Alle Artikel zu Food

Wir lieben Lebensmittel? Nein, wir fürchten sie!

Warum die Erzeuger von Lebensmitteln mutiger kommunizieren müssen.


Von Andreas Severin

 

© Pixabay

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Ein Plä­doy­er von Andre­as Seve­rin

Repor­ter des WDR bekom­men bri­san­tes Film­ma­te­ri­al zuge­spielt. Dar­auf ist zu sehen, wie Fleisch, das auf dem Boden liegt, auf­ge­nom­men und wie­der auf den Zer­le­ge­tisch gewor­fen wird. Die Jour­na­lis­ten wer­fen den Recher­che­ap­pa­rat an und sto­ßen auf einen gro­ßen Geflü­gel­pro­du­zen­ten, der zu den Kun­den des Zer­le­ge­be­triebs gehört. Mit­ar­bei­ter bestä­ti­gen anonym die schmut­zi­ge Pra­xis, ein Lebens­mit­tel­sach­ver­stän­di­ger bekräf­tigt deren Unzu­läs­sig­keit und schließ­lich fin­det sich noch ein Vete­ri­när­amt, das mit­teilt, dass die­se Vor­wür­fe schon seit Mona­ten akten­kun­dig sind. Die Sto­ry ist jetzt rund, hält sich noch ein paar Tage in den Top-Nach­rich­ten und die Repor­ter eilen zum nächs­ten Scoop. Zurück bleibt – Scha­den.

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Prüfstand für den Ernstfall

Wie sich Lebensmittelproduzenten auf mögliche Produktkrisen vorbereiten


Von Jörn Becker
© pexel.com

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Hol­ger K. hat ein Pro­blem. Seit weni­gen Stun­den weiß sein Unter­neh­men, ein nie­der­säch­si­scher Wurst­pro­du­zent, von dem Ver­dacht, dass die Geflü­gel-Mett­wurst des Unter­neh­mens mit Sal­mo­nel­len kon­ta­mi­niert sein könn­te. Die Behör­den erwar­ten inner­halb von zwei Stun­den eine Stel­lung­nah­me des Unter­neh­mens. Zusam­men mit dem eilig ein­be­ru­fe­nen Kri­sen­stab macht sich K. dar­an, über die mitt­ler­wei­le bekann­te Char­gen­num­mer des Pro­duk­tes den Pro­duk­ti­ons- und Lie­fer­weg nach­zu­voll­zie­hen. In der Vor­be­rei­tung eines mög­li­chen Pro­dukt­rück­ru­fes gilt es jetzt dring­lichst her­aus­zu­fin­den, ob sich noch Ware unter der Kon­trol­le des Unter­neh­mens befin­det und gesperrt wer­den kann und der anste­hen­de Pro­dukt­rück­ruf somit regio­nal ein­ge­grenzt wer­den kann.

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Halb-sicher gibt es nicht!

Wie Unternehmen mit mangelhaften Produkten umgehen müssen


Von Heike Malinowski
© KWG Rechtsanwälte

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Höchs­te Pro­dukt­qua­li­tät zu jeder Zeit – ein Ziel, das wohl jedes Unter­neh­men anstrebt. Doch auch für den Fall eines Man­gels soll­te sich ein Betrieb gut vor­be­rei­ten, um grö­ße­ren Scha­den abzu­wen­den. Im Inter­view erklärt Rechts­an­walt Dr. Mar­kus Gru­be von der Kanz­lei für Lebens­mit­tel- und Ver­brauchs­gü­ter­recht, KWG Rechts­an­wäl­te, wor­auf es im Ernst­fall ankommt.

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Menetekel Lebensmittelwarnung

Wie sich der Kommunikationsdruck auf die Produzenten von Lebensmitteln erhöht


Von Andreas Severin
© lebensmittelwarnung.eu

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148 Lebens­mit­tel wur­den 2016 zurück­ge­ru­fen - etwa 50 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Das geht aus Zah­len des Bun­des­amts für Ver­brau­cher­schutz und Lebens­mit­tel­si­cher­heit (BVL) her­vor, die Ende März von der Fun­ke-Grup­pe ver­öf­fent­licht wur­de. Das wäre eine signi­fi­kan­te, gut 50-pro­zen­ti­ge Stei­ge­rung gegen­über den knapp 100 in 2015 zurück­ge­ru­fe­nen Lebens­mit­teln.

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Verbraucher müssen wieder Vertrauen gewinnen

Die CleanSmoke Coalition lud Hersteller und Händler der Lebensmittelbranche zu ihrem ersten Kongress nach Frankfurt.


Von Karsten Pohl
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Andre­as Seve­rin beim CleanS­mo­ke Coali­ti­on Con­gress in Frank­furt am Main

Ein umwelt­scho­nen­des Räu­cher­ver­fah­ren soll in Euro­pa bekannt gemacht wer­den. Obwohl es schon seit 60 Jah­ren exis­tiert, ken­nen es immer noch nur weni­ge. Das muss sich ändern.

Die Ver­brau­cher – also wir alle – gal­ten für die Indus­trie lan­ge Zeit als rela­ti­ve Kon­stan­te. Anspruchs­voll zwar, aber zuver­läs­sig und aus­re­chen­bar. Kein Wun­der, müs­sen wir doch alle kau­fen. Zumin­dest, wenn es ums Essen und Trin­ken geht. Doch mitt­ler­wei­le, das bele­gen Stu­di­en, ste­hen die Kon­su­men­ten dem Ange­bot vie­ler Lebens­mit­tel zuneh­mend skep­tisch gegen­über. Zu oft ist ihr Ver­trau­en in den letz­ten Jah­ren miss­braucht wor­den: Gam­mel­fleisch, EHEC, Sal­mo­nel­len, Lis­te­ri­en… die Lis­te der Lebens­mit­tel­skan­da­le lie­ße sich belie­big fort­set­zen. Doch auch wenn die Bran­che mit Trans­pa­renz und Dia­log-Offen­si­ven dage­gen hält – die Ver­brau­cher wol­len lie­ber kla­re Bot­schaf­ten oder Sie­gel. Zudem spielt die Mei­nung Drit­ter eine immer wich­ti­ge­re Rol­le, weil die von Indus­trie und Han­del ange­bo­te­nen Infor­ma­tio­nen vom Kun­den nur schwer auf ihren Wahr­heits­ge­halt zu prü­fen sind.

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Eine Schulung für unseren Geschmackssinn

Bei der „AEG Taste Academy“, zu der unser Kunde Electrolux eingeladen hatte, haben wir mehr über unsere kulinarischen Vorlieben herausgefunden – auf eine unterhaltsame und köstliche Art.


Von Meike Mueller

Klar: Manch­mal geht es beim Essen schlicht und ein­fach dar­um, satt zu wer­den. An der Auto­bahn­rast­stät­te zum Bei­spiel, oder in der Mit­tags­pau­se. Doch bei ande­ren Gele­gen­hei­ten lohnt es sich, dem Geschmack von Spei­sen inten­si­ver nach­zu­ge­hen – dar­an hat uns die die „AEG Tas­te Aca­de­my“ ein­drück­lich erin­nert. Im Juni hat­ten wir auf Ein­la­dung unse­res Kun­den Elec­tro­lux die Gele­gen­heit, eine Aus­ga­be der Ver­an­stal­tungs­rei­he zum The­ma „Tas­te Archi­tec­tu­re“ in Köln zu besu­chen. Dort haben wir Geschmacks­er­leb­nis­se und -kom­bi­na­tio­nen ken­nen­ge­lernt, die wir in die­ser Form über­haupt noch nicht kann­ten.

Durch den inter­es­san­ten – und köst­li­chen – Abend führ­te der Pro­fikoch Chris­ti­an Mit­ter­mei­er, der gemein­sam mit sei­nem Team ein Fünf-Gän­ge-Menü vor­be­rei­tet hat­te. Zwi­schen den Gerich­ten griff er sehr unter­halt­sam und gespickt mit per­sön­li­chen Erleb­nis­sen ver­schie­de­ne Aspek­te rund um das Schwer­punkt­the­ma „Tas­te Archi­tec­tu­re“ auf. Sei­ne Mis­si­on: Der gelern­te Metz­ger und Koch ver­tritt die Mei­nung, dass der Geschmacks­sinn vie­ler Men­schen heut­zu­ta­ge eher schlecht geschult ist, obwohl die Ver­füg­bar­keit von Wis­sen und Waren heu­te bes­ser ist denn je – und er möch­te dazu bei­tra­gen, das zu ändern. Und so stand beim Essen nicht nur der Genuss im Vor­der­grund, son­dern es waren auch die sen­so­ri­schen und ana­ly­ti­schen Fähig­kei­ten der Teil­neh­mer gefragt. Und das hat uns wirk­lich begeis­tert.
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Layman’s Report: Garantiert frei von Fachchinesisch

Für unseren Kunden Red Arrow haben wir das „CleanSmoke“-Verfahren in einem Laienbericht leicht verständlich aufbereitet. Der Bericht ist Vorgabe der EU, wenn Fördermittel zur Verfügung gestellt werden.


Von Andreas Severin

Wir alle ken­nen das: Wenn Exper­ten über ihr Fach spre­chen oder schrei­ben, stei­gen Lai­en schnell aus. Ist es eigent­lich ein Kul­tur­ge­setz, dass man tech­ni­sche Zusam­men­hän­ge oder Inno­va­tio­nen kaum noch beschrei­ben kann, ohne in unver­ständ­li­ches Fach­kau­der­welsch oder Tech­no-Sprech zu ver­fal­len? Paul Valé­ry wuss­te schon im 19. Jahr­hun­dert: „Was ein­fach ist, ist falsch, was kom­plex ist, ist nicht brauch­bar.“ Aber muss das für immer so blei­ben? Oder soll­ten wir bei allen tech­no­lo­gi­schen Fort­schrit­ten nicht auch in der Lage sein, die ver­mit­teln­de Qua­li­tät unse­rer Spra­che wei­ter­zu­ent­wi­ckeln?
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Bestanden! Wir haben unseren Abschluss an der „AEG Taste Academy“ gemacht

Beim Kochevent unseres Kunden Electrolux hatten wir die Gelegenheit, Food-Trends von morgen kennenzulernen – und schon heute zu probieren


Von Nicole Grohs

Zuge­ge­ben: In der Mit­tags­pau­se hält sich die kuli­na­ri­sche Fines­se bei uns in der Agen­tur meist eher in Gren­zen, unse­re Favo­ri­ten sind ein­fa­che Nudel­ge­rich­te und schnel­le Sala­te. Wie es anders geht und wel­che Food-Trends uns in den nächs­ten Jah­ren erwar­ten, haben wir im Juni bei der „AEG Tas­te Aca­de­my“ her­aus­ge­fun­den. Zu dem Koche­vent, das in die­sem Jahr zu ver­schie­de­nen Schwer­punkt­the­men in Loca­ti­ons in ganz Deutsch­land statt­fin­det, hat­te unser lang­jäh­ri­ger Kun­de Elec­tro­lux einen Teil unse­res Teams ein­ge­la­den – und die Gele­gen­heit haben wir uns natür­lich nicht ent­ge­hen las­sen. Wei­ter­le­sen →

Aus dem Nachtschatten ins Rampenlicht

Rezeptshooting zeigt internationalen Variantenreichtum der Kartoffel


Von agenturadmin

Die Kar­tof­fel kämpft seit einem Jahr gemein­sam mit cross­re­la­ti­ons gegen das hart­nä­cki­ge Vor­ur­teil, sie mache dick. Im Auf­trag des Deut­schen Kar­tof­fel­han­dels­ver­bands e.V. (DKHV) haben wir die Knol­le jetzt mit der Unter­stüt­zung vie­ler Pro­fis ins rech­te Licht gerückt.

Die­se Dia­show benö­tigt Java­Script.

Foto­graf Mar­kus Bass­ler und Food-Sty­list Oli­ver Hick-Schulz haben die Kar­tof­fel in der Frank­fur­ter Koch­schu­le „Küchen­werk“ in den unter­schied­lichs­ten Zube­rei­tungs­va­ri­an­ten por­trai­tiert. Par­al­lel haben Xen­goo und KFX Media neben einem Making-of des Shoo­tings ein Inter­view mit Achim Löp­pert gedreht. Der Koch und Inha­ber des Küchen­werks kennt die beson­de­ren Qua­li­tä­ten der Knol­le gut. Dass sie über­all bes­tens zur Gel­tung gekom­men sind, dar­auf hat Dr. Karen Will­a­mow­ski, Kar­tof­fel­ex­per­tin des DKHV, geach­tet.

Zwei vol­le Tage lang haben wir eine sehr selbst­be­wuss­te Kar­tof­fel erlebt, die in der gan­zen Welt zuhau­se ist: ob in Mar­seil­ler Rouil­le, mit japa­ni­schem Was­a­bi­schaum, Sal­sa Ver­de aus Spa­ni­en oder ita­lie­ni­schem Pro­sci­ut­to. Unser Nacht­schat­ten­ge­wächs – ganz Modell – hat sich in vie­len Rezep­ten enorm kom­bi­na­ti­ons­freu­dig gezeigt: Ob als Ofen­kar­tof­fel so rich­tig in Scha­le geschmis­sen oder als zar­tes Süpp­chen mit Pis­ta­zi­en-Pes­to – sie hat eine gute Figur gemacht und dabei unheim­lich viel Geschmack bewie­sen.

Umparken im Topf

Neulich auf der Eat & Style in Köln


Von Jörg Middelkamp

Am Wochen­en­de? Da war ich auf der Mes­se „Eat & Style“ in Köln.“ erzähl­te ich mei­nem Kol­le­gen. Die Gän­ge waren voll mit Hob­by­kö­chin­nen und -köchen, Gour­mets sowie unin­ter­es­sier­ten Beglei­tern, die sich aber ger­ne an Wein und Bier­stän­den par­ken lie­ßen. Von Stand zu Stand gehen, über das Essen reden, sel­ber pro­bie­ren! „Das macht aber doch mal so rich­tig Spaß!“, mut­maßt der Kol­le­ge.

Ja, stimmt. Für mich genau­so inter­es­sant wie für ande­re die IAA. Was dem einen der Küh­ler- ist dem ande­ren sein Holz­koh­le­grill. Über Prä­zi­si­on und Geschwin­dig­keit ent­schei­den beim Kochen Mes­ser, Rei­ben und Stab­mi­xer. Die wer­den dann auch abschät­zend in den erfah­re­nen Hän­den gewo­gen. Und wenn gespro­chen wird, dann nicht beim Gestank von Ben­zin, son­dern beim Duft von Wein, Whis­key und zwi­schen­durch mal einem Kaf­fee. Aber immer nach dem ers­ten Schluck fest in die Augen des Anbie­ters geblickt und dabei wis­send und aner­ken­nend, ein biss­chen ver­schwö­re­risch genickt: „Wir bei­de wis­sen was gut ist“. Wei­ter­le­sen →