Keine leeren Hüllen“

Was PR in der Verpackungsbranche leisten muss


Von agenturadmin
Thomas Röhl

Tho­mas Röhl ist Redak­ti­ons­lei­ter der Maga­zine Pack­Re­port und PackMittel

cross­re­la­ti­ons sprach mit Tho­mas Röhl, Redak­ti­ons­lei­ter der Maga­zine Pack­Re­port und Pack­Mit­tel, über die Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion in der Ver­pa­ckungs­bran­che. Der 48-​​Jährige ist seit 2008 lei­ten­der Redak­teur der bei­den Ver­pa­ckungs­ti­tel, die im Deut­schen Fach­ver­lag, Frank­furt am Main, erscheinen.

Was sind für Sie aktu­ell die wich­tigs­ten The­men in der Verpackungsbranche?

Das sind einer­seits Nach­hal­tig­keits­the­men wie Energie-​​ und Roh­stoff­ef­fi­zi­enz, ande­rer­seits der Klas­si­ker Sicher­heit: bei­spiels­weise die Migra­tion von gesund­heits­schäd­li­chen Stof­fen aus der Ver­pa­ckung in Lebens­mit­tel. Im Ver­pa­ckungs­ma­schi­nen­bau sind es die The­men Auto­ma­ti­sie­rung und Produktionskostenoptimierung.

Was erwar­ten Sie inhalt­lich von einer Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion /​ einer Agen­tur aus der Verpackungsindustrie?

Hilf­reich sind die Infor­ma­tio­nen, bei denen ich auf einen Blick sehen kann, ob die auch für unsere Leser inter­es­sant sind. Auf einen Blick meine ich dabei durch­aus wört­lich. Mel­dun­gen die nur noch Super­la­tive und Plat­ti­tü­den ent­hal­ten, sind ein­sei­tig und als Infor­ma­tion für unsere Leser kaum geeig­net. Lei­der ist dies in der heu­ti­gen Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion weit ver­brei­tete Pra­xis. Schlimm sind auch Infor­ma­tio­nen, die nicht unsere Leser betref­fen. Im Pack­Re­port will kei­ner lesen, dass ein Trak­tor­her­stel­ler ein neues Brems­sys­tem auf den Markt gebracht hat. Warum schickt man uns sol­che Informationen?

Wie soll Ihrer Ein­schät­zung nach eine Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion auf die The­men der Ver­pa­ckungs­in­dus­trie reagieren?

Sie sollte die aktu­el­len Trends auf­grei­fen und dazu Markt­da­ten lie­fern. Ruhig auch mal Pro­blem­the­men anspre­chen - und natür­lich die Lösung auf­zei­gen. Unter­neh­men machen es sich oft­mals zu ein­fach. Nur neue Pro­dukte zu beschrei­ben reicht nicht aus, schließ­lich wol­len unsere Leser wis­sen, warum das Pro­dukt bes­ser ist und als Pro­blem­lö­ser funk­tio­niert. Eine gewisse neu­trale und ehr­li­che Sicht­weise macht es uns in der Redak­tion dann leich­ter, die Infor­ma­tion auch ein­zu­ord­nen und einzuschätzen.

Wie nut­zen Sie in Ihrer jour­na­lis­ti­schen Tätig­keit als Fach­jour­na­list Social Media?

Heute weder für die Publi­ka­tion noch zur Recher­che. Wir beob­ach­ten die Situa­tion aber sehr genau. Wenn Social Media für unsere Arbeit sinn­voll ist, dann nut­zen wir sie auch. Aber solange Social Media nur eine wei­tere  – dazu sehr ein­sei­tig fokus­sierte – Infor­ma­ti­ons­quelle ist, bringt sie für uns als Medium im B2B-​​Bereich kei­nen Mehrwert.

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