PR hält Versprechen, die Werbung formuliert, aber nur selten einlösen kann


Von agenturadmin

Kri­ti­sche, bes­tens infor­mier­te und her­vor­ra­gend ver­netz­te Ver­brau­cher, eine EU-Kom­mis­si­on, die immer genau­er auf fal­sche Wer­be­ver­spre­chen ach­tet, und Ver­triebs­part­ner, die selbst­be­wusst mit gro­ßer Markt­macht agie­ren – Mar­ke­ting­ver­ant­wort­li­che leben im zwei­ten Jahr­zehnt des drit­ten Jahr­tau­sends in einer kom­ple­xen Welt. Es ist eine Welt mit einem glo­ba­len Markt für Dienst­leis­tun­gen und Pro­duk­te aller Art, der sich natür­lich immer noch offen zeigt für emo­tio­na­le Anspra­chen und „must-have“ Gad­gets wie das jeweils neu­es­te iPho­ne, dass all­jähr­lich kurz­fris­tig mal eben Mil­lio­nen Kun­den in Ver­zweif­lung stürzt: „iPho­ne 4? So 2010!“. Im Kern ist der Markt 2011 aber ein trans­pa­ren­ter und bes­tens infor­mier­ter – egal ob es um Qua­li­tät von Lebens­mit­teln, oder um Unter­hal­tungs­elek­tro­nik geht. Konn­te Pro­dukt­mar­ke­ting frü­her unge­prüft Ver­spre­chen for­mu­lie­ren, wer­den die­se nun rasch ent­zau­bert und manch­mal sogar als Lügen ent­larvt. Vor allem über Soci­al Net­works wie face­book wer­den eben die­se Mel­dun­gen dann in Licht­ge­schwin­dig­keit ein­mal rund um den Glo­bus geschickt.

Die Zei­ten des Bull­shit-Bin­go sind vor­bei: in der Wer­bung und erst recht in der Mar­ke­ting-Kom­mu­ni­ka­ti­on.“

Mar­ke­ting muss sich daher in der Gegen­wart deut­lich stär­ker an Fak­ten ori­en­tie­ren, die beleg­bar sind und einer kri­ti­schen Über­prü­fung stand­hal­ten. Dies ist das Fun­da­ment der Kom­mu­ni­ka­ti­on, die Emo­tio­na­li­sie­rung tritt – falls inten­diert – an die zwei­te Stel­le. Die Zei­ten des Bull­shit-Bin­go sind vor­bei: in der Wer­bung und erst recht in der Mar­ke­ting-Kom­mu­ni­ka­ti­on. PR Agen­tu­ren sind für die­se neue Welt der Kom­mu­ni­ka­ti­on opti­mal auf­ge­stellt. Sie sind es von jeher gewohnt Allein­stel­lungs­merk­ma­le, Inno­va­ti­ons­ge­halt und Vor­tei­le neu­er Pro­duk­te über­zeu­gend und trans­pa­rent zu kom­mu­ni­zie­ren. Wo eine Anzei­ge tra­di­tio­nell mit Fik­tio­nen um Kun­den wer­ben konn­te, muss­te der PR-Exper­te stets für sei­ne Ziel­grup­pe der Jour­na­lis­ten den­ken und schrei­ben. Wol­ki­ge Ver­spre­chen ohne Beleg lan­de­ten dort wohl schon zu Zei­ten des PR-Pleis­to­zäns in den roaring Twen­ties in der Abla­ge P.

Dies ist auch der Grund war­um PR-Agen­tu­ren immer stär­ker in klas­si­schen Revie­ren der Wer­ber wil­dern bzw. von den Kun­den selbst dort­hin gelockt wer­den: PR beherrscht emo­tio­na­les Sto­ry­tel­ling, das auf Fak­ten basiert. Etwas, das Wer­bern schein­bar schwer fällt. Bei­spie­le von hoch­kom­ple­xen End­kun­den-Mar­ke­ting­kam­pa­gnen gibt es zu Hauf. Meis­tens ist es der Job der PR, die­se Kam­pa­gnen in B2B Fach­zei­tun­gen wie der Lebens­mit­tel Zei­tung zu erklä­ren. Lei­der wer­den die­se Medi­en eher sel­ten von Ver­brau­chern gele­sen, die oft eher rat­los die umfang­rei­chen Anzei­gen über­blät­ter­ten. Zumin­dest die Fach­jour­na­lis­ten wuss­ten aber Bescheid. Mar­ke­ting­kam­pa­gnen von PR-Agen­tu­ren hät­ten im Umkehr­schluss den Vor­teil, dass sie kei­nes Über­set­zers mehr bedürf­ten und der Inhalt erfolg­rei­cher trans­por­tiert wür­de. Wer­be-Agen­tu­ren haben die­sen Trend erkannt und nicht ohne Grund in den letz­ten 5-10 Jah­ren zahl­rei­che eige­ne PR-Units gegrün­det.

Mar­ke­ting-PR im Sin­ne von vetriebs­un­ter­stüt­zen­der PR ist ohne­hin seit jeher ein Haupt­as­pekt der Auf­ga­ben von Agen­tu­ren gewe­sen und macht einen Löwen­an­teil der B2B Kom­mu­ni­ka­ti­on aus. Ver­triebs­part­ner von Kun­den haben eher weni­ger Inter­es­se an wol­ki­gen Wor­ten, sie wol­len Fak­ten und über­zeu­gen­de Sto­rys, mit denen sie den End­kun­den über­zeu­gen. Dass die Wer­be­kam­pa­gne, die die­se Inhal­te trans­por­tiert, ein­schla­gen muss, ver­steht sich dar­über hin­aus von selbst. Wenn PR-Agen­tu­ren sich nun auch ver­ant­wort­lich mit den Kam­pa­gnen für End­kun­den beschäf­ti­gen, ent­spricht das einer natür­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung des eige­nen Auf­ga­ben­be­reichs. Denn letzt­lich wer­den ent­stan­de­ne Kon­zept der Kom­mu­ni­ka­ti­on so nur kon­se­quent zu Ende gedacht, indem – end­lich – tat­säch­lich inte­griert kom­mu­ni­ziert wird.

Selbst viel beju­bel­te face­book-Aktio­nen ent­pup­pen sich bei genau­em Hin­se­hen als simp­le Gewinn­spie­le.“

Zum The­ma Soci­al Media und Mar­ke­ting­kom­mu­ni­ka­ti­on exis­tie­ren mitt­ler­wei­le gan­ze Regal­rei­hen Lite­ra­tur. Im Kern aber ist hier der hei­li­ge Gral noch nicht gefun­den und selbst viel beju­bel­te face­book-Aktio­nen ent­pup­pen sich bei genau­em Hin­se­hen als simp­le Gewinn­spie­le, mit denen pri­mär E-Mail Adres­sen und „Fri­ends“ gesam­melt wer­den sol­len. Die Macht der peer-to-peer-Kom­mu­ni­ka­ti­on im Netz ist aber schon jetzt so groß, dass der Vor­teil für die PR in der Mar­ke­ting Kom­mu­ni­ka­ti­on evi­dent ist. Mün­di­ge Ver­brau­cher wer­den äußerst ungern ange­lo­gen. Eine an PR-Richt­li­ni­en aus­ge­rich­te­te und an Fak­ten ori­en­tier­te Mar­ke­ting-Kom­mu­ni­ka­ti­on ist im Soci­al Web näm­lich schon jetzt die bes­te Stra­te­gie für Unter­neh­men jeg­li­cher Art. Die Rei­se bis 2020 geht wei­ter Rich­tung Mar­ke­ting-PR!

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