets selbst ver­wei­sen in hohem Maße auf Medi­en­in­halte, die aus redak­tio­nel­len Medien stammen.

Grafik Twitter-Studie Uni Wien

Die Stu­die kommt daher zu dem Schluss, dass die Gatekeeper-​​Funktion der klas­si­schen Medi­en­un­ter­neh­men auch in der Twitter-​​Sphere von hoher Bedeu­tung ist. Ander­seits werde bei spe­zi­fi­schen Nach­rich­ten für Fach-​​, Interessens-​​ oder Hob­byöf­fent­lich­kei­ten in hohem Maße auf Blog­texte, Pod­casts und ande­ren „ech­ten“ User Gene­ra­ted Con­tent ver­wie­sen. Auch bei unter­hal­ten­den Inhal­ten spiel­ten klas­si­sche Medi­en­un­ter­neh­men eine gerin­gere Rolle - vor allem, weil sie der­ar­tige Infor­ma­tio­nen nicht anbieten.

Infor­ma­tio­nen wer­den im deutsch­spra­chi­gen Twit­ter aber nicht nur ver­teilt. 55 Pro­zent der Links wer­den von indi­vi­du­el­len Kom­men­ta­ren beglei­tet, die den Inhalt bewer­ten oder der eige­nen Lebens­si­tua­tion zuord­nen. Twit­ter schaffe so einen indi­vi­du­ell struk­tu­rier­ten Dis­kurs­raum für The­men öffent­li­cher und tei­l­öf­fent­li­cher Relevanz.

 

PR hält Versprechen, die Werbung formuliert, aber nur selten einlösen kann


Von agenturadmin

Kri­ti­sche, bes­tens infor­mierte und her­vor­ra­gend ver­netzte Ver­brau­cher, eine EU-​​Kommission, die immer genauer auf fal­sche Wer­be­ver­spre­chen ach­tet, und Ver­triebs­part­ner, die selbst­be­wusst mit gro­ßer Markt­macht agie­ren – Mar­ke­ting­ver­ant­wort­li­che leben im zwei­ten Jahr­zehnt des drit­ten Jahr­tau­sends in einer kom­ple­xen Welt. Es ist eine Welt mit einem glo­ba­len Markt für Dienst­leis­tun­gen und Pro­dukte aller Art, der sich natür­lich immer noch offen zeigt für emo­tio­nale Anspra­chen und „must-​​have“ Gad­gets wie das jeweils neu­este iPhone, dass all­jähr­lich kurz­fris­tig mal eben Mil­lio­nen Kun­den in Ver­zweif­lung stürzt: „iPhone 4? So 2010!“. Im Kern ist der Markt 2011 aber ein trans­pa­ren­ter und bes­tens infor­mier­ter – egal ob es um Qua­li­tät von Lebens­mit­teln, oder um Unter­hal­tungs­elek­tro­nik geht. Konnte Pro­dukt­mar­ke­ting frü­her unge­prüft Ver­spre­chen for­mu­lie­ren, wer­den diese nun rasch ent­zau­bert und manch­mal sogar als Lügen ent­larvt. Vor allem über Social Net­works wie face­book wer­den eben diese Mel­dun­gen dann in Licht­ge­schwin­dig­keit ein­mal rund um den Glo­bus geschickt.

Die Zei­ten des Bullshit-​​Bingo sind vor­bei: in der Wer­bung und erst recht in der Marketing-​​Kommunikation.“

Mar­ke­ting muss sich daher in der Gegen­wart deut­lich stär­ker an Fak­ten ori­en­tie­ren, die beleg­bar sind und einer kri­ti­schen Über­prü­fung stand­hal­ten. Dies ist das Fun­da­ment der Kom­mu­ni­ka­tion, die Emo­tio­na­li­sie­rung tritt – falls inten­diert – an die zweite Stelle. Die Zei­ten des Bullshit-​​Bingo sind vor­bei: in der Wer­bung und erst recht in der Marketing-​​Kommunikation. PR Agen­tu­ren sind für diese neue Welt der Kom­mu­ni­ka­tion opti­mal auf­ge­stellt. Sie sind es von jeher gewohnt Allein­stel­lungs­merk­male, Inno­va­ti­ons­ge­halt und Vor­teile neuer Pro­dukte über­zeu­gend und trans­pa­rent zu kom­mu­ni­zie­ren. Wo eine Anzeige tra­di­tio­nell mit Fik­tio­nen um Kun­den wer­ben konnte, musste der PR-​​Experte stets für seine Ziel­gruppe der Jour­na­lis­ten den­ken und schrei­ben. Wol­kige Ver­spre­chen ohne Beleg lan­de­ten dort wohl schon zu Zei­ten des PR-​​Pleistozäns in den roaring Twen­ties in der Ablage P. Wei­ter­le­sen →