Lohn für Mut und Qualität

Jurymitglied Andreas Severin mit Eindrücken von den ECON Awards 2014


Von Andreas Severin
ECON Awards 2014: Daimler CEO Dr. Zetsche, Handelsblatt Ressortleiter Unternehmen und der Leiter des Frankfurter Büros, Jens Koenen, crossrelations-Geschäftsführer Andreas Severin

ECON Awards 2014: Daim­ler CEO Dr. Zet­sche, Han­dels­blatt Res­sort­lei­ter Unter­neh­men, Wolf­gang Reu­ter sowie der Lei­ter des Frank­fur­ter Büros, Jens Koe­nen und crossrelations-​​Geschäftsführer Andreas Seve­rin © Tho­mas Rosenthal

Groß­ar­tige Fei­er­stim­mung bei der Ver­lei­hung der ECON Awards am Don­ners­tag­abend in Ber­lin. Ort des Gesche­hens war das Gebäude der Mana­ger­hoch­schule  „Euro­pean School of Manage­ment and Tech­no­logy“ (ESMT), vor­mals bes­ser bekannt als das ehe­ma­lige Staats­rats­ge­bäude der alten DDR.

Große Span­nung herrschte unter den Gäs­ten im Fest­saal der ESMT als unser Jury­vor­sit­zen­der, Klaus Rai­ner Kirch­hoff, die Preis­ver­lei­hungs­ze­re­mo­nie eröff­nete. Hier end­lich sollte bekannt­ge­ge­ben wer­den, für wel­che Ein­rei­chun­gen sich die Jury bei ihrem Tref­fen im Juni ent­schie­den hatte. Erfreu­li­cher­weise waren ganz offen­sicht­lich keine Ent­schei­dun­gen im Vor­feld durch­ge­si­ckert, so dass sich tat­säch­lich der ein oder andere Unter­neh­mens­ver­tre­ter ehr­lich über­rascht auf der Bühne wiederfand.

Höhe­punkt war natür­lich die Ehrung von Daimler-​​Chef Die­ter Zet­sche als „Per­sön­lich­keit des Jah­res“. Wer mit ihm spricht, merkt sehr schnell, dass er hier einen wür­di­gen Preis­trä­ger vor sich hat. Ganz und gar nicht die Art Top Mana­ger, die sich nur in abge­schirm­ter Dis­tanz sicher fühlt. Eher einer, der in der Begeg­nung schnell Ehr­furchts­bar­rie­ren über­win­det, auf alle direkt mit einem war­men Gruß zugeht und auf­merk­sam zuhö­ren kann. Wenige Minu­ten der per­sön­li­chen Begeg­nung rei­chen hier, um sich vor­stel­len zu kön­nen, wie die­ser Mann damals in der Krise des Unter­neh­mens für neues Ver­trauen und Zuver­sicht gesorgt hat.

Wer es bei den ein­ge­reich­ten Arbei­ten schließ­lich aufs Trepp­chen geschafft hat, das kann man ab sofort hier nach­le­sen. Zu mei­nen per­sön­li­chen High­lights der ande­ren Kate­go­rien gehö­ren klar die Guerilla-​​Kampagne „Goe­the goes Gue­rilla“ mit der das TECHNOSEUM Lan­des­mu­seum für Tech­nik und Arbeit in Mann­heim neuen Nach­wuchs für naturwissenschaftlich-​​technische Berufe gewor­ben hat (Gold). Außer­dem das wun­der­bar ein­fühl­sam und anspre­chend rea­li­sierte Maga­zin der Alli­anz Deutsch­land zum schwie­ri­gen Thema Demenz (Gold), sowie der „Insol­venz­krimi“ mit dem die Ulmer PLUTA Rechts­an­walts GmbH das Tabu­thema Insol­venz mit einer Film­story für jeden ver­ständ­lich erklärte. (Spe­cial Award)

In mei­ner eige­nen Kate­go­rie „Nachhaltigkeits-​​ /​ CSR-​​Berichte“ waren drei Preis­trä­ger zu ehren: Der auch didak­tisch sehr schön gemachte Nach­hal­tig­keits­be­richt der Abfall­wirt­schafts­be­triebe Mün­chen (Bronze), (schon wie­der!) der inte­grierte Bericht vom Flug­ha­fen Mün­chen (Sil­ber) und der inhalt­lich unge­heuer starke Bericht der Raiff­ei­sen Zen­tral­bank Öster­reich (RZB), deren Ver­tre­te­rin mit Gold von der Bühne ging. Übri­gens ging ins­ge­samt das Edel­me­tall in die­sem Jahr vor allem in den Süden.
Eine beson­dere Freude war es schließ­lich, der Deut­schen Tele­kom für ihr her­aus­ra­gen­des Nach­hal­tig­keit­spor­tal den ein­zi­gen Platin-​​Award des Wett­be­werbs zu ver­lei­hen. Gewiss wird die­ses Online-​​Angebot auch in den nächs­ten Jah­ren eine wich­tige Bench­mark für andere Berichte bilden.ECON2014_Saal

Ein gelun­ge­ner Abend war das. Immer wie­der zum Grei­fen: große Befrie­di­gung und Erleich­te­rung der so Geehr­ten. Aner­ken­nung für oft schwie­rige, manch­mal sogar ris­kante Pro­jekte, viel­leicht manch­mal sogar ein wich­ti­ger Impuls zur Fort­schrei­bung einer wack­li­gen Inves­ti­tion im Kom­mu­ni­ka­ti­ons­etat. Ohne Zwei­fel wurde an dem Abend auch eine Menge Mut belohnt.

In den letz­ten Bil­dern, die ich in der Nacht von der Spree­in­sel mit­bringe, sehe ich einen über­glück­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ma­na­ger der Alli­anz, der sich in der Nacht wahr­schein­lich noch halb Ber­lin für Sel­fies mit ihm und dem Gold Award emp­foh­len hat. Und ich sehe einen ein­sa­men aber glück­strot­zen­den Preis­trä­ger, der sich am dunk­len Stra­ßen­rand mit dem Preis in der Hand ein Taxi herbeiwedelt.

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