Im Sprachnebel der Transformation

Nicola Karnick über die Notwendigkeit, mit der Digitalisierung auch zu neuen sprachlichen Bildern zu finden


Von agenturadmin

Ein Gast­bei­trag von Nicola Kar­nick  (www.textundposition.de)
Bild: Hans Blos­sey, 2013

Mana­ger haben der­zeit kei­nen leich­ten Job. Die digi­ta­len Umwäl­zun­gen raf­fen ganze Geschäfts­mo­delle und noch dazu das tra­di­tio­nelle Füh­rungs­ver­ständ­nis dahin. Der Rol­len­wech­sel zum agi­len Lea­der schürt zugleich Erwar­tun­gen an eine neue Art der Kom­mu­ni­ka­tion. Doch das Reden über den Technologie-​​ und Kul­tur­wan­del droht sich in All­ge­mein­plät­zen zu verlieren.

Sie ste­hen ohne Kra­watte oder gar im Hoo­die auf der Bühne, las­sen sich bereit­wil­lig von Ihren Mit­ar­bei­tern duzen und geben sich über­haupt sehr pro­gres­siv. Aber wenn es darum geht, die Digi­ta­li­sie­rung und ihre Knack­punkte in Worte zu klei­den, wir­ken die Füh­rungs­fi­gu­ren der Wirt­schaft weder fort­schritt­lich noch son­der­lich ein­falls­reich. Wer sich anhört, wie Vor­stände und Geschäfts­füh­rer über das Neue spre­chen, das da in die Welt und auf ihre Unter­neh­men zukommt, stößt auf die immer­glei­chen Wen­dun­gen. Da wird gebets­müh­len­ar­tig der „Wan­del als Chance“ beschwo­ren, die „ergrif­fen“ und „mutig gestal­tet“ wer­den muss. Digi­tale Inno­va­tio­nen wer­den „vor­an­ge­trie­ben“ in dafür eigens aus­ge­grün­de­ten „Labs“ und „Hubs“. Nicht zu ver­ges­sen das ein­hel­lige Credo, sich eine „agile“ oder gerne auch „Start-​​up-​​Kultur“ ver­pas­sen zu wollen.

Wenn die Flos­kel­falle zuschnappt
Inhalt­lich ist all das nicht falsch; schließ­lich beschreibt es zutref­fend die Gemen­ge­lage. Aber was ist zu gewin­nen mit die­sem rhe­to­ri­schen Ein­heits­brei, der nun schon seit eini­gen Jah­ren von Podien, aus Inter­views und Edi­to­ri­als quillt? Ver­mut­lich nicht viel. Denn mit den Plat­ti­tü­den der digi­ta­len Trans­for­ma­tion dürfte es sich ähn­lich ver­hal­ten wie mit erstarr­ten Meta­phern: Sie ver­san­den, weil sie – in die­sem Wort­laut schon viel zu oft gehört – keine beson­dere Akti­vi­tät mehr aus­lö­sen in den Gehir­nen der Empfänger.

Zum einen Ohr rein, zum ande­ren raus. Für sprach­li­che Leer­stel­len die­ser Art hat Lars Voll­mer, Entre­pre­neur und Grün­der des Thinktanks intrinsify.me, einst den schö­nen Aus­druck „Flutsch­be­griffe“ geprägt. Gemeint sind Wör­ter aus der Manage­ment­sphäre, die gewich­tig tönen und zugleich so belie­big sind, dass sie auf nahezu alle Situa­tio­nen und Zusam­men­hänge anwend­bar sind. Die Krux: Wer sich immer nur in geschmei­di­gen Flos­keln ergeht, bleibt im Unge­fäh­ren ste­cken. Es ver­mit­telt sich nicht, wie die Digi­tal­stra­te­gie denn nun genau aus­sieht. Wel­ches Kön­nen steckt im Unter­neh­men, um den Wan­del zu bewerk­stel­li­gen? Wel­che Klip­pen sind zu umschif­fen? Wo genau fin­det schon Ver­än­de­rung statt? An den Pro­duk­ti­ons­bän­dern? In den Köp­fen? Wie darf man sich die tech­ni­sche und kul­tu­relle Meta­mor­phose im Arbeits­all­tag vor­stel­len? Das alles wird nicht wirk­lich klar.

Text­buch ohne Saft und Kraft
Warum nur, fragt man sich, reden die Chefs oft so unin­spi­riert und blut­leer über ein Thema, bei dem doch eigent­lich alle Betei­lig­ten in Wal­lung gera­ten soll­ten? Allen voran die eige­nen Mit­ar­bei­ter, denn sie sol­len ja schließ­lich für die Trans­for­ma­tion sor­gen, von der immer­fort die Rede ist. Fast könnte man den Ein­druck gewin­nen, die Wirt­schafts­len­ker hiel­ten sich an einer Art uni­ver­sel­len Sprach­re­ge­lung der Digi­ta­li­sie­rung fest – aller­or­ten die glei­chen nebu­lö­sen Phrasen.

Das gilt übri­gens auch für die „Feh­ler­kul­tur“, auf die Mana­ger häu­fig in einem Atem­zug mit dem digi­ta­len Wan­del zu spre­chen kom­men. In erstaun­li­chem Gleich­klang spu­len die Unter­neh­mens­lei­ter ihr Hohe­lied auf das Schei­tern ab. Vom Feh­ler­ma­chen als etwas Posi­ti­vem erzäh­len, ohne dass es wie aus einem x-​​beliebigen Agile-​​Leadership-​​Handbuch abge­kup­fert klingt – auch das scheint keine ein­fa­che Übung zu sein. Offen­bar fehlt es an Mut oder schlicht­weg an Fan­ta­sie, sich anders zu artikulieren.

Noch­mal mit Gefühl
Dabei täten die Wirt­schafts­füh­rer gut daran, das for­mel­hafte Spre­chen über die Digi­ta­li­sie­rung zu über­win­den. Denn die Trans­for­ma­tion ist kein tech­no­kra­ti­scher Akt. Es geht um nichts weni­ger als das Erleb­bar­ma­chen einer völ­lig neuen Ära, darum, eine Revo­lu­tion in Sachen Hal­tung und Her­an­ge­hens­wei­sen anzu­zet­teln. Warum ist es loh­nens­wert, sich dem tech­ni­schen und kul­tu­rel­len Auf­bruch beherzt anzu­schlie­ßen? Und wie gehen wir mit den Dis­rup­tio­nen ver­ant­wor­tungs­voll um? Das müs­sen Mit­ar­bei­ter, Kun­den und Aktio­näre mit Hän­den grei­fen kön­nen. Unter­neh­mens­chefs und Füh­rungs­kräfte sind hier als mit­rei­ßende, empa­thi­sche Bot­schaf­ter gefragt. Wie das klappt? Zum Bei­spiel so:

  • Reden Sie nicht über Pro­zesse, son­dern von und zu den Men­schen. Geben sie Ihren Erzäh­lun­gen vom digi­ta­len Wan­del Gesich­ter und Namen.
  • Kom­men Sie vom abs­trak­ten Gewa­ber ins Gegen­ständ­li­che Ihrer Unter­neh­mens­wirk­lich­keit. Schil­dern Sie, woran die Exper­ten hin­ter Ihren Fir­men­mau­ern der­zeit tüf­teln und inwie­fern bei Ihnen anders gear­bei­tet wird als früher.
  • Berich­ten Sie über Ideen, Fort­schritte und Rück­schläge der Trans­for­ma­tion so anschau­lich und lebens­nah, dass der Plot sich auch Nicht-​​Fachleuten erschließt.
  • Ent­wi­ckeln Sie eine Antenne für Wider­stände und Ängste und las­sen Sie diese Emp­fin­dun­gen ein­flie­ßen in Ihr Nar­ra­tiv. Die her­ein­bre­chende Epo­che ist fas­zi­nie­rend, doch für viele interne und externe Sta­ke­hol­der auch eine Überforderung.
  • Ermun­tern Sie dazu, sich auf die Zukunft ein­zu­las­sen, aber geben Sie nicht den Digitalisierungs-​​Zampano. Der Dis­kurs über die Trans­for­ma­tion braucht Nach­denk­lich­keit – auch in Per­son des Digi­tal Leaders.

Ori­gi­nell sein, wahr­haf­tig blei­ben
Zuge­ge­ben, so an die Sache her­an­zu­ge­hen, ist unbe­que­mer als sich der Rhe­to­rik von der Stange zu bedie­nen. Die intel­lek­tu­elle Anstren­gung besteht zum einen darin, eine eigene Spra­che mit neuen, kli­schee­be­frei­ten Begriffs­bil­dern zu fin­den. Gleich­zei­tig muss das hoch­tra­bende Epos von Digi­ta­li­sie­rung und Wan­del geer­det wer­den, und zwar in Form hand­fes­ter Geschich­ten, die so nur die­ses eine Unter­neh­men erzäh­len kann. Und nicht zuletzt sollte bei alle­dem Raum blei­ben für kri­ti­sche Refle­xion, Zwei­fel und Fra­gen. Das Bemü­hen um ein Sto­ry­tel­ling jen­seits des übli­chen Wort­ge­klin­gels dürfte sich jedoch bezahlt machen. Es kann dem Reden der Mana­ger über die Trans­for­ma­tion mehr Leben und Glaub­wür­dig­keit ein­hau­chen – und damit dem gesam­ten Unter­fan­gen einen wert­vol­len Dienst erweisen.

crossrelations proudly presents: E-​​Mobility auf der 50. Essen Motor Show

Sonderschau „E-Mobilität & Smart City“ zeigt Modellneuheiten und Mobilitätslösungen


Von Andreas Severin

Der BMW i3 S von eShare.one - Foto: Rai­ner Schimm/©MESSE ESSEN GmbH

Wenn am 1. Dezem­ber die Essen Motor Show ihre Tore zum 50. Mal öff­net, ist auch cross­re­la­ti­ons brand­works mit am Start des Jubi­lä­um­sevents. Zusam­men mit unse­rem lang­jäh­ri­gen Part­ner, dem E-​​Mobility-​​ und Carsharing-​​Pionier Andreas Alle­brod, von eShare.one und Ruhrauto-​​e, sind wir Gast­ge­ber der Son­der­show „E-​​Mobilität & Smart City“.  Auf über 500 Qua­drat­me­tern wer­den wir die nach­hal­ti­gen Neu­hei­ten der  Auto­her­stel­ler prä­sen­tie­ren, dar­un­ter die 2018er E-​​Autos von BMW, Nis­san Renault, Hyun­dai, Kia, Opel, Smart und Toyota. Gefragte Hin­gu­cker wer­den zwei­fels­ohne die drei aktu­el­len Modelle des US-​​Herstellers Tesla sein, die noch nicht ein­mal auf der dies­jäh­ri­gen IAA zu sehen waren. Eine Beson­der­heit der dies­jäh­ri­gen Son­der­schau wird die Ein­bet­tung der Modell­pa­rade in eine „Smart City“-Umgebung sein. Wir zei­gen, wie sich in Zukunft Fahr­zeuge mit alter­na­ti­ven Antrie­ben in inno­va­tive städ­ti­sche Mobi­li­täts­mo­delle ein­bin­den las­sen. Dazu wer­den Innogy, Uni­per und andere Aus­stel­ler ihre Bei­träge zur Stadt der Zukunft vorstellen.

Show­time in Essen

crossrelations-​​Chef Andreas Seve­rin freut sich über das unge­wöhn­li­che Enga­ge­ment der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­ra­tung: „Unsere Kun­den wis­sen um unsere lang­jäh­rige Exper­tise rund um die The­men Nach­hal­tig­keit und Mobi­li­tät. Die Essen Motor Show ist das Mekka der PS-​​Szene und die Rock­stars der Motor­sport­mar­ken haben hier ihren gro­ßen Auf­tritt. Andreas Alle­brod hat es über die ver­gan­ge­nen Jahre geschafft, hier viele Fans für elek­tro­mo­bile Ange­bote zu gewin­nen und die Son­der­schau zusam­men mit der Messe Essen zu einem wah­ren Publi­kums­ma­gne­ten aus­zu­bauen. Für uns ist es eine groß­ar­tige Gele­gen­heit unsere Markt­be­zie­hun­gen und redak­tio­nel­les Know-​​how in den Dienst die­ser Prä­sen­ta­tion zu stellen.“

Gefrag­ter Gesprächs­part­ner am Pre­view Day: Andreas Allebrod

Heute war Pre­view Day. Auf Ein­la­dung der Ver­an­stal­ter wur­den den Medien aus­ge­wählte Modelle des anste­hen­den PS-​​Festivals in Essen vor­ge­führt. Auch unsere Son­der­schau war ein­ge­la­den wor­den, den neuen BMW i3 S zu prä­sen­tie­ren, der erst 2018 in den Han­del kommt. Ein wei­te­rer Stro­mer vol­ler tech­no­lo­gi­scher Inno­va­tion der durch sein futu­ris­ti­sches Design besticht. Das Inter­esse der Medien war hoch und galt nicht nur den Show­cars und Tuning-​​Boliden, son­dern auch dem klei­nen BMW-​​Flitzer.

Gemein­sam mit unse­rem Part­ner wer­den wir vom 1. bis zum 10. Dezem­ber dafür sor­gen, dass der Stand der Son­der­show „E-​​Mobilität & Smart City“ - ihr fin­det uns in Halle 3, Stand 3A120 - gut unter Strom steht und für täg­li­che Erleb­nisse sorgt. Dazu wer­den wir in die­sem Blog und auf Face­book berichten.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zur Essen Motor Show 2017 unter www.essen-motorshow.de

Erst in Gemeinschaft blüht das Gehirn so richtig auf“

Der Neurowissenschaftler Henning Beck zu den Erfolgsfaktoren präventiver Arbeitssicherheits-kommunikation


Von Jörn Becker

Safety Days, Sicherheits-​​Parcours, Pla­kat­kam­pa­gnen oder sogar die Thea­ter­bühne in der Kan­tine – Unter­neh­men bespie­len ein brei­tes Reper­toire an Instru­men­ten, wenn es darum geht, Mit­ar­bei­ter zur Beach­tung von Arbeits­si­cher­heits­re­geln zu gewin­nen. Tat­säch­lich gel­ten an vie­len Arbeits­plät­zen orga­ni­sa­to­ri­sche und tech­no­lo­gi­sche Mit­tel als weit­ge­hend aus­ge­reizt. Im Mit­tel­punkt steht heute weit­hin die Her­aus­for­de­rung, mit prä­ven­ti­ven Ange­bo­ten auf das sicher­heits­be­zo­gene Ver­hal­ten von Mit­ar­bei­tern Ein­fluss zu neh­men. Das erweist sich aller­dings als harte Nuss. Denn beim Arbeits­schutz geht es um die Beach­tung von Regeln und das Ler­nen von Ver­hal­tens­wei­sen und damit um Ziele, die bei den meis­ten Men­schen nicht unbe­dingt auf ein lust­vol­les Feed­back sto­ßen. Wo also muss man anset­zen, um Men­schen zu moti­vie­ren, Neues zu ler­nen, Dinge anders zu sehen und sich schließ­lich anders zu ver­hal­ten? Klar ist immer­hin, dass Kom­mu­ni­ka­tion eine Schlüs­sel­rolle dabei spielt. Wir woll­ten es genauer wis­sen und haben uns von  dem Neu­ro­wis­sen­schaft­ler und Hirn­for­scher Hen­ning Beck ein­mal erklä­ren las­sen, wie unser Gehirn mit Kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­ge­bo­ten zum Thema Arbeits­si­cher­heit eigent­lich umgeht.

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Wir lieben Lebensmittel? Nein, wir fürchten sie!

Warum die Erzeuger von Lebensmitteln mutiger kommunizieren müssen.


Von Andreas Severin

 

© Pixabay

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Ein Plä­do­yer von Andreas Severin

Repor­ter des WDR bekom­men bri­san­tes Film­ma­te­rial zuge­spielt. Dar­auf ist zu sehen, wie Fleisch, das auf dem Boden liegt, auf­ge­nom­men und wie­der auf den Zer­le­ge­tisch gewor­fen wird. Die Jour­na­lis­ten wer­fen den Recher­cheap­pa­rat an und sto­ßen auf einen gro­ßen Geflü­gel­pro­du­zen­ten, der zu den Kun­den des Zer­le­ge­be­triebs gehört. Mit­ar­bei­ter bestä­ti­gen anonym die schmut­zige Pra­xis, ein Lebens­mit­tel­sach­ver­stän­di­ger bekräf­tigt deren Unzu­läs­sig­keit und schließ­lich fin­det sich noch ein Vete­ri­när­amt, das mit­teilt, dass diese Vor­würfe schon seit Mona­ten akten­kun­dig sind. Die Story ist jetzt rund, hält sich noch ein paar Tage in den Top-​​Nachrichten und die Repor­ter eilen zum nächs­ten Scoop. Zurück bleibt – Schaden.

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Prüfstand für den Ernstfall

Wie sich Lebensmittelproduzenten auf mögliche Produktkrisen vorbereiten


Von Jörn Becker
© pexel.com

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Hol­ger K. hat ein Pro­blem. Seit weni­gen Stun­den weiß sein Unter­neh­men, ein nie­der­säch­si­scher Wurst­pro­du­zent, von dem Ver­dacht, dass die Geflügel-​​Mettwurst des Unter­neh­mens mit Sal­mo­nel­len kon­ta­mi­niert sein könnte. Die Behör­den erwar­ten inner­halb von zwei Stun­den eine Stel­lung­nahme des Unter­neh­mens. Zusam­men mit dem eilig ein­be­ru­fe­nen Kri­sen­stab macht sich K. daran, über die mitt­ler­weile bekannte Char­gen­num­mer des Pro­duk­tes den Produktions-​​ und Lie­fer­weg nach­zu­voll­zie­hen. In der Vor­be­rei­tung eines mög­li­chen Pro­dukt­rück­ru­fes gilt es jetzt dring­lichst her­aus­zu­fin­den, ob sich noch Ware unter der Kon­trolle des Unter­neh­mens befin­det und gesperrt wer­den kann und der anste­hende Pro­dukt­rück­ruf somit regio­nal ein­ge­grenzt wer­den kann.

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Halb-​​sicher gibt es nicht!

Wie Unternehmen mit mangelhaften Produkten umgehen müssen


Von Heike Malinowski
© KWG Rechtsanwälte

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Höchste Pro­dukt­qua­li­tät zu jeder Zeit – ein Ziel, das wohl jedes Unter­neh­men anstrebt. Doch auch für den Fall eines Man­gels sollte sich ein Betrieb gut vor­be­rei­ten, um grö­ße­ren Scha­den abzu­wen­den. Im Inter­view erklärt Rechts­an­walt Dr. Mar­kus Grube von der Kanz­lei für Lebensmittel-​​ und Ver­brauchs­gü­ter­recht, KWG Rechts­an­wälte, wor­auf es im Ernst­fall ankommt.

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Menetekel Lebensmittelwarnung

Wie sich der Kommunikationsdruck auf die Produzenten von Lebensmitteln erhöht


Von Andreas Severin
© lebensmittelwarnung.eu

© lebensmittelwarnung.eu

148 Lebens­mit­tel wur­den 2016 zurück­ge­ru­fen - etwa 50 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Das geht aus Zah­len des Bun­des­amts für Ver­brau­cher­schutz und Lebens­mit­tel­si­cher­heit (BVL) her­vor, die Ende März von der Funke-​​Gruppe ver­öf­fent­licht wurde. Das wäre eine signi­fi­kante, gut 50-​​prozentige Stei­ge­rung gegen­über den knapp 100 in 2015 zurück­ge­ru­fe­nen Lebensmitteln.

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Eingreifen, bevor die Emotionen hochkochen

Der Einsatz von Social Media Monitoring bei Lebensmittelkrisen


Von Nicole Grohs
© Cogia

CI Emo­tion Radar © Cogia

Lebens­mit­tel­kri­sen ent­wi­ckeln für Pro­du­zen­ten und den Han­del eine immer bedroh­li­chere und zuneh­mend schwe­rer zu kon­trol­lie­rende Eigen­dy­na­mik. Mit ein Grund hier­für sind die sozia­len Netz­werke, über die sich Nach­rich­ten heute rasan­ter denn je ver­brei­ten. Dabei bleibt es jedoch sel­ten bei den anfäng­li­chen Fak­ten. Fehl­in­for­ma­tio­nen, Gerüchte, Schuld­zu­wei­sun­gen amal­ga­mie­ren zu einem Nar­ra­tiv, dem nur noch schwer mit Fak­ten zu begeg­nen ist. Aus Sicht der Unter­neh­men gilt es daher, dro­hende The­ma­ti­sie­run­gen so früh zu erken­nen, dass über prä­ven­tive Maß­nah­men oder aktive Kri­sen­kom­mu­ni­ka­tion in die Aus­brei­tungs­dy­na­mik ein­ge­grif­fen wer­den kann. Doch dazu braucht es aktu­elle Infor­ma­tio­nen, die als Aus­gangs­punkt einer erfolg­rei­chen Inter­ven­tion die­nen kön­nen. Ein Social Media Moni­to­ring Tool, wie es Cogia intel­li­gence anbie­tet, kann dabei wert­volle Dienste leisten.

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Die, die Wörter mit Fingerspitzen auf Goldwaagen legen

Über die enorme Verantwortung der Dolmetscher auf dem G20-Gipfel


Von Andreas Severin
Große Sprachvielfalt beim Treffen der G20

Große Spra­chen­viel­falt beim Tref­fen der G20 © shutterstock

Wenn am Don­ners­tag die Staats­chefs der 20 wich­tigs­ten Industrie-​​ und Schwel­len­län­der zusam­men­kom­men, um die gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen der Welt­po­li­tik zu ver­han­deln, dann wird sich zei­gen müs­sen, ob die Regie­ren­den und ihre Reden­schrei­ber die rich­ti­gen Worte fin­den. Eine Schlüs­sel­rolle vor Ort wird wie­der ein­mal den Dol­met­schern zukom­men, dar­un­ter pro­fi­lierte Mit­glie­der des Ver­bands der Kon­fe­renz­dol­met­scher (VKD).  Rund um das Gip­fel­ge­sche­hen wer­den die Exper­ten des füh­ren­den Ver­bands für die rei­bungs­lose Ver­stän­di­gung sor­gen. Sie müs­sen Höchst­leis­tun­gen voll­brin­gen, sei es bei den gro­ßen Anspra­chen im Ple­num oder in klei­nen Ver­hand­lungs­run­den. Denn hier wer­den Worte sprich­wört­lich auf die Gold­waage gelegt und jede Unacht­sam­keit kann den Fort­gang der Ver­hand­lun­gen erschweren.

Noch herrscht Schweigen...

Noch herrscht Schwei­gen… © Tina Conrad

Bei Fest­re­den oder auch Gesprä­chen im klei­nen Rah­men wird häu­fig  kon­se­ku­tiv über­setzt. Län­gere Rede­ab­schnitte wer­den also zeit­ver­setzt anhand von Noti­zen in die Spra­che des Zuhö­ren­den über­setzt. Bei den gro­ßen Gesprächs­run­den oder Dis­kus­sio­nen im Ple­num jedoch sind die Dol­met­scher – für die Ver­an­stal­tungs­teil­neh­mer in der Regel unsicht­bar – in spe­zi­el­len Kabi­nen tätig und über­tra­gen die Rede­bei­träge simul­tan. Dies stellt höchste Anfor­de­run­gen an die men­tale Kapa­zi­tät, die Kon­zen­tra­tion, die Erfah­rung, das Fach­wis­sen und auch das Fin­ger­spit­zen­ge­fühl der Dol­met­scher.  Sie müs­sen kon­ti­nu­ier­lich und mit gerings­tem Zeit­ver­satz den gespro­che­nen Aus­gangs­text in die Ziel­spra­che über­füh­ren. Poli­ti­ker und ihre Art zu spre­chen machen einem die­sen Job auch nicht unbe­dingt ein­fa­cher. In weni­gen Sekun­den müs­sen Inhalte ver­stan­den, Emo­tio­nen erkannt und Bot­schaf­ten ver­mit­telt wer­den. Dafür reicht es nicht aus, das poli­ti­sche Voka­bu­lar zu beherr­schen. Ein Dol­met­scher muss immer auch auf der Höhe des The­mas sein, die poli­ti­schen Codes und Abkür­zun­gen ver­ste­hen. Eine inten­sive Vor­be­rei­tung auf Dis­kus­si­ons­in­halte und auch auf die Poli­ti­ker, die über­setzt wer­den müs­sen, gehört daher ebenso zum Job.

...aber für die WHO ist es der drittstressigste Job der Welt (c) Tina Conrad

…aber für die WHO ist es der dritt­stres­sigste Job der Welt © Tina Conrad

Auch wenn die Exper­ten des VKD mit dem Ter­rain hoch­ka­rä­ti­ger Ver­an­stal­tun­gen in Poli­tik, Wirt­schaft, Sport und Kul­tur ver­traut sind, ist eine Ver­an­stal­tung wie der G20-​​Gipfel immer noch etwas Beson­de­res. Die Welt blickt ab heute mit hohen Erwar­tun­gen und kri­ti­schem Blick auf das Gesche­hen in Ham­burg. Bei allen poli­ti­schen Unstim­mig­kei­ten müs­sen nicht unbe­dingt auch noch sprach­li­che hin­zu­kom­men. Und wenn am kom­men­den Sams­tag die Kame­ras und Mikro­fone abge­baut sind, wer­den viel­leicht noch eine ganze Weile die dort gespro­che­nen und klug gedol­metsch­ten Worte die poli­ti­schen Schlag­zei­len bestimmen.

Verbraucher müssen wieder Vertrauen gewinnen

Die CleanSmoke Coalition lud Hersteller und Händler der Lebensmittelbranche zu ihrem ersten Kongress nach Frankfurt.


Von Karsten Pohl
©crossrelations brandworks

Andreas Seve­rin beim Cle­anS­moke Coali­tion Con­gress in Frank­furt am Main

Ein umwelt­scho­nen­des Räu­cher­ver­fah­ren soll in Europa bekannt gemacht wer­den. Obwohl es schon seit 60 Jah­ren exis­tiert, ken­nen es immer noch nur wenige. Das muss sich ändern.

Die Ver­brau­cher – also wir alle – gal­ten für die Indus­trie lange Zeit als rela­tive Kon­stante. Anspruchs­voll zwar, aber zuver­läs­sig und aus­re­chen­bar. Kein Wun­der, müs­sen wir doch alle kau­fen. Zumin­dest, wenn es ums Essen und Trin­ken geht. Doch mitt­ler­weile, das bele­gen Stu­dien, ste­hen die Kon­su­men­ten dem Ange­bot vie­ler Lebens­mit­tel zuneh­mend skep­tisch gegen­über. Zu oft ist ihr Ver­trauen in den letz­ten Jah­ren miss­braucht wor­den: Gam­mel­fleisch, EHEC, Sal­mo­nel­len, Lis­te­rien… die Liste der Lebens­mit­tel­skan­dale ließe sich belie­big fort­set­zen. Doch auch wenn die Bran­che mit Trans­pa­renz und Dialog-​​Offensiven dage­gen hält – die Ver­brau­cher wol­len lie­ber klare Bot­schaf­ten oder Sie­gel. Zudem spielt die Mei­nung Drit­ter eine immer wich­ti­gere Rolle, weil die von Indus­trie und Han­del ange­bo­te­nen Infor­ma­tio­nen vom Kun­den nur schwer auf ihren Wahr­heits­ge­halt zu prü­fen sind.

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Wir dürfen die Betriebswirte nicht verlieren“

Ein Gespräch mit dem Unternehmensberater und Businessplan-Experten Christoph Nieberding darüber, warum Gründer mit guten Ideen an schlechten Businessplänen scheitern können.


Von Heike Malinowski
©Christoph Nieberding

©Chris­toph Nieberding

Chris­toph Nie­ber­ding hat als Finanz­chef eines Tech-​​Dax-​​Unternehmens viele Jahre Busi­ness­pläne gesich­tet. Er weiß, wel­che gro­ßen Hoff­nun­gen Grün­der in digi­ta­len Zei­ten daran knüp­fen und er kennt den nüch­ter­nen Blick der Investoren.

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Checkliste: So bringen Sie Ihren Businessplan zum Sprechen

Zehn Prüfsteine für den Businessplan, den jeder versteht.


Von Christoph Nieberding
©pexels.com

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Mit Per­sön­lich­keit, Authen­ti­zi­tät und Ver­ständ­lich­keit las­sen sich wich­tige Ver­trau­ens­punkte sam­meln. Unsere Check­liste zeigt Entre­pre­neu­ren, wor­auf sie ach­ten müs­sen, wenn sie Kapi­tal­ge­ber über­zeu­gen wollen.

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