Alle Artikel zu Nachhaltigkeit und CSR

Was aus dem mächtigsten Tal der Welt auf uns zukommt

Christoph Keese stellt sein neues Buch in Düsseldorf-Kaiserswerth vor


Von Andreas Severin
Lesenswert: Das neue Buch von Christoph Keese

Lesens­wert: Das neue Buch von Chris­toph Kee­se

Heu­te Abend hat­te ich das Gefühl einer Beer­di­gungs­ge­sell­schaft bei­zu­woh­nen, die sich der Din­ge, die da unab­wend­bar kom­men, begeg­net, indem sie sich gegen­sei­tig der eige­nen Vita­li­tät ver­si­chert. „Et hätt noch emmer joot jejan­ge.“, raunt man sich den rhei­ni­schen Impe­ra­tiv zu.

Aber von Anfang an. Heu­te Mor­gen ließ mich das „Morning Brie­fing“ des Han­dels­blatts wis­sen, dass heu­te Abend Chris­toph Kee­se, Sprin­ger-Mana­ger und ehe­ma­li­ger Chef­re­dak­teur der „Finan­ci­al Times Deutsch­land“, in Düs­sel­dorf vor­bei­schaut, um sein neu­es Buch vor­zu­stel­len. Hin­ter­grund: Kee­se gehör­te zu der Boy­group um Sprin­ger-Chef Diek­mann, die für ein hal­bes Jahr aus­zog, um sich in Kali­for­ni­en per­sön­lich in das Zen­trum der welt­wei­ten Digi­ta­li­sie­rung zu bege­ben, um das loka­le Kraft­feld auf die eige­ne Welt­wahr­neh­mung wir­ken zu las­sen. Diek­mann war mit einem Bart zurück­ge­kehrt. Die ande­ren schrei­ben jetzt nach der Rück­kehr Bücher, die uns die Augen öff­nen sol­len. Beim Ent­de­ckungs­rei­sen­den Kee­se heißt das ver­kaufs­för­dernd: „Sili­con Val­ley - Was aus dem mäch­tigs­ten Tal der Welt auf uns zukommt“. Tat­säch­lich gelingt es dem Kund­schaf­ter Kee­se in kür­zes­ter Zeit, das Publi­kum in sei­nen Bann zu zie­hen. Wei­ter­le­sen →

Fehlpass ins Leere

Wie in Düsseldorf ein Versuch scheiterte, mit dem Profifußball über CSR zu reden


Von Andreas Severin

CSR_im_Staendehaus_01Unse­re Lan­des­re­gie­rung in NRW ist wirk­lich zu loben, dass sie dem The­ma CSR und Wirt­schaft gro­ße Auf­merk­sam­keit schenkt. Das grün-rote Tan­dem Sven­ja Schul­ze und Garrelt Duin geben sich sicht­bar Mühe, den Dia­log mit der Wirt­schaft aus den Hin­ter­zim­mern der Aus­schüs­se und Lob­by­is­ten her­aus und in die öffent­li­che Dis­kus­si­on zu füh­ren. Der Kon­gress „Fort­schritt gestal­ten“ im ver­gan­ge­nen Dezem­ber war ein wich­ti­ges Zei­chen in Rich­tung Unter­neh­men und Bür­ger, dass ange­sichts schwie­ri­ger Zukunfts­fra­gen, Poli­tik mehr denn je der öffent­li­chen Rück­kopp­lung bedarf. Lei­der sind die Ange­bo­te nicht immer hin­rei­chend durch­dacht. War der Kon­gress zwar in den Arbeits­grup­pen hoch­wer­tig besetzt, fehl­te es der Ver­an­stal­tung an einem über­zeu­gen­den Kon­zept den Dia­log zu struk­tu­rie­ren und Input in den wei­te­ren poli­ti­schen Pro­zess zu inte­grie­ren. Wei­ter­le­sen →

Das Imperium schlägt zurück!

Bericht vom deutschen GRI G4 Launch-Event in Frankfurt


Von Andreas Severin
Christine Koblun, GRI Launch Event G4

Chris­ti­ne Koblun führ­te in die neu­en Repor­ting-Gui­de­li­nes ein

Groß war der Andrang beim deut­schen Launch-Event zur Ein­füh­rung in die vier­te Genera­ti­on (G4) der Gui­de­li­nes der Glo­bal Repor­ting Initia­ti­ve (GRI). Über ein­hun­dert Teil­neh­mer waren der Ein­la­dung in den Esch­bor­ner „Cube“ der Deut­schen Bör­se AG gefolgt. Als am sel­ben Ort vor knapp drei Jah­ren eine Anhö­rung zur dama­li­gen Ent­wurfs­fas­sung der G4 statt­fand und noch kon­kre­te Ein­fluss­nah­me auf die End­fas­sung mög­lich war, hat­ten sich gera­de mal 30 Leu­te ein­ge­fun­den.
Der Wake-up Call erfolg­te offen­bar am 22. Mai 2013 in Ams­ter­dam. Seit­dem an die­sem Tag die Vor­stel­lung der neu­en Gui­de­li­nes erfolg­te, ist es mit Ruhe und Ord­nung im deut­schen Repor­ting-Spren­gel vor­bei. Wer­den wir uns im Ran­king hal­ten kön­nen? Müs­sen wir GRI viel­leicht auf­ge­ben? Reicht die Zeit, um uns auf den neu­en Stan­dard aus­zu­rich­ten? Sol­che Fra­gen berei­ten man­chem Repor­ting-Ver­ant­wort­li­chen mitt­ler­wei­le schlaf­lo­se Näch­te. Wei­ter­le­sen →

»Echte Liebe« und viel Edelmetall bei den ECON Awards 2013


Von Andreas Severin
Begehrte Trophäen - die ECON Awards

Begehr­te Tro­phä­en - die ECON Awards

Einen Tag bevor in Wies­ba­den der Deut­sche PR-Preis ver­ge­ben wur­de, rich­te­te die Bran­che bereits  ihre Auf­merk­sam­keit auf eine ande­re Preis­ver­lei­hung im ehr­wür­di­gen Ber­li­ner Hum­boldt Car­ré. Zum sieb­ten Mal wur­den dort am 24. Okto­ber her­aus­ra­gen­de Leis­tun­gen in der Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on mit dem Econ Award prä­miert. Pla­tin-Aus­zeich­nun­gen sicher­ten sich der Phar­ma­händ­ler Cele­sio mit dem Geschäfts­be­richt 2012, Mit­tel­ständ­ler otto­bock mit der Inte­gra­ti­on der Paralym­pics in die Unter­neh­mens­kul­tur, und Por­sche mit sei­nem Pavil­lon Buch. Mit knapp 200 Gäs­ten war auch in die­sem Jahr die Gala-Teil­nah­me eng auf das Feld der Ein­rei­cher und Nomi­nier­ten beschränkt wor­den, obwohl auch in die­sem Jahr locker ein Viel­fa­ches an Kar­ten hät­te ver­kauft wer­den kön­nen. Wei­ter­le­sen →

trockenzeit - De’Longhi hilft und sucht Unterstützer


Von Jörg Middelkamp

Seit Tagen ste­hen tau­sen­de Häu­ser in den Flut­ge­bie­ten unter Was­ser. Sobald sich das Was­ser zurück­ge­zo­gen hat, müs­sen Decken, Wän­de und Fuß­bö­den schnells­tens wie­der getrock­net wer­den. Das weiß die De´Longhi Deutsch­land GmbH als größ­ter Anbie­ter von mobi­len Luft­ent­feuch­tern. Für sie haben wir die Initia­ti­ve „Tro­cken­zeit“ ins Leben geru­fen: Als Initia­tor spen­det das Unter­neh­men 50 Gerä­te. Und weil De´Longhi weiß, dass Luft­ent­feuch­ter tem­po­rär zum Ein­satz kom­men, zum Bei­spiel bei einem Rohr­bruch oder nach dem Neu­bau, ruft die­se Initia­ti­ve Pri­vat­per­so­nen auf, eige­ne Gerä­te, die nicht mehr gebraucht wer­den, zu spen­den. Die gespen­de­ten Gerä­te wer­den kos­ten­frei vom Tro­cken­zeit­part­ner, dem Express- und Paket­zu­stell­dienst UPS abge­holt und nach Regens­burg und Dres­den gebracht. Von dort ver­teilt sie der Arbei­ter-Sama­ri­ter-Bund (ASB) an die Betrof­fe­nen.

Doch war­um Luft­ent­feuch­ter sam­meln? In den über­flu­te­ten Häu­sern ist schnel­le Trock­nung das A und O. Durch die hohe Luft­feuch­tig­keit in den Räu­men besteht eine grö­ße­re Infek­ti­ons­ge­fahr. Eine man­geln­de Trock­nung der Häu­ser kann zu Schim­mel­bil­dung an Wän­den, Türen und Möbel­stü­cken füh­ren. Schlimms­ten­falls kön­nen Stahl­kon­struk­tio­nen ros­ten, Holz fau­len oder sich ver­for­men sowie Beton und Mör­tel aus­ge­laugt wer­den. Damit wäre die Stand­si­cher­heit des Hau­ses gefähr­det. Luft­ent­feuch­ter hel­fen die­se Fol­ge­schä­den zu ver­hin­dern.

Also, hel­fen Sie mit! Inter­es­sier­te Spen­der fin­den alle Infor­ma­tio­nen zur Luft­ent­feuch­ter-Spen­de und der Abho­lung auf www.trockenzeit.org . Zudem unter­stüt­zen Sie uns bit­te bei der Ver­brei­tung der Hilfs­ak­ti­on über Face­book: www.facebook.de/trockenzeit

Global Reporting Initiative: G4 ante portas


Von Andreas Severin

Glo­bal Repor­ting Angst

Etwa 11.000 Unter­neh­men welt­weit ver­öf­fent­li­chen Nach­hal­tig­keits­be­rich­te, die sich am Bericht­erstat­tungs­rah­men der Glo­bal Repor­ting Initia­ti­ve (GRI) ori­en­tie­ren. Wir bei cross­re­la­ti­ons gehö­ren sogar zu den ers­ten, die schon im Jahr 2000 zusam­men mit dem Kun­den VAW alu­mi­ni­um den ers­ten an die­sem Stan­dard ange­lehn­ten Bericht in Deutsch­land ent­wi­ckelt hat­ten. Die anfäng­li­che Skep­sis der Unter­neh­men gegen­über  den „Gui­de­li­nes“ schlug bald schon um in eine gera­de­zu selbst­ver­ständ­li­che Akzep­tanz. Hat­ten bis dahin die IÖW-Kri­te­ri­en zur Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung noch gro­ßen Ein­fluss auf das Repor­ting (auch wenn das ungern ein­ge­stan­den wur­de), schien es den Unter­neh­men leich­ter zu fal­len, die in einem welt­wei­ten Kon­sul­ta­ti­ons­pro­zess aus­ge­men­del­ten Indi­ka­to­ren­ka­ta­lo­ge der GRI zu erfül­len. Vor allem fan­den die­se welt­weit Aner­ken­nung. Und selbst wenn man sich die exter­ne Vali­die­rung durch ein Prüf­in­sti­tut spar­te, konn­te man immer noch zumin­dest eine „Assurance“-Bestätigung der GRI hin­ten in den Bericht pap­pen. Sah  irgend­wie auch aus wie ein Prüf­sie­gel.

Wenn am 22. Mai 2013 die Repor­ting-Com­mu­ni­ty in Ams­ter­dam zusam­men­kommt, könn­te die har­mo­ni­sier­te Welt der Glo­bal Repor­ters ein paar Ris­se bekom­men. In einem zwei Jah­re dau­ern­den Kon­sul­ta­ti­ons­pro­zess hat GRI welt­weit Ansät­ze für die Reform der Gui­de­li­nes dis­ku­tie­ren las­sen. Bis­her sind von der vier­ten Genera­ti­on des Bericht­erstat­tungs­rah­mens (G4) nur Eck­punk­te bekannt, die als „G4 Expo­sure Draft“ in die „Public Com­ment Peri­ods“ als Dis­kus­si­ons­grund­la­ge ein­ge­bracht wur­den. Erst in Ams­ter­dam wird offen­ge­legt wer­den, wel­che kon­kre­ten Ände­run­gen sich in den Richt­li­ni­en nie­der­schla­gen wer­den. Die Dis­kus­sio­nen, auch bei dem Mee­ting in Deutsch­land, an dem wir betei­ligt waren, las­sen Ände­run­gen in fol­gen­den Punk­ten erwar­ten:

  • G4 wird vor­aus­sicht­lich die “App­li­ca­ti­on Levels”  (A, B, C und Plus-For­men) abschaf­fen. Zu oft wur­den die­se Levels in Berich­ten als eine Art Vali­die­rung insze­niert. Hin­zu kommt, dass die­se Selbst­ein­stu­fun­gen immer wie­der als Grad der Nach­hal­tig­keits­leis­tung inter­pre­tiert wur­den. Tat­säch­lich geben die­se drei Buch­sta­ben nur einen Hin­weis auf den Umfang des dem Repor­ting zugrun­de geleg­ten Indi­ka­to­ren­rah­mens. Der Nut­zen der Levels indes scheint bei nähe­rer Betrach­tung frag­wür­dig. Bis heu­te hat mir nie­mand plau­si­bel machen kön­nen, wel­chen Vor­teil ein nicht-vali­dier­tes „A“ gegen­über einem vali­dier­ten „B“ abseits einer Hand­voll von Nach­hal­tig­keits­ana­lys­ten brin­gen soll. Und für die Kos­ten einer Vali­die­rung las­sen sich locker zwei unva­li­dier­te Berich­te erstel­len… Soll­ten die App­li­ca­ti­on Levels jedoch tat­säch­lich abge­schafft wer­den, darf man gespannt sein, was den Unter­neh­men als Kom­pen­sa­ti­on für Ihre Kom­mu­ni­ka­ti­on ange­bo­ten wer­den wird.
  • G4 wird  den Fokus in Rich­tung Wert­schöp­fungs­ket­te ver­la­gern. Die mate­ri­el­le Suche nach den wich­tigs­ten Aus­wir­kun­gen ent­lang die­ser Ket­te könn­te sich bei kom­ple­xen Pro­duk­tio­nen als sys­te­ma­tisch schwie­ri­ges Unter­fan­gen erwei­sen.
  • G4 wird die Anzahl der Indi­ka­to­ren und Kenn­zah­len erhö­hen – von der­zeit maxi­mal 79 auf mehr als ein­hun­dert. In einer Pha­se, in der vie­le Unter­neh­men schon an ihre Gren­zen gera­ten, das GRI-Excel-Sheet mit die­sen Daten ein­mal im Jahr zu füt­tern, wird eine Aus­wei­tung des Daten­vo­lu­mens die Res­sour­cen man­cher­orts an ihre Gren­zen füh­ren.
  • G4 ist zu sehr von dem Anspruch gelei­tet, auf dem Weg zur Inte­grier­ten Bericht­erstat­tung (Geschäfts­be­richt plus Nach­hal­tig­keits­be­richt) mög­lichst vie­le eta­blier­te Stan­dards ein­zu­be­zie­hen. Hier droht ein neu­es Tech­no­kra­ten­mons­trum zu ent­ste­hen. Völ­lig außer Blick gerät dabei der Leser, der (abseits der knapp 20 Ana­lys­ten), viel­leicht tat­säch­lich ein­fach nur ein Bild von der ethi­schen Ori­en­tie­rung, der Ver­ant­wor­tungs­pra­xis und Kul­tur des Unter­neh­mens erhal­ten möch­te. Für die Kom­mu­ni­ka­ti­on der Unter­neh­men könn­te ein sol­cher Bericht damit an Wert ein­bü­ßen.
  • Was einst das Ziel von GRI war, durch mehr Sub­stanz und Ver­gleich­bar­keit den Wert und die Aus­sa­ge­kraft der Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung zu ver­bes­sern und den Berich­ten zu mehr Ver­brei­tung und Akzep­tanz zu ver­hel­fen, könn­te mit G4 emp­find­lich aus­ge­bremst wer­den. In der Ver­gan­gen­heit hat sich GRI bei Updates aller­dings sehr umsich­tig und prag­ma­tisch ver­hal­ten. Es bleibt für uns die Hoff­nung, dass den bis­he­ri­gen Stan­dards 3 bzw. 3.1 ein mög­lichst groß­zü­gi­ges Mora­to­ri­um ein­ge­räumt wird. In der Zeit könn­ten dann auch die Ambi­tio­nen von G4 an die Rea­li­tät ange­passt wer­den.

crossrelations organisiert 8. Cofresco Forum Roundtable


Von Meike Mueller

Packa­ging avo­ids was­te

Vie­le Kon­su­men­ten beur­tei­len Ver­pa­ckun­gen mit Blick auf das Müll­auf­kom­men kri­tisch. Tat­säch­lich kön­nen die rich­ti­ge Ver­pa­ckung und Lage­rung von Lebens­mit­teln aller­dings in hohem Maße zur Redu­zie­rung von Haus­halts­ab­fäl­len bei­tra­gen. Hier­über dis­ku­tie­ren Exper­ten aus der Ver­pa­ckungs­bran­che beim dies­jäh­ri­gen Round Table des Cfres­co Forums, der unter dem Mot­to „Packa­ging avo­ids was­te – Ver­pa­ckung redu­ziert Lebens­mit­tel­ab­fäl­le“ am 18. April in Bre­mer­ha­ven statt­fin­det. Die Ver­an­stal­tung bie­tet einen umfas­sen­den Über­blick über den Stand der For­schung – und Ein­bli­cke in die Pra­xis:

Im Tech­ni­kum des ttz Bre­mer­ha­ven haben Teil­neh­mer die Mög­lich­keit, im Eigen­ver­such die Sen­so­rik von ver­schie­den gela­ger­ten fri­schen Lebens­mit­teln zu unter­su­chen.

Wie schon die ver­gan­ge­nen Auf­la­gen wird auch der mitt­ler­wei­le 8. Cofres­co Forum Round Table von cross­re­la­ti­ons orga­ni­siert, vom Abste­cken des The­mas und der Inhal­te über die Aus­wahl von Veranstaltungs­ort, Part­ner und Red­nern bis hin zur Durch­füh­rung vor Ort. Bereits seit 2001 arbei­tet die Agen­tur für das Cofres­co Forum und betreut seit­her die Ver­an­stal­tungs­rei­he.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Round Table fin­den Sie auf der Web­site des Cofres­co Forums unter www.cofresco-forum.de.

GRI: Auf dem Weg zur vierten Generation der Reporting-Guidelines


Von Andreas Severin

 2013 ist ein wich­ti­ges Jahr für die Glo­bal Repor­ting Initia­ti­ve (GRI) und alle Anwen­der des wich­tigs­ten Repor­ting­stan­dards für Nach­hal­tig­keits­be­rich­te. Im Mai näm­lich wird GRI im Rah­men der  Glo­bal Con­fe­rence on Sustai­na­bi­li­ty and Repor­ting die vier­te Genera­ti­on der Gui­de­li­nes vor­stel­len. Zwei Jah­re welt­wei­ter Kon­sul­ta­tio­nen im Rah­men eines Mul­ti-Sta­ke­hol­der-Pro­zes­ses sind in die Über­ar­bei­tung des Richt­li­ni­en­ka­ta­logs ein­ge­flos­sen. Auch wir von cross­re­la­ti­ons haben uns als Orga­ni­za­tio­nal Sta­ke­hol­der (OS) im letz­ten deut­schen Public Com­ment Mee­ting in Frank­furt inten­siv an der Dis­kus­si­on betei­ligt. Jetzt sind wir gespannt, wie die GRI-Gre­mi­en das Feed­back ver­ar­bei­ten. Wenig Wider­spruch in der Com­mu­ni­ty dürf­ten die Bemü­hun­gen fin­den, in der Neu­fas­sung der Gui­de­li­nes Gover­nan­ce-Aspek­te stär­ker zu berück­sich­ti­gen und die Aus­künf­te zu den Aspek­ten der Manage­men­t­an­sät­ze zu ver­tie­fen. Auch die ins­ge­samt unüber­seh­ba­ren Bestre­bun­gen GRI mit ande­ren Sys­te­men zu ver­knüp­fen, tra­gen nicht nur der Rea­li­tät in den Unter­neh­men Rech­nung, son­dern sind unver­zicht­ba­re Schrit­te auf dem Weg zum Inte­grier­ten Bericht. Mehr kri­ti­sche Auf­merk­sam­keit wird die Dis­kus­si­on zur mög­li­chen Abschaf­fung des App­li­ca­ti­on Level Labels erzeu­gen, nach­dem es hier eini­gen Miss­brauch gege­ben hat. Hier steht der Vor­schlag im Raum, nur noch „in accordance“-Bestätigungen kom­mu­ni­ka­tiv ver­wert­bar zu machen.

Immer wie­der erreicht uns die Fra­ge, ob mit Ein­füh­rung von G4 sofort die neu­en Anfor­de­run­gen in Kraft tre­ten. Dies ist nicht zu erwar­ten. Allei­ne für den Über­gang von Ver­si­on 3 auf die heu­te gül­ti­ge 3.1. wur­de ein Über­gangs­zeit­raum von zwei Jah­ren ein­ge­räumt. Es wird erwar­tet, dass man im Rah­men des anste­hen­den appro­val pro­cess eine eben­so groß­zü­gi­ge Rege­lung zur Ein­füh­rung von G4 tref­fen wird. Eine Rei­he von Doku­men­ten gibt Ein­blick in den der­zei­ti­gen Stand der Vor­be­rei­tun­gen von G4. GRI Chief Exe­cu­ti­ve Ernst Lig­te­rin­gen hat vor ein paar Tagen in einem Video­state­ment noch ein­mal die Bedeu­tung von G4 unter­stri­chen. Haben Sie Fra­gen zu den Gui­de­li­nes? Ger­ne dis­ku­tie­ren wir mit Ihnen die neu­en Per­spek­ti­ven für Ihr Repor­ting.

Update 26.03.14: Link zu G4 Deve­lop­ments aktua­li­siert.

crossrelations fährt jetzt elektrisch


Von Andreas Severin

Action! Heu­te beginnt für uns eine neue Zeit­rech­nung. Aus den Hän­den von Andre­as Alle­brod von Dri­ve Car­sha­ring habe ich die Key­card für den super­schö­nen Opel Ampera ent­ge­gen­ge­nom­men, den ich ab heu­te für cross­re­la­ti­ons fah­ren wer­de. Gut, ich hät­te mir nach soo vie­len Jah­ren an der Sei­te von VW nicht träu­men kön­nen, je in einen Opel zu stei­gen. Seit so vie­len Jah­ren  beschäf­ti­gen wir uns mit Autos und Nach­hal­tig­keit made in Ger­ma­ny. Und dann sit­ze ich aus­ge­rech­net  in einem ame­ri­ka­ni­schen Elek­tro-Seri­en­au­to. Aber die­ses Auto ist ein Knal­ler. Ein Cock­pit wie im Raum­schiff und ein ech­tes Sport­de­sign - ein ech­ter Hin­gu­cker. Und doch ein lupen­rei­nes Elek­tro­mo­bil. Der ers­te Fah­rein­druck war über­ra­schend gut: hohe Fahr­dy­na­mik, anstän­di­ge Beschleu­ni­gung, gutes Fahr­werk und sehr über­sicht­lich zu fah­ren. Mor­gen geht’s zum ers­ten Mal an die Lade­säu­le. Mal sehen, wo die nächs­te ist. Wer­de in nächs­ter Zeit an die­ser Stel­le über mei­ne Fahr­erleb­nis­se berich­ten. Und wenn jemand mal eine Run­de dre­hen will - bit­te mel­den!

ECON Awards 2012


Von Andreas Severin
Mira Dahle

Mike Brau­ner und Mila Dah­le von der TUI neh­men für den Nach­hal­tig­keits­be­richt 2011 den ECON Award in Sil­ber ent­ge­gen

Eine klei­ne Nach­be­trach­tung: Mein Debüt in der Jury des ECON-Awards hat rich­tig Spaß gemacht. War ich anfangs noch etwas skep­tisch, immer­hin sind neben dem Han­dels­blatt ein nam­haf­ter Ver­lag und das füh­ren­de Bera­tungs­un­ter­neh­men für Geschäfts­be­rich­te betei­ligt, hat­te sich die­se Sor­ge in der Jury­sit­zung im Juli schnell zer­streut. Dort fand ich mich in einer Run­de wie­der, die sich nicht nur durch hohen Sach­ver­stand aus­zeich­ne­te, son­dern vor allem durch gro­ße Unab­hän­gig­keit und Offen­heit für ande­re Mei­nun­gen. Vor allem stimm­te hier rund­um die Che­mie. Pro­fes­sio­nel­le Ernst­haf­tig­keit ging hier ein­her mit erfreu­lich kri­ti­scher Distanz zu Effekt­ha­sche­rei und vor allem – einer guten Por­ti­on Humor.

Wer hier eine Ein­fluss­nah­me des Jury-Vor­sit­zen­den Kirch­hoff zuguns­ten eige­ner Pro­duk­te erwar­tet, sei nach­hal­tig ent­täuscht. Nicht in einem ein­zi­gen Fall gab es einen Ver­such, das Jury-Votum zu „gestal­ten“. Klaus Rai­ner Kirch­hoff ist ohne Zwei­fel eine star­ke Per­sön­lich­keit, die sich nicht scheut – wie in der Gala zu ver­neh­men war – auch mal mit einem kan­ti­gen Stand­punkt zu pola­ri­sie­ren, sei es mit Kri­tik an der Regie­rungs­po­li­tik, an den Ban­ken oder ein­fach mit sei­ner Abnei­gung gegen den FC Bay­ern Mün­chen. Anders­her­um hat der Mann eine Freu­de am fun­dier­ten Wider­spruch und dem inhalt­li­chen Dis­put. Nicht gera­de der Typ, der sich mit Oppor­tu­nis­ten umgibt und in Har­mo­nie schwelgt. Da hieß es: Ring frei für die Argu­men­te und Bewer­tun­gen der Juro­ren.

Es war schließ­lich ein gutes Gefühl, das „Line-up“ zur Preis­ver­lei­hung am Don­ners­tag­abend zu ver­fol­gen. In mei­ner Kate­go­rie der „CSR- und Nach­hal­tig­keits­be­rich­te“ wur­den zu Recht alle ver­füg­ba­ren Preis­qua­li­tä­ten ver­ge­ben. (In fast allen Kate­go­ri­en hat­te die Jury man­gels Qua­li­tät Mut zur Lücke bewie­sen und auf ein­zel­ne Preis­stu­fen ver­zich­tet.) Sogar bei Betrach­tung aller Ein­rei­chun­gen war fest­zu­stel­len, dass sich gut vier Fünf­tel der Berich­te locker von den gän­gi­gen, an GRI ori­en­tier­ten Durch­schnitts­pro­duk­ten, nach oben abhe­ben konn­ten. Die Spit­zen­plat­zie­run­gen die­ser Kate­go­rie – Pla­tin für BMW, Gold für Bay­er, Sil­ber für TUI, Bron­ze für den Flug­ha­fen Mün­chen und sogar einen Spe­cial Award für die Öster­rei­chi­schen Bun­des­bah­nen – mar­kie­ren sehr deut­lich, wohin die Rei­se geht: Vol­le Inte­gra­ti­on von Print- und Online­be­richt­erstat­tung las­sen für die Ziel­grup­pen kaum noch Wün­sche offen. Die Kon­tu­ren des Inte­gra­ted Reports, der Nach­hal­tig­keits- und Geschäfts­be­richt­erstat­tung zusam­men­führt, sind auch unter­halb eines welt­wei­ten Stan­dards schon gut erkenn­bar. Ansons­ten vor allem viel Sub­stanz. Nur bei den akti­ven Dia­log­an­ge­bo­ten und dem Umgang mit Rück­schlä­gen („Low­lights“) und kri­ti­schen The­men bleibt noch eini­ges Poten­zi­al für zuküns­ti­ge Ein­rei­chun­gen.

In sei­nem Dank­wort sprach der Ver­tre­ter von Bay­er sehr offen über das unge­lieb­te Baby der Kom­mu­ni­ka­ti­on, den Nach­hal­tig­keits­be­richt. Tat­säch­lich bie­tet ein sol­ches Pro­jekt für Kom­mu­ni­ka­to­ren in der Regel mehr Risi­ken und Umset­zungs­pro­ble­me als ech­te Chan­cen, im Ergeb­nis für das Unter­neh­men mehr als einen Blu­men­topf zu gewin­nen. Umso erfreu­li­cher, dass sich immer wie­der Unter­neh­men mit Anspruch, neu­en Kon­zep­ten und Res­sour­cen die­ser Her­aus­for­de­rung stel­len. Die­sen Mut hat der ECON Award am letz­ten Don­ners­tag weg­wei­send hono­riert.

Und hier geht’s zu den Preis­trä­gern und Bil­dern des Abends.

Wer sich Preis­trä­ger und nomi­nier­te Ein­rei­chun­gen näher anse­hen möch­te, dem sei das kilo­schwe­re Jahr­buch Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on emp­foh­len. Neben einer anspruchs­vol­len Prä­sen­ta­ti­on aller Wett­be­werbs­bei­trä­ge fin­det sich hier auch ein lesens­wer­ter Leit­ar­ti­kel der Jour­na­lis­tin und Nach­hal­tig­keits­ex­per­tin Susan­ne Ber­gius zur mög­li­chen Pflicht­be­richt­erstat­tung im Bereich gesell­schaft­li­cher Ver­ant­wor­tung.

Erfolgreiche Premiere der Dortmunder E-Mobilitätstage

Netzwerken und Nutzen standen im Mittelpunkt


Von agenturadmin
Dortmund will unter anderem mit dem Projekt „ELMO“ Vorreiter für Elektromobilität in Deutschland sein. (Foto: Stadt Dortmund/Stefanie Kleemann)

Dort­mund will unter ande­rem mit dem Pro­jekt „ELMO“ Vor­rei­ter für Elek­tro­mo­bi­li­tät in Deutsch­land sein.
(Foto: Stadt Dortmund/​Stefanie Klee­mann)

Zahl­rei­che Netz­werk­ver­an­stal­tun­gen und eine gro­ße E-Fahr­zeug­flot­te auf dem Frie­dens­platz, die zu Pro­be­fahr­ten ein­lud: die Dort­mun­der E-Mobi­li­täts­ta­ge fei­er­ten am 4. und 5. Sep­tem­ber erfolg­reich Pre­mie­re. Mit dem „Dia­log E“ hat­te die Wirt­schafts­för­de­rung Dort­mund gemein­sam mit den Initia­ti­ven „Der Inno­va­ti­ons­stand­ort“ und „InDie Regi­on­Ruhr“ Wirt­schaft und Wis­sen­schaft zum Aus­tausch ein­ge­la­den. „Nach einem etwas zähen Start macht Dort­mund einen guten Job“, hob Johan­nes Bau­er­dick, im NRW-Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um für Elek­tro­mo­bi­li­tät zustän­dig, in sei­ner Begrü­ßung her­vor. „Mitt­ler­wei­le ist Dort­mund eine Vor­zei­ge­stadt in Sachen E-Mobi­li­tät.“ Bau­er­dick beton­te, dass Elek­tro­mo­bi­li­tät ein zen­tra­les  Anlie­gen der NRW-Lan­des­re­gie­rung sei. „Im Rah­men des Mas­ter­plans Elek­tro­mo­bi­li­tät sind bis 2015 mehr als 100 Mil­lio­nen Euro im Haus­halt ein­ge­plant.“

Auch Tho­mas Eller­kamp, stell­ver­tre­ten­der Geschäfts­füh­rer der Wirt­schafts­för­de­rung, sieht Dort­mund wie auch das Ruhr­ge­biet ins­ge­samt auf einem guten Weg. „Wir sind mit erfolg­rei­chen Pro­duk­ten als Modell­re­gi­on erkenn­bar“, so Eller­kamp, der damit ins­be­son­de­re auf zwei Pro­jek­te abziel­te: ELMO, das für „Elek­tro­mo­bi­le Urba­ne Wirt­schafts­ver­keh­re“ steht und unter Feder­füh­rung des Fraun­ho­fer IML durch­ge­führt wird sowie „metro­po­le E“, das pra­xis­ori­en­tiert den groß­flä­chi­gen Ein­satz von Elek­tro­fahr­zeu­gen in der Metro­pol­re­gi­on Ruhr erprobt. Bei­des sind soge­nann­te „Leucht­turm­pro­jek­te“ des Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums und wer­den von dort geför­dert.

Wei­ter­hin ist Dort­mund Teil des „Green­Ci­ties“-Netz­werk, einer Initia­ti­ve des Net­work of Auto­mo­ti­ve Excel­lence (NoAE), die sich mit Mobi­li­täts­kon­zep­ten für den urba­nen Raum befasst. cross­re­la­ti­ons unter­stützt NoAE kom­mu­ni­ka­tiv und hat­te u.a. die Medi­en­ar­beit, einen Mar­ke­ting-Work­shop und die Erstel­lung von Vide­os für den Inter­na­tio­na­len Pro­jekt­tag im April über­nom­men.

Leuchtpol – Energie und Umwelt neu erleben!

crossrelations unterstützt Nachhaltigkeitsprojekt im Kita-Bereich


Von agenturadmin
NRW Wissenschaftsministerin Svenja Schulze besuchte den Leuchtpol-Stand im ThyssenKrupp Ideenpark 2012 (Foto: Leuchtpol/  bildwerkeins - Paul Walther)

NRW Wis­sen­schafts­mi­nis­te­rin Sven­ja Schul­ze besuch­te den Leucht­pol-Stand im Thys­sen­Krupp Ide­en­park 2012 (Foto: Leuchtpol/​ bild­werk­eins - Paul Walt­her)

Mit den Klei­nen Gro­ßes den­ken“ – so lau­tet das Mot­to von Leucht­pol. Als bun­des­weit größ­tes Bil­dungs­pro­jekt für Nach­hal­tig­keit hat Leucht­pol in den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren gezeigt, wie nach­hal­ti­ges Den­ken und Han­deln bereits bei den Jüngs­ten ver­an­kert wer­den kann. In rund 4.000 Kitas – das ent­spricht 10 Pro­zent aller deut­schen Kin­der­ta­ge­stät­ten – wur­den Erzie­he­rin­nen und Erzie­her fort­ge­bil­det und Mate­ri­al­kis­ten für die Arbeit bereit­ge­stellt. Geför­dert wird Leucht­pol von der E.ON AG. Allei­ni­ge Gesell­schaf­te­rin ist die Arbeits­ge­mein­schaft Natur- und Umwelt­bil­dung Bun­des­ver­band e. V. (ANU). Für das päd­ago­gi­sche Kon­zept ist Leucht­pol ver­ant­wort­lich. Jetzt gibt die Leucht­pol gGmbH ihren ers­ten Nach­hal­tig­keits­be­richt her­aus. Die Pro­jekt­ge­sell­schaft will damit zei­gen, dass Nach­hal­tig­keit, spe­zi­ell Ener­gie und Umwelt, nicht nur ein Kern­the­ma des Pro­jekts ist, son­dern auch zu den Grund­sät­zen des eige­nen Han­delns zählt. Die Redak­ti­on für den Bericht hat cross­re­la­ti­ons über­nom­men.

Dar­über hin­aus zeich­net die Agen­tur für einen The­men­bei­le­ger für die „ew – das Maga­zin der Ener­gie­wirt­schaft“ ver­ant­wort­lich. Da die E.ON-Förderung zum Ende des Jah­res plan­mä­ßig aus­läuft, sol­len damit poten­zi­el­le Spon­so­ren ange­spro­chen wer­den. Auch im Bereich Public Affairs wur­de cross­re­la­ti­ons zuletzt aktiv: Wis­sen­schafts­mi­nis­te­rin Sven­ja Schul­ze kam am Akti­ons­stand auf dem­Thys­sen­Krupp Ide­en­park mit Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter von Leucht­pol und der E.ON AG zusam­men und ließ sich über das Pro­jekt berich­ten.

Wei­te­re Infos zu Leucht­pol und den Mög­lich­kei­ten der För­de­rung unter www.leuchtpol.de oder zukunft@leuchtpol.de