Alle Artikel zu Issues Management

Rückruf? Kein Anschluss unter dieser Nummer


Von Andreas Severin

Die Lebensmittelwarnungen sind auf Rekordniveau. Das gilt leider nicht für die Kommunikation der Branche.

Was ist nur mit unse­ren Lebens­mit­teln los? Die Pro­dukt­war­nun­gen im offi­zi­el­len Por­tal der Bun­des­re­gie­rung, www.lebensmittelwarnung.de, über­schla­gen sich. 160 waren es schon Anfang Okto­ber als mit dem Fall Wil­ke die Gefähr­dung und drei Todes­mel­dun­gen auf einen trau­ri­gen Höhe­punkt zuzu­steu­ern schien. Danach ging es noch­mal rich­tig ab: Lis­te­ri­en, Coli-Bak­te­ri­en, Fremd­kör­per. Bis zum Ende des Jah­res wird die Anzahl der Warn­mel­dun­gen wohl noch auf 200 stei­gen.  Sogar die Tages­schau ver­mel­de­te in den ver­gan­ge­nen Tagen, dass Warn­mel­dun­gen und Rück­ru­fe von Lebens­mit­teln auf ein Rekord­ni­veau gestie­gen sind. Was ist los? Sind unse­re Lebens­mit­tel etwa unsi­che­rer gewor­den? Oder wird ein­fach nur mehr gewarnt?

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Oliver Heyden von pressrelations gewährt im Interview Einblicke in die Research-Methode FirstSignals. (Foto: pressrelations)

FirstSignals: Zukünftige Trends nutzen, bevor es andere tun


Von agenturadmin

Sommer-Interview: Medienbeobachter Oliver Heyden von pressrelations stellt seine Research-Methode vor

Unter­neh­men müs­sen heu­te vor allem bewei­sen, dass sie inno­va­ti­ons­stark, wand­lungs- und zukunfts­fä­hig sind. Dazu gehört auch, die Chan­cen und Risi­ken neu­er The­men früh­zei­tig zu erken­nen. Die press­re­la­ti­ons GmbH hat mit der Rese­arch-Metho­de First­Si­gnals ein Kon­zept zur stra­te­gi­schen Früh­erken­nung von neu­en Trends ent­wi­ckelt. In Kom­bi­na­ti­on aus Algo­rith­mus-basier­ten Ana­ly­se­ver­fah­ren und der Leis­tung erfah­re­ner Redak­teu­re und Ana­lys­ten erkennt First­Si­gnals die ers­ten schwa­chen Signa­le eines gera­de ent­ste­hen­den Trends. Wie das in der Pra­xis funk­tio­niert und wel­che Erfol­ge bereits mit First­Si­gnals erzielt wur­den, erzählt Chief Stra­te­gy Offi­cer Oli­ver Heyden im Inter­view mit cross­re­la­ti­ons.

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Wir lieben Lebensmittel? Nein, wir fürchten sie!

Warum die Erzeuger von Lebensmitteln mutiger kommunizieren müssen.


Von Andreas Severin

Ein Plä­doy­er von Andre­as Seve­rin

Repor­ter des WDR bekom­men bri­san­tes Film­ma­te­ri­al zuge­spielt. Dar­auf ist zu sehen, wie Fleisch, das auf dem Boden liegt, auf­ge­nom­men und wie­der auf den Zer­le­ge­tisch gewor­fen wird. Die Jour­na­lis­ten wer­fen den Recher­che­ap­pa­rat an und sto­ßen auf einen gro­ßen Geflü­gel­pro­du­zen­ten, der zu den Kun­den des Zer­le­ge­be­triebs gehört. Mit­ar­bei­ter bestä­ti­gen anonym die schmut­zi­ge Pra­xis, ein Lebens­mit­tel­sach­ver­stän­di­ger bekräf­tigt deren Unzu­läs­sig­keit und schließ­lich fin­det sich noch ein Vete­ri­när­amt, das mit­teilt, dass die­se Vor­wür­fe schon seit Mona­ten akten­kun­dig sind. Die Sto­ry ist jetzt rund, hält sich noch ein paar Tage in den Top-Nach­rich­ten und die Repor­ter eilen zum nächs­ten Scoop. Zurück bleibt – Scha­den.

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Prüfstand für den Ernstfall

Wie sich Lebensmittelproduzenten auf mögliche Produktkrisen vorbereiten


Von Jörn Becker
© pexel.com

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Hol­ger K. hat ein Pro­blem. Seit weni­gen Stun­den weiß sein Unter­neh­men, ein nie­der­säch­si­scher Wurst­pro­du­zent, von dem Ver­dacht, dass die Geflü­gel-Mett­wurst des Unter­neh­mens mit Sal­mo­nel­len kon­ta­mi­niert sein könn­te. Die Behör­den erwar­ten inner­halb von zwei Stun­den eine Stel­lung­nah­me des Unter­neh­mens. Zusam­men mit dem eilig ein­be­ru­fe­nen Kri­sen­stab macht sich K. dar­an, über die mitt­ler­wei­le bekann­te Char­gen­num­mer des Pro­duk­tes den Pro­duk­ti­ons- und Lie­fer­weg nach­zu­voll­zie­hen. In der Vor­be­rei­tung eines mög­li­chen Pro­dukt­rück­ru­fes gilt es jetzt dring­lichst her­aus­zu­fin­den, ob sich noch Ware unter der Kon­trol­le des Unter­neh­mens befin­det und gesperrt wer­den kann und der anste­hen­de Pro­dukt­rück­ruf somit regio­nal ein­ge­grenzt wer­den kann.

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Halb-sicher gibt es nicht!

Wie Unternehmen mit mangelhaften Produkten umgehen müssen


Von Andreas Severin
© KWG Rechtsanwälte

© KWG Rechts­an­wäl­te

Höchs­te Pro­dukt­qua­li­tät zu jeder Zeit – ein Ziel, das wohl jedes Unter­neh­men anstrebt. Doch auch für den Fall eines Man­gels soll­te sich ein Betrieb gut vor­be­rei­ten, um grö­ße­ren Scha­den abzu­wen­den. Im Inter­view erklärt Rechts­an­walt Dr. Mar­kus Gru­be von der Kanz­lei für Lebens­mit­tel- und Ver­brauchs­gü­ter­recht, KWG Rechts­an­wäl­te, wor­auf es im Ernst­fall ankommt.

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Menetekel Lebensmittelwarnung

Wie sich der Kommunikationsdruck auf die Produzenten von Lebensmitteln erhöht


Von Andreas Severin
© lebensmittelwarnung.eu

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148 Lebens­mit­tel wur­den 2016 zurück­ge­ru­fen - etwa 50 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Das geht aus Zah­len des Bun­des­amts für Ver­brau­cher­schutz und Lebens­mit­tel­si­cher­heit (BVL) her­vor, die Ende März von der Fun­ke-Grup­pe ver­öf­fent­licht wur­de. Das wäre eine signi­fi­kan­te, gut 50-pro­zen­ti­ge Stei­ge­rung gegen­über den knapp 100 in 2015 zurück­ge­ru­fe­nen Lebens­mit­teln.

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Voll vor die Wand

Wir haben unseren Redakteur und Automobilexperten Karsten Pohl einmal um eine Einordnung der aktuellen VW-Krise gebeten. Er hat sich nicht lange bitten lassen. Eine Empörung.


Von Karsten Pohl

Volkswagen Group Night ?On the Move", IAA Frankfurt 2015Erin­nert sich noch jemand an den Audi 5000? Die­se auto­mo­bi­le Geschmacks­ver­ir­rung, die bei uns als Audi 200 fir­mier­te, war Mit­te der 1980er Jah­re Audis Ver­such, auf dem US-ame­ri­ka­ni­schen Auto­markt Fuß zu fas­sen. Und, klingelt‘s nun? Moment mal, wer­den die Älte­ren unter uns jetzt viel­leicht sagen: Audi? USA? Da war doch was. Getrie­be­pro­ble­me? Auf­fahr­un­fäl­le? Tote und Ver­letz­te? Image-Total­scha­den? Stimmt genau. Die kan­ti­ge Kis­te 5000 war in den USA in die Schlag­zei­len gefah­ren, weil sich das Vehi­kel selbst­tä­tig in Bewe­gung gesetzt und dadurch Unfäl­le pro­vo­ziert haben soll. Bos­haf­te Natu­ren wer­den sagen, das waren Audis ers­te Schrit­te zum auto­no­men Fah­ren. War aber alles Blöd­sinn. Spä­ter kam her­aus, es war alles eine Medi­en­lü­ge, die Unfäl­le waren durch Bedie­nungs­feh­ler unfä­hi­ger Auto­fah­rer pas­siert. Und was mach­te Audi? Die taten so – und zwar zu Recht –, als wäre das alles Quatsch. Ex-Audi-Boss Fer­di­nand Piech nahm den gan­zen Auf­ruhr im sie­ges­si­che­ren Gefühl des Inge­nieurs, das ver­meint­lich bes­te Auto der Welt kon­stru­iert zu haben, gar nicht ernst und grins­te nur. Audi mach­te ein­fach die Kun­den ver­ant­wort­lich. Das kam bei der ame­ri­ka­ni­schen Öffent­lich­keit aber gar nicht gut an. Die Absät­ze rausch­ten in den Kel­ler. Dass Audi am Ende von jeder Schuld frei­ge­spro­chen wur­de, spiel­te da schon kei­ne Rol­le mehr. Der wirt­schaft­li­che Scha­den war bereits immens. Noch heu­te lei­det die Mar­ke mit den vier Rin­gen unter den Vor­fäl­len und liegt beim Absatz in den USA hin­ter Mer­ce­des-Benz und BMW zurück. So ein Desas­ter soll­te nie wie­der pas­sie­ren, schwor Piech damals. Doch Geschich­te wie­der­holt sich offen­bar doch. Und jetzt ist nicht nur Audi, son­dern gleich der gan­ze Mut­ter­kon­zern Volks­wa­gen dran. Nur wesent­lich schlim­mer. Wei­ter­le­sen →

Global Reporting Initiative: G4 ante portas


Von Andreas Severin

Glo­bal Repor­ting Angst

Etwa 11.000 Unter­neh­men welt­weit ver­öf­fent­li­chen Nach­hal­tig­keits­be­rich­te, die sich am Bericht­erstat­tungs­rah­men der Glo­bal Repor­ting Initia­ti­ve (GRI) ori­en­tie­ren. Wir bei cross­re­la­ti­ons gehö­ren sogar zu den ers­ten, die schon im Jahr 2000 zusam­men mit dem Kun­den VAW alu­mi­ni­um den ers­ten an die­sem Stan­dard ange­lehn­ten Bericht in Deutsch­land ent­wi­ckelt hat­ten. Die anfäng­li­che Skep­sis der Unter­neh­men gegen­über  den „Gui­de­li­nes“ schlug bald schon um in eine gera­de­zu selbst­ver­ständ­li­che Akzep­tanz. Hat­ten bis dahin die IÖW-Kri­te­ri­en zur Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung noch gro­ßen Ein­fluss auf das Repor­ting (auch wenn das ungern ein­ge­stan­den wur­de), schien es den Unter­neh­men leich­ter zu fal­len, die in einem welt­wei­ten Kon­sul­ta­ti­ons­pro­zess aus­ge­men­del­ten Indi­ka­to­ren­ka­ta­lo­ge der GRI zu erfül­len. Vor allem fan­den die­se welt­weit Aner­ken­nung. Und selbst wenn man sich die exter­ne Vali­die­rung durch ein Prüf­in­sti­tut spar­te, konn­te man immer noch zumin­dest eine „Assurance“-Bestätigung der GRI hin­ten in den Bericht pap­pen. Sah  irgend­wie auch aus wie ein Prüf­sie­gel.

Wenn am 22. Mai 2013 die Repor­ting-Com­mu­ni­ty in Ams­ter­dam zusam­men­kommt, könn­te die har­mo­ni­sier­te Welt der Glo­bal Repor­ters ein paar Ris­se bekom­men. In einem zwei Jah­re dau­ern­den Kon­sul­ta­ti­ons­pro­zess hat GRI welt­weit Ansät­ze für die Reform der Gui­de­li­nes dis­ku­tie­ren las­sen. Bis­her sind von der vier­ten Genera­ti­on des Bericht­erstat­tungs­rah­mens (G4) nur Eck­punk­te bekannt, die als „G4 Expo­sure Draft“ in die „Public Com­ment Peri­ods“ als Dis­kus­si­ons­grund­la­ge ein­ge­bracht wur­den. Erst in Ams­ter­dam wird offen­ge­legt wer­den, wel­che kon­kre­ten Ände­run­gen sich in den Richt­li­ni­en nie­der­schla­gen wer­den. Die Dis­kus­sio­nen, auch bei dem Mee­ting in Deutsch­land, an dem wir betei­ligt waren, las­sen Ände­run­gen in fol­gen­den Punk­ten erwar­ten:

  • G4 wird vor­aus­sicht­lich die “App­li­ca­ti­on Levels”  (A, B, C und Plus-For­men) abschaf­fen. Zu oft wur­den die­se Levels in Berich­ten als eine Art Vali­die­rung insze­niert. Hin­zu kommt, dass die­se Selbst­ein­stu­fun­gen immer wie­der als Grad der Nach­hal­tig­keits­leis­tung inter­pre­tiert wur­den. Tat­säch­lich geben die­se drei Buch­sta­ben nur einen Hin­weis auf den Umfang des dem Repor­ting zugrun­de geleg­ten Indi­ka­to­ren­rah­mens. Der Nut­zen der Levels indes scheint bei nähe­rer Betrach­tung frag­wür­dig. Bis heu­te hat mir nie­mand plau­si­bel machen kön­nen, wel­chen Vor­teil ein nicht-vali­dier­tes „A“ gegen­über einem vali­dier­ten „B“ abseits einer Hand­voll von Nach­hal­tig­keits­ana­lys­ten brin­gen soll. Und für die Kos­ten einer Vali­die­rung las­sen sich locker zwei unva­li­dier­te Berich­te erstel­len… Soll­ten die App­li­ca­ti­on Levels jedoch tat­säch­lich abge­schafft wer­den, darf man gespannt sein, was den Unter­neh­men als Kom­pen­sa­ti­on für Ihre Kom­mu­ni­ka­ti­on ange­bo­ten wer­den wird.
  • G4 wird  den Fokus in Rich­tung Wert­schöp­fungs­ket­te ver­la­gern. Die mate­ri­el­le Suche nach den wich­tigs­ten Aus­wir­kun­gen ent­lang die­ser Ket­te könn­te sich bei kom­ple­xen Pro­duk­tio­nen als sys­te­ma­tisch schwie­ri­ges Unter­fan­gen erwei­sen.
  • G4 wird die Anzahl der Indi­ka­to­ren und Kenn­zah­len erhö­hen – von der­zeit maxi­mal 79 auf mehr als ein­hun­dert. In einer Pha­se, in der vie­le Unter­neh­men schon an ihre Gren­zen gera­ten, das GRI-Excel-Sheet mit die­sen Daten ein­mal im Jahr zu füt­tern, wird eine Aus­wei­tung des Daten­vo­lu­mens die Res­sour­cen man­cher­orts an ihre Gren­zen füh­ren.
  • G4 ist zu sehr von dem Anspruch gelei­tet, auf dem Weg zur Inte­grier­ten Bericht­erstat­tung (Geschäfts­be­richt plus Nach­hal­tig­keits­be­richt) mög­lichst vie­le eta­blier­te Stan­dards ein­zu­be­zie­hen. Hier droht ein neu­es Tech­no­kra­ten­mons­trum zu ent­ste­hen. Völ­lig außer Blick gerät dabei der Leser, der (abseits der knapp 20 Ana­lys­ten), viel­leicht tat­säch­lich ein­fach nur ein Bild von der ethi­schen Ori­en­tie­rung, der Ver­ant­wor­tungs­pra­xis und Kul­tur des Unter­neh­mens erhal­ten möch­te. Für die Kom­mu­ni­ka­ti­on der Unter­neh­men könn­te ein sol­cher Bericht damit an Wert ein­bü­ßen.
  • Was einst das Ziel von GRI war, durch mehr Sub­stanz und Ver­gleich­bar­keit den Wert und die Aus­sa­ge­kraft der Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung zu ver­bes­sern und den Berich­ten zu mehr Ver­brei­tung und Akzep­tanz zu ver­hel­fen, könn­te mit G4 emp­find­lich aus­ge­bremst wer­den. In der Ver­gan­gen­heit hat sich GRI bei Updates aller­dings sehr umsich­tig und prag­ma­tisch ver­hal­ten. Es bleibt für uns die Hoff­nung, dass den bis­he­ri­gen Stan­dards 3 bzw. 3.1 ein mög­lichst groß­zü­gi­ges Mora­to­ri­um ein­ge­räumt wird. In der Zeit könn­ten dann auch die Ambi­tio­nen von G4 an die Rea­li­tät ange­passt wer­den.

Effektiver in Twitter suchen


Von agenturadmin

Bes­ser fin­den mit Twit­ter

Jeder kennt das: Wenn man in Twit­ter etwas such­te, stieß man schnell an die Gren­zen der ange­bo­te­nen Such­funk­ti­on. Das hat sich mit Ein­füh­rung der ver­bes­ser­ten Suche im ver­gan­ge­nen Jahr deut­lich ver­än­dert. Die erwei­ter­te Suche lässt nicht nur Anfra­gen prä­zi­se ein­gren­zen und zum Bei­spiel Per­so­nen über das „Who to fol­low“ the­men­spe­zi­fisch ermit­teln. Mit den zahl­rei­chen Ope­ra­to­ren, die in der erwei­ter­ten Suche ange­wen­det wer­den kön­nen, ist ein leis­tungs­fä­hi­ges Fea­ture ent­stan­den, um Such­ergeb­nis­se gezielt ein­gren­zen zu kön­nen. Phra­sen­su­che, Boole­sche „and“, „or“ und „not“ Ope­ra­to­ren, oder die Ein­gren­zung auf Hash­tags oder Spra­che, gehö­ren zur Grund­aus­stat­tung. Hin­zu­ge­kom­men sind aber auch per­so­nen-, orts-, und datums­be­zo­ge­ne Ope­ra­to­ren. Damit las­sen sich Tweets, die von oder an bestimm­te Per­so­nen sowie sol­che, auf die sich ein Tweet bezieht, auf­spü­ren. Rich­tig prak­tisch: Man kann jetzt im geo­gra­phi­sche Umkreis von belie­bi­gen Orten suchen las­sen oder eine Suche auf das Datum ein­gren­zen. Rich­tig nütz­lich wird das Fea­ture für den PR-Pro­fes­sio­nal, wenn Suchen auf die Tona­li­tät der Tweets ein­ge­grenzt wer­den kön­nen, also dar­auf, ob ein Tweet Nega­ti­ves oder Posi­ti­ves zum Aus­druck bringt oder eine Fra­ge auf­wirft. Mal aus­pro­bie­ren? Mr. Gad­get, ein Blog von Chris­toph Dern­bach, hat hier­zu eine nütz­li­che Über­sicht zusam­men­ge­stellt. Viel Spaß beim Fin­den!

European Dairy Award und PriMax 2012 in Berlin verliehen


Von agenturadmin

Zufrie­de­ne Preis­trä­ger 2012

Für die Milch­wirt­schaft war der 22. Janu­ar 2013 ein wich­ti­ger Tag. Im Rah­men der Ber­li­ner Grü­nen Woche wur­den die in der Bran­che begehr­ten jähr­li­chen Spit­zen­prei­se der DLG ver­ge­ben. Der European Dai­ry Award und der Pri­Max gehö­ren zu den füh­ren­den Unter­neh­mens­aus­zeich­nun­gen der euro­päi­schen Milch­wirt­schaft. Die bei­den Prei­se wer­den nur an aus­ge­wähl­te Qua­li­täts­her­stel­ler von Milch­er­zeug­nis­sen ver­ge­ben, die in den jähr­lich statt­fin­den­den DLG-Lebens­mit­tel­tests mit her­vor­ra­gen­den Ergeb­nis­sen über­zeu­gen konn­ten.

cross­re­la­ti­ons-Geschäfts­füh­rer Andre­as Seve­rin war in die­sem Jahr ein­ge­la­den wor­den, vor der Preis­ver­lei­hung zu den aktu­el­len kom­mu­ni­ka­ti­ven Her­aus­for­de­run­gen der Lebens­mit­tel­bran­che zu spre­chen. Klar wur­de auch hier­bei: Offen­heit, Trans­pa­renz und ein kla­res Bekennt­nis zur Pro­dukt­qua­li­tät sind die bes­ten Vor­aus­set­zun­gen, Ver­trau­ens­kri­sen vor­zu­beu­gen.

Für die bes­te Gesamt­leis­tung in allen DLG-Qua­li­täts­prü­fun­gen für Milch­er­zeug­nis­se wur­de in die­sem Jahr das DMK Deut­sches Milch­kon­tor aus Evers­win­kel mit dem European Dai­ry Award aus­ge­zeich­net. Das her­vor­ra­gen­de Abschnei­den des Unter­neh­mens wird durch je einen Pri­Max für her­vor­ra­gen­de Qua­li­täts­pro­duk­te im Gel­ben Sor­ti­ment (Käse und Frisch­kä­se) und im Wei­ßen Sor­ti­ment (Milch­er­zeug­nis­se) unter­stri­chen.

Mit dem Pri­Max zeich­net das DLG-Test­zen­trum Lebens­mit­tel seit 1998 jähr­lich ins­ge­samt zehn deut­sche und aus­län­di­sche Unter­neh­men der Milch­bran­che aus. Die Fir­men­aus­zeich­nung wird an Spe­zia­lis­ten der Wei­ßen Linie (Milch­pro­duk­te) und der Gel­ben Linie (Käse­pro­duk­te) ver­ge­ben. Für ihre über­zeu­gen­de Pro­dukt­qua­li­tät im Wei­ßen Sor­ti­ment zeich­ne­te die DLG fol­gen­de Unter­neh­men aus: DMK Deut­sches Milch­kon­tor (Evers­win­kel), Fries­land-Cam­pi­na Ger­ma­ny (Heil­bronn), Zott (Mer­tin­gen) sowie die öster­rei­chi­sche Mol­ke­rei Kärt­ner­milch und das däni­sche Unter­neh­men Arla Foods. Für ihren Qua­li­täts­auf­tritt in den DLG-Prü­fun­gen der Gel­ben Linie erhiel­ten neben dem DMK Deut­sches Milch­kon­tor (Evers­win­kel), die Kar­wen­del Wer­ke (Buch­loe), Hoch­land (Hei­men­kir­chen) sowie Arla Foods (Däne­mark) und das nie­der­län­di­sche Unter­neh­men Fries­land­Cam­pi­na Chee­se den renom­mier­ten Preis.

Das VIG birgt Risiken für Unternehmen und Behörden


Von Andreas Severin

Das neue Ver­brau­cher­infor­ma­ti­ons­ge­setz (VIG) stößt auf Kri­tik, sowohl aus Rei­hen von Unter­neh­men wie auch Behör­den. Teil 2 der Blog-Rei­he von cross­re­la­ti­ons infor­miert über die Risi­ken des Geset­zes für bei­de.

Das Infor­ma­ti­ons­in­ter­es­se der Ver­brau­cher hat durch das VIG kla­ren Vor­rang vor dem Inter­es­se der betrof­fe­nen Unter­neh­men erhal­ten, ihre Betriebs- und Geschäfts­ge­heim­nis­se geschützt zu sehen. Für die­se eröff­nen sich viel­mehr unkal­ku­lier­ba­re Risi­ken, denn: Die von einer Behör­de her­aus­ge­ge­be­nen Infor­ma­tio­nen müs­sen von die­ser nicht auf inhalt­li­che Rich­tig­keit hin abge­si­chert sein. Die Behör­de muss ledig­lich „bekann­te Hin­wei­se auf Zwei­fel an der Rich­tig­keit“ der Infor­ma­tio­nen mit­tei­len. Dadurch, dass künf­tig auch die Namen von Her­stel­lern öffent­lich bekannt­ge­ge­ben wer­den kön­nen, wenn das Ver­wal­tungs­ver­fah­ren noch nicht abge­schlos­sen ist, erhöht sich die Gefahr von Fehl­in­for­ma­tio­nen.

So zum Bei­spiel, wenn eine abschlie­ßen­de Labor­pro­be und deren Bewer­tung noch aus­ste­hen. „Behör­den müs­sen von sich aus über Rechts­ver­stö­ße berich­ten. Da gibt es kein Ermes­sen“, stellt Dr. Mar­kus Gru­be von Krell Wey­land Gru­be klar. „Ohne Wenn und Aber müs­sen bestimm­te Tat­sa­chen, wie sie sich aus Sicht der Behör­de dar­stel­len, ver­öf­fent­licht wer­den.“ Zwar wer­den Ver­brau­cher so einer­seits schnel­ler infor­miert, doch wer die Eigen­dy­na­mik von Skan­da­li­sie­run­gen und media­ler Ein­ord­nung kennt, weiß um die außer­or­dent­li­chen wirt­schaft­li­chen Risi­ken für Unter­neh­men, die mit einer sol­chen Pra­xis ver­bun­den sein kön­nen.

Unter­neh­men sind sich der Risi­ken, Opfer von Falsch­mel­dun­gen zu wer­den, durch­aus bewusst. Fäl­le wie „Bir­kel“ und „Cop­pen­rath & Wie­se“ mar­kie­ren hier den worst case. Das neue Ver­brau­cher­infor­ma­ti­ons­recht erhöht signi­fi­kant die Gefahr, eige­ne Pro­duk­te oder den Unter­neh­mens­na­men kurz­fris­tig und ohne gro­ße Vor­war­nung öffent­lich unter Ver­dacht gestellt zu sehen. Unter­neh­men sind gut bera­ten, fort­an die Nähe und den regel­mä­ßi­gen Aus­tausch mit Behör­den zu suchen.

Auch der Druck auf Behör­den erhöht sich

Was bedeu­ten die gesetz­li­chen Ände­run­gen des VIG für die betrof­fe­nen Behör­den? Es wird unver­meid­lich sein, dass in das behörd­li­che Han­deln eini­ges an Unsi­cher­heit und Ner­vo­si­tät ein­zie­hen wird. Die zustän­di­gen Behör­den wer­den vor­aus­sicht­lich einem zuneh­men­den Res­sour­cen- und Offen­le­gungs­druck aus­ge­setzt:

  • Ver­brau­cher­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen und ande­re NGOs gehö­ren heu­te schon zu den Haupt­nut­zern des VIG. Sie wer­den Behör­den im gan­zen Land sys­te­ma­tisch unter Ver­öf­fent­li­chungs­druck set­zen. Glo­ba­le Anfra­gen und brei­te Pro­dukt­sor­ti­men­te erzeu­gen heu­te schon eine hohe Kom­ple­xi­tät der betrof­fe­nen Ver­wal­tungs­ver­fah­ren.
  • Medi­en wer­den dar­um kon­kur­rie­ren, früh­zei­tig an behörd­li­che Erkennt­nis­se zu gelan­gen. Inves­ti­ga­ti­ve For­ma­te und Pro­du­zen­ten wer­den auf der Suche nach „Skan­da­len“ zuneh­mend im Behör­den­um­feld Wit­te­rung auf­neh­men.
  • Die Neue­rung, bei mut­maß­li­chen Ver­stö­ßen gegen Hygie­ne­vor­schrif­ten oder Täu­schungs­schutz Behör­den zur Ver­öf­fent­li­chung zu ver­pflich­ten, sofern das zu erwar­ten­de Buß­geld 350 Euro über­steigt, wird vor­aus­sicht­lich einer ange­mes­se­nen Abwä­gung der Fol­gen ent­ge­gen­ste­hen.

Im drit­ten und letz­ten Teil unse­rer Rei­he zei­gen wir auf, wor­auf sich die Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on mit Inkraft­tre­ten des neu­en Rechts ein­zu­stel­len hat.

Da hauen wir doch besser mal ne Warnung raus!“

Wie das neue Verbraucherinformationsgesetz die Kommunikation von Unternehmen und Behörden auf die Probe stellt


Von Andreas Severin

Schnel­le und umfas­sen­de Infor­ma­ti­ons­mög­lich­kei­ten über Pro­duk­te und Sach­ver­hal­te – das ver­spricht das neue Ver­brau­cher­infor­ma­ti­ons­ge­setz. Doch Behör­den, Ver­brau­cher­schutz­ver­bän­de und Unter­neh­men bli­cken mit Besorg­nis auf die Geset­zes­än­de­run­gen. cross­re­la­ti­ons infor­miert über die wich­tigs­ten Neue­run­gen, Risi­ken und Anfor­de­run­gen an die Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on in einer Blog-Rei­he.

Man­geln­de Trans­pa­renz: Die Poli­tik hat nun mit einer Stär­kung der Ver­brau­cher­infor­ma­ti­on auf die jüngs­ten Lebens­mit­tel­skan­da­le reagiert.
(Foto: Flickr/​Mr. iMaax, cc)

Nach­dem am 1. Sep­tem­ber 2012 das neue Ver­brau­cher­infor­ma­ti­ons­ge­setz (VIG) in Kraft getre­ten ist, sol­len sich Bür­ger noch schnel­ler und noch umfas­sen­der über Pro­duk­te und Sach­ver­hal­te infor­mie­ren kön­nen als bis­lang. Bis­her hat­te das Gesetz Ver­brau­chern Zugang zu behörd­li­chen Infor­ma­tio­nen über Lebens­mit­tel ermög­licht. Mit dem neu­en Gesetz wird die­ser Zugang auf so gut wie alle Kon­sum­gü­ter aus­ge­wei­tet. Außer­dem sol­len Ver­brau­cher bei Behör­den künf­tig leich­ter in Erfah­rung brin­gen kön­nen, wenn bei­spiels­wei­se ein Lebens­mit­tel­her­stel­ler in der Ver­gan­gen­heit gegen Geset­ze ver­sto­ßen hat oder die Hygie­ne­vor­schrif­ten nicht ein­ge­hal­ten wur­den. Auch wur­den im Zuge der Novel­lie­rung Kon­se­quen­zen aus den jüngs­ten Dioxin-Skan­da­len ver­ar­bei­tet, indem Behör­den nun ver­pflich­tet wer­den, Erkennt­nis­se über Ver­stö­ße gegen Vor­schrif­ten und selbst vor­läu­fi­ge Unter­su­chungs­er­geb­nis­se zeit­nah zu ver­öf­fent­li­chen. Das angel­säch­si­sche Prin­zip des public right to know hält damit auch hier­zu­lan­de Ein­zug ins Ver­wal­tungs­recht.

Auf den ers­ten Blick erscheint das neue VIG wie gute Nach­rich­ten für den Ver­brau­cher­schutz. Aber auch ein Ver­brau­cher­schutz­ge­setz kann sich als Mogel­pa­ckung erwei­sen. Vor allem dann, wenn es die Stär­kung des einen Grund­rechts mit der Beschnei­dung eines ande­ren erkauft. Doch dazu spä­ter mehr.

Die wich­tigs­ten Neue­run­gen im Über­blick

Wer­fen wir kurz einen Blick auf die wich­tigs­ten Neue­run­gen:

  • Durch eine Ergän­zung des Lebens­mit­tel- und Fut­ter­mit­tel­ge­setz­bu­ches wer­den die Behör­den in Zukunft ver­pflich­tet sein, alle Rechts­ver­stö­ße durch Grenz­wert­über­schrei­tun­gen zu ver­öf­fent­li­chen. Auch sons­ti­ge Ver­stö­ße – z.B. gegen Hygie­ne­vor­schrif­ten oder den Täu­schungs­schutz – müs­sen in Zukunft ver­öf­fent­licht wer­den, wenn ein Buß­geld von min­des­tens 350 Euro zu erwar­ten ist.
  • Die Anhö­rungs­ver­fah­ren bei der Betei­li­gung betrof­fe­ner Wirt­schafts­un­ter­neh­men und die Rege­lun­gen über Betriebs- und Geschäfts­ge­heim­nis­se wer­den „gestrafft“. In bestimm­ten Fäl­len kann von den zustän­di­gen Behör­den nun ganz von einer Anhö­rung abge­se­hen wer­den. Künf­tig gibt es einen form­lo­sen Infor­ma­ti­ons­an­spruch – auch eine Antrag­stel­lung per E-Mail oder Tele­fon ist mög­lich.
  • Der Geheim­nis­schutz der Betrie­be wird wei­ter ein­ge­schränkt, so dass mehr Daten mit spe­zi­fi­schem Unter­neh­mens­be­zug ver­öf­fent­licht wer­den kön­nen.

 

Auch der Rechts­ex­per­te Prof. Gerd Wey­land von Krell Wey­land Gru­be (KWG), einer der füh­ren­den auf Lebens­mit­tel­recht spe­zia­li­sier­ten Kanz­lei­en Deutsch­lands, bezwei­felt, dass das neue Gesetz mit dem euro­päi­schen- und dem Ver­fas­sungs­recht kon­form ist: „Es ist bei Anfra­gen nach dem neu­en Recht nicht mehr gewähr­leis­tet, dass die betrof­fe­nen Unter­neh­men ange­hört wer­den. Das kann zur Fol­ge haben, dass völ­lig an dem Unter­neh­men vor­bei Infor­ma­tio­nen ins Inter­net oder in sons­ti­ge Medi­en gelan­gen, die dann zu erheb­li­chen Schä­den bis hin zum Kon­kurs eines Unter­neh­mens füh­ren kön­nen.“

War­um das neue Ver­brau­cher­infor­ma­ti­ons­recht auch Behör­den in eine schwie­ri­ge Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­ant­wor­tung bringt, erfah­ren Sie im nächs­ten Teil unse­rer Rei­he.