Krisen-PR: Die Bewältigung kleiner und großer Katastrophen


Von agenturadmin

Was tun in der Kri­se – oder bes­ser: Was tun, damit sie gar nicht erst kommt? Die­se und ande­re Fra­gen wur­den Anfang Febru­ar an der Düs­sel­dor­fer Aka­de­mie für Mar­ke­ting-Kom­mu­ni­ka­ti­on (DAMK) dis­ku­tiert. Auf dem Podi­um äußer­ten Ulrich Bie­ger (Geschäfts­füh­rer Bie­ger PR), Wolf­gang Kreu­ter (CEO der Euro RSCG ABC) und Sil­ke Ben­der (Pres­se­re­fe­ren­tin DJV-NRW) ihre Ansich­ten rund um den Umgang mit der Kri­se – gera­de mit Blick auf die Medi­en. Rund 30 Inter­es­sier­te aus Unter­neh­men und Behör­den betei­lig­ten sich an der Dis­kus­si­on mit den PR-Pro­fis.

Einig­keit herrsch­te all­ge­mein dar­über, dass eine gute Vor­be­rei­tung abso­lut unver­zicht­bar ist. Hier fan­den dann auch die Regeln des PR-Pio­niers Albert Oekl Anwen­dung: Die­ser for­mu­lier­te unter ande­rem den Anspruch „Wahr­heit wal­ten las­sen, klar in der Aus­sa­ge sein“ und for­der­te die „Ein­heit von Wort und Tat“. Wem es gelingt, ein ver­trau­ens­vol­les Ver­hält­nis zur Pres­se zu pfle­gen und sich eine gute Repu­ta­ti­on zu erar­bei­ten, der hat es in der Kri­se leich­ter – zumin­dest in der Theo­rie. Denn nicht jede Kri­se lässt sich vor­aus­ah­nen, der Ver­lauf nicht pla­nen. Den­noch müs­se man auf den Ein­tritt vor­be­rei­tet sein. Dazu gehört es, das Füh­rungs­per­so­nal durch Coa­chings sprech­fä­hig zu machen und inter­ne Struk­tu­ren zu schaf­fen, die Zustän­dig­kei­ten in einer Kri­se klar regeln.

Auch mit aktu­el­len Fäl­len der Kri­sen­kom­mu­ni­ka­ti­on beschäf­tig­te sich die Podi­ums­dis­kus­si­on. Wäh­rend bei der „Cau­sa Wulff“ noch unter­schied­li­che Mei­nun­gen dar­über herrsch­ten, ob die­ser als Bun­des­prä­si­dent im Amt noch zu hal­ten sei, waren sich alle Anwe­sen­den im Fall des Duis­bur­ger Ober­bür­ger­meis­ters Sauer­land einig – der Mann sol­le sei­nen Hut neh­men. Wer so mas­siv gegen alle Regeln und Vor­ga­ben der Kri­sen­kom­mu­ni­ka­ti­on ver­stößt wie er, dür­fe sich über die Fol­gen nicht wun­dern. Die­ser Mei­nung waren auch die Duis­bur­ge­rin­nen und Duis­bur­ger sel­ber -  die deut­li­che Abwahl ist nicht zuletzt Kon­se­quenz eines ver­hee­ren­den Kri­sen­ma­nage­ments.

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