Umparken im Topf

Neulich auf der Eat & Style in Köln


Von Jörg Middelkamp

Am Wochen­en­de? Da war ich auf der Mes­se „Eat & Style“ in Köln.“ erzähl­te ich mei­nem Kol­le­gen. Die Gän­ge waren voll mit Hob­by­kö­chin­nen und -köchen, Gour­mets sowie unin­ter­es­sier­ten Beglei­tern, die sich aber ger­ne an Wein und Bier­stän­den par­ken lie­ßen. Von Stand zu Stand gehen, über das Essen reden, sel­ber pro­bie­ren! „Das macht aber doch mal so rich­tig Spaß!“, mut­maßt der Kol­le­ge.

Ja, stimmt. Für mich genau­so inter­es­sant wie für ande­re die IAA. Was dem einen der Küh­ler- ist dem ande­ren sein Holz­koh­le­grill. Über Prä­zi­si­on und Geschwin­dig­keit ent­schei­den beim Kochen Mes­ser, Rei­ben und Stab­mi­xer. Die wer­den dann auch abschät­zend in den erfah­re­nen Hän­den gewo­gen. Und wenn gespro­chen wird, dann nicht beim Gestank von Ben­zin, son­dern beim Duft von Wein, Whis­key und zwi­schen­durch mal einem Kaf­fee. Aber immer nach dem ers­ten Schluck fest in die Augen des Anbie­ters geblickt und dabei wis­send und aner­ken­nend, ein biss­chen ver­schwö­re­risch genickt: „Wir bei­de wis­sen was gut ist“.

Mein Kol­le­ge nick­te eben­falls. Er hat­te ver­stan­den und ich anschei­nend einen Fan gefun­den: „Ein tol­les Hob­by. Ich benei­de dich.Und hast du dir auch was gekauft?“ „Ja ein gro­ßes Schnei­de­brett, Bam­bus, 40 mal 60 cm, 8 cm hoch, mit inte­grier­ter Auf­fang­scha­le - für Gemü­se­ab­schnit­te“ erzähl­te ich begeistert.„Da kann man ja eine Sau drauf zer­le­gen. Wo packst du die Werk­bank denn nach dem Schnei­den  hin?“ „Die bleibt da! “  „Das nervt doch wie ein Jeep auf dem Fahr­rad­weg?  Und war­um schmeißt du den Gemü­se­müll nicht ein­fach in die Bio-Ton­ne?“ Und da wuss­te ich: Es wird Zeit zum „ Umpar­ken im Topf“.

Viel­leicht neh­me ich ihn beim nächs­ten Mal mit.  Erst ein­mal zum Par­ken bei Bier und Wein.

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